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Der Schlüssel würde noch passen

Scherbakowa, Irina (03.11.2025)
Produktinformationen "Der Schlüssel würde noch passen"
  • Droemer
  • Scherbakowa, Irina
  • Seitz, Jennie & Altenhofer, Ruth
  • 978-3-426-44666-9
  • 03.11.2025
  • Hardcover
  • 328 Seiten
  • 140 x 215 (B/H)
  • 508
  • deutsch
  • N. N.
  • rus
  • 4. Auflage
  • 7 %
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  • Buch gebunden
  • Hardcover

»Russlands Zukunft ist so dunkel wie seit hundert Jahren nicht mehr!«

  • »Ich möchte mehr über das Leben und den Widerstand der starken russisch-jüdischen Frau wissen.«

Das neue Buch der renommierten und vielfach ausgezeichneten Historikerin, Publizistin und Schriftstellerin Irina Scherbakowa - Nominiert für den Deutschen Sachbuchpreis 2026

»Dieses Buch, mit all den mutigen großen und kleinen Menschen, die darin vorkommen, ist nicht nur großartig geschrieben. Es macht Hoffnung.« Aus der Begründung für die Nominierung für den Deutschen Sachbuchpreis 2026

»Eines der 10 besten Sachbücher 2025.« Deutschlandfunk Kultur, 3.12.2025

***

In »Der Schlüssel würde noch passen« erzählt Irina Scherbakowa von den kurzen Jahren der Perestroika,. Sie berichtet vom Alltag und vom politischen Aufbruch in Moskau und auf dem Land zu Beginn der 1990er-Jahre. Sie beschreibt die ungewohnte Freiheit und wie die Menschen mehr schlecht als recht damit umzugehen lernten. Scherbakowas Thema ist auch ihre bis heute andauernde aktive politische Tätigkeit und das scheinbar unaufhaltsame Abgleiten Russlands in die Diktatur.  Ihre beeindruckenden Moskauer Erinnerungen sind dicht verwoben mit der Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert und ihrem lebenslangen Kampf gegen Staatsterror und für die Erinnerung. 

Irina Scherbakowa ist eine der bedeutendsten russischen Oppositionellen. Sie ist Mitgründerin der Menschenrechts-Organisation Memorial, die 2022 mit dem Friedens-Nobelpreis ausgezeichnet wurde. 

Das autobiografische Sachbuch schließt damit an »Die Hände meines Vaters« an, das 2017 ebenfalls bei Droemer erschien.

***

»Irina Scherbakowa hat Menschen dazu ermutigt, sich mit Familiengeschichten zu beschäftigen oder ... darüber zu sprechen, warum sie Opfer des Stalinismus geworden sind.« Cornelia Siegel, Leiterin der Abteilung Europäische und Internationale Beziehungen der Stadt Chemnitz, 27.4.2026

»Erinnern ist Ihr Widerstand!« Ilse Aigner, bayerische Landtagspräsidentin und Schirmherrin des FORUM DEMOKRATIE der Evangleischen Akademie Tutzing anlässlich der Ehrung Irina Scherbakowas mit dem "Tutzinger Löwen", 11.2.2026

Scherbakowa erhielt den „Tutzinger Löwen“ für »ihren unermüdlichen Einsatz für eine Erinnerungskultur, die von Aufklärung, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Verteidigung der Freiheit geprägt« ist, so Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing, am 11.2.2026.

»Das berührende Dokument einer Zeitzeugin.« Welt, 8.1.2026

»Und obwohl ich wusste, dass es vorbei ist, hatte ich beim Packen doch nicht das Gefühl, für immer zu gehen.« Irina Scherbakowa im Interview mit Alice Bota und Alexander Kauschanski, DIE ZEIT Nr. 47, 6.11.2025

»Das Buch führt durch mehr als siebzig Jahre eines bewegten Intellektuellenlebens und russischer, vor allem Moskauer Zeitgeschichte.« Kerstin Holm in der FAZ, 4.11.2025

»Irina Scherbakowa gibt eine persönliche und detaillierte Antwort auf die Frage, wie der russische Staat im 20. Jahrhundert seine Bürger missbraucht hat und wie er das weiterhin tut, solange die alten Verbrechen nicht aufgearbeitet sind.« Süddeutsche Zeitung

»Diejenigen Russinnen und Russen, die wie Irina Scherbakowa immer eindeutig für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte eingetreten sind, die dabei großen Mut bewiesen und persönliche Risiken in Kauf genommen haben – sie sind nicht Widersacher der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Putins brutalen Krieg. Im Gegenteil, sie sind Seelenverwandte und Mitstreiter in unserem gemeinsamen Kampf für eine friedliche, freiheitliche und demokratische Zukunft Europas.« Bundeskanzler Olaf Scholz anlässlich der Verleihung des Marion-Dönhoff-Preises 2022 für internationale Verständigung und Versöhnung

Rezensionen „Der Schlüssel würde noch passen"

"Das Besondere an Irina Scherbakowas Erinnerungsbuch ist die Perspektive der unmittelbar Betroffenen, aus der sie erzählt. Unsentimental und sachlich beschreibt sie die inneren und äußeren Kämpfe angesichts der heranziehenden neuen Diktatur."
Kulturkompass Mecklenburg-Vorpommern (Susanne Scherrer)

"Es ist ein abgrundtief trauriges Buch. Der klugen, gebildeten Scherbakowa ist eines so klar wie anderen russischen Emigraten in Berlin auch [...]. Sie alle wissen, dass sie Moskau zu Lebzeiten wohl nicht mehr sehen werden."
DER STANDARD (Susanne Scherrer)

"Die Lektüre des Berichts dieser prominenten Zeitgenossin über das Heranwachsen einer Bedrohung, deren weltpolitische Folgen unabsehbar sind, ist in hohem Maße empfehlenswert."
Frankfurter Rundschau (Renate Lachmann)

"Das Buch führt durch mehr als siebzig Jahre eines bewegten Intellektuellenlebens und russischer, vor allem Moskauer Zeitgeschichte. […] Ihre Geschichte steht stellvertretend für viele russische Bürgerrechtsaktivisten und insbesondere Memorial-Mitstreiter, die mit einem Einsatz und einem persönlichen Risiko, wie man ihn in Westeuropa nicht kennt, die tragische Vergangenheit ihres Landes Stück für Stück aufarbeiteten – und die jetzt, da ihr Werk in Scherben liegt, sich fragen, was sie möglicherweise falsch gemacht haben."
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Kerstin Holm)

Biografie – Scherbakowa, Irina

S
Scherbakowa, Irina

Irina Scherbakowa, geboren 1949 in Moskau, ist eine Historikerin und Publizistin. Sie arbeitete als Redakteurin und Übersetzerin deutscher Literatur. Seit Anfang der 1980er Jahre führte sie Gespräche mit GULAG-Überlebenden und leitete ab Gründung von Memorial (1989) die Bildungsarbeit der russischen Menschenrechtsorganisation, vor allem den Geschichtswettbewerb. Forschungsaufenthalte führten sie nach Berlin, Wien, Salzburg und Jena. 2021 liquidierte das Putin-Regime die NGO, 2022 erhielt Memorial gemeinsam mit einer ukrainischen und einer belarussischen Organisation den Friedensnobelpreis. Im selben Jahr verließ Scherbakowa ihr Heimatland und lebt heute in Berlin und Tel Aviv. Sie ist Vorstandvorsitzende der in Berlin gegründeten Exilorganisation Zukunft Memorial, gehört dem Kuratorium der Gedenkstätte Buchenwald an und ist Ehrenmitglied des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung Berlin. Im Januar 2026 erhielt sie zusammen mit Julia Nawalnaja den Ludwig-Beck-Preis für Zivilcourage der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Jennie Seitz, seit 2013 freischaffende Übersetzerin aus dem Russischen, hat u. a. Nadeschda Tolokonnikowa, Oleg Senzow, Dmitry Glukhovsky ins Deutsche gebracht und überträgt regelmäßig journalistische Texte für das Russland-Portal Dekoder. Für Katerina Gordeevas Nimm meinen Schmerz war sie 2024 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.


Ruth Altenhofer übersetzt Literatur, Dramatik und Autorencomics aus dem Russischen.  Seit 2015 ist sie im Team von Dekoder. Ihre Übersetzungen von Sasha Filipenkos Romanen wurden mit dem Perewest-Stipendium (2021) und dem Sacher-Masoch-Preis (2025) ausgezeichnet.


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