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Der Schneeleopard

Aitmatow, Tschingis (09.07.2008)
Produktinformationen "Der Schneeleopard"
  • Unionsverlag
  • Aitmatow, Tschingis
  • Hitzer, Friedrich
  • 978-3-293-20427-0
  • 09.07.2008
  • 320 Seiten
  • 115 x 190 (B/H)
  • 330
  • Unionsverlag Taschenbücher
  • deutsch
  • Kogda padajut gogi. Wetschnaja Newesta (St. Petersburg, 2006)
  • rus
  • 10
  • 7 %
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  • Eintauchen
  • Taschenbuch
  • Taschenbuch

Für beide scheint es keinen Platz mehr zu geben – weder für den alten Schneeleoparden Dschaa-Bars noch für den unabhängigen Journalisten Arsen, der gegen Oligarchen und Fanatiker anschreibt.

Die Zeit scheint für beide abgelaufen. Der einst unbezwingbare Schneeleopard Dschaa-Bars fühlt seine Kräfte schwinden und will sich zum Sterben in ein unzugängliches Tal im kirgisischen Hochgebirge zurückziehen. Und Arsen Samantschin, der unabhängige Journalist, wird von der Welle des entfesselten Kommerzes in seiner Heimat überrollt. Die Medien kuschen, Oligarchen und Fanatiker drängen sich vor, und seine große Liebe, die Sopranistin Aidana, feiert als Popstar Triumphe.
Das Schicksal führt Arsen und den Schneeleoparden in einer atemberaubenden Wendung zusammen: arabische Prinzen haben sich zu einer luxuriösen Jagdpartie angekündigt. Arsen soll sie als Tourmanager und Dolmetscher begleiten. Aber nicht alle im Dorf wollen es hinnehmen, dass es bei diesem Geschäft so wenige Gewinner und so viele Verlierer gibt.

Rezensionen „Der Schneeleopard"

»Ein packender Gesellschaftsroman, der über den Sog eines Thrillers verfügt.«
natur + kosmos (Claus Biegert)

»Geschickt verzwirnt Aitmatow seine beiden Parallelgeschichten und führt den Roman an ein berührendes Ende.«
ZDF / 3Sat Denkmal (Kerstin Achenbach)

»Aitmatows neuester Roman ist eine packende Neubelebung der Mythen seiner Heimat, Gesellschaftskritik und ein Hohelied auf die Liebe zugleich.«
bn.bibliotheksnachrichten (Eva Unterhuber)

»Ein Meisterwerk des kirgisischen Autors Tschingis Aitmatow, der alte Mythen mit neuem Leben erfüllt.«
Österreichisches Magazin (Rudolf Mettinger)

»›Der Schneeleopard‹ ist kein leichtgängiges Buch – aber ein fürchterlich ergreifendes. Es ist geschrieben in einer Sprache wie aus altem Samt, es ist die Geschichte von Legenden und Fabeln, die zusammen erzählt wieder neue Legenden und Fabeln ergeben. Aitmatow schafft es, die Tradition der Legendenerzählung hinüberzuretten in eine moderne Alltagswelt des 21. Jahrhunderts. Einmal mehr wird klar: Ihn einen Schriftsteller zu nennen, wäre eine Beleidigung. Der Mann ist ein Dichter.«
Norddeutscher Rundfunk (Korinna Henning)

»Aitmatow ist ein scharfsichtiger Zeitgenosse geblieben. Schon früh erkannte er die Gefährdung der Umwelt – nicht nur in seiner kirgisischen Heimat, aber dort ganz besonders. Zugleich nahm er jedoch aktiv am technischen Fortschritt teil, dessen positive Seiten er seit je bejaht. Seine Aussage ist unmissverständlich: Der Mensch hat Maß und Kompass verloren, er ist drauf und dran, seine unerschöpflich scheinende Grundlage, die Natur, zu zerstören, weil er trotz seiner immensen Möglichkeiten nicht imstande ist, einen Mensch, Tier und Pflanze verträglichen Rahmen zu schaffen.«
Die Wochenzeitung (Paul L. Walser)

»Ein hoch dramatischer Plot, ein Thriller fast, in den Aitmatow unaufdringlich kirgisische Mythen und Legenden einflechtet, etwa diejenige von der ›Ewigen Braut‹, die in den Bergen nach ihrem verschollenen Geliebten sucht. Eine Geschichte, die sich auf ganz eigene Weise dem Phänomen des Terrorismus nähert und dessen Wurzel in der Armut sucht.«
Berner Zeitung (Daniel Zahno)

»Eine magische Komposition des in Kirgisistan geborenen Autors, der sein Land warnt, weil die Natur verkauft wird und Berge einstürzen.«
Kurier (Peter Pisa)

»Ohne Zweifel ein emotionsgeladenes Manifest für seine Heimat, die im neuen wirtschaftlichen Gefüge ihren Platz finden muss. Opfer sind da unerlässlich. Doch lässt Aitmatow einen Schimmer aufleuchten, der als Hoffnung durchgehen kann: Der heimische Mythos siegt am Ende über alles.«
Badische Zeitung (Constance Frey)

»Es passiert, es passiert auch heute noch, dieses seltene Geschenk eines Buches, das vom ersten Augenblick an strahlt. Das sind die Momente in denen man plötzlich entspannt, aller Druck abfällt und man sich dankbar der Größe eines Autors und eines Textes hingibt. Zu diesen Büchern gehört ›Der Schneeleopard‹.«
Westtropolis online (Christian Scholze)

Biografie – Aitmatow, Tschingis

Autorenbild
Aitmatow, Tschingis
Tschingis Aitmatow, 1928 in Kirgisien geboren, arbeitete nach der Ausbildung an einem landwirtschaftlichen Institut zunächst in einer Kolchose. Nach ersten Veröffentlichungen zu Beginn der Fünfzigerjahre besuchte er das Maxim-Gorki-Literaturinstitut in Moskau und wurde Redakteur einer kirgisischen Literaturzeitschrift, später der Zeitschrift Novyj Mir. Mit der Erzählung Dshamilja erlangte er Weltruhm. Tschingis Aitmatow verstarb am 10. Juni 2008 im Alter von 79 Jahren.

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