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Der kretische Gast

Modick, Klaus (17.08.2017)
Produktinformationen "Der kretische Gast"
  • Kiepenheuer & Witsch
  • Modick, Klaus
  • 978-3-462-05105-6
  • 17.08.2017
  • Taschenbuch
  • 592 Seiten
  • 125 x 33 x 190 (B/T/H)
  • 427
  • deutsch
  • 8. Auflage
  • 7 %
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  • Taschenbuch
  • Taschenbuch

»Ein Balanceakt zwischen historischer Recherche, Abenteuerroman, Liebesromanze und Hommage an eine Insel« Hajo Steinert, Deutschlandfunk.

  • Seit dem Erscheinen im Jahr 2003 ein Longseller und Lieblingslektüre aller Kreta-Urlauber»Ein kluges Buch« Der Spiegel»Wieder einmal meistert Klaus Modick einen gewichtigen Stoff glänzend. Leicht und doch tiefgründig erzählt er von Feigheit und Mut, von Schuld und Vergebung.« Brigitte

Eine ergreifende Geschichte über Liebe, Loyalität und Moral im Angesicht des Krieges.

Kreta, 1943: Der deutsche Archäologe Johann Martens hat den Auftrag, für die Wehrmacht die Kunstschätze der besetzten Insel zu katalogisieren, die sich als Beutegut für Hitlers Germanisches Museum eignen. Der Einheimische Andreas wird zu seinem Fahrer und Führer, doch schon bald verbindet die beiden Männer mehr als nur ihre Arbeit. Je mehr Zeit Martens auf Kreta verbringt, desto stärker fühlt er sich von der Lebensart der Inselbewohner und der Schönheit von Andreas' Tochter Eleni angezogen. Als die Deutschen eine Razzia planen, steht Martens vor einer folgenschweren Entscheidung.

Klaus Modicks Roman Der kretische Gast ist ein fesselnder Liebesroman und packender historischer Roman zugleich. Mit fundierten Recherchen und einfühlsamen Charakteren zeichnet er ein lebendiges Bild der Zeit zwischen den Vierzigerjahren und den Jahrzehnten danach, zwischen der Hitze des kretischen Sommers und der Kälte des Hamburger Winters. Ein hochaktueller Roman, der Fragen nach Moral, Verantwortung und der Macht der Liebe in Zeiten des Krieges aufwirft.

Rezensionen „Der kretische Gast"

»Ein unglaublich raffiniertes Werk, das zum packenden Hochkaräter heranwächst und trotz seiner fiktiven Handlung überaus authentisch wirkt.«
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Lovis Binder)

»Modick schafft auf bewundernswerte Weise den Spagat zwischen Intellekt und Gefühl, was derzeit nur wenige deutschsprachige Autoren vermögen. Der Grundton des Buchs ist Ausdruck von großem Humanismus, der die Grenzen von Volk und Nationalität überwindet.«
Lesart (Andreas Friedrich)

»Modick erzählt schlüssig und glaubwürdig, spannend und anschaulich, humorvoll und ironisch, häufig nachdenklich. Der Autor erzeugt Dramatik und Spannung wie in einem Abenteuerroman.«
NDRkultur (Stefan Berkholz)

»Eine packend geschriebene Geschichte und eine Art historischer Roman, eine literarische Aufarbeitung deutscher Vergangenheit und eine Liebeserklärung an Kreta.«
literaturkritik.de (Oliver Seppelfricke)

» Der kretische Gast hat viele Facetten: Der Generationenkonflikt, das Schweigen der Väter, die am Krieg teilgenommen haben, und die Geschichte Kretas während des Zweiten Weltkriegs halten das Erzählgefüge zusammen. Dem Sog dieser schier unglaublichen Geschichte kann man sich kaum entziehen.«
Radio Bremen (Katrin Krämer)

»Geschmeidiger Romancier der er ist, hat sich Modick einen interessanten und noch wenig abgegriffenen zeithistorischen Erzählstoff ausgesucht – Krieg als abenteuerlicher Hintergrund einer packenden Story von einem, der quasi als Feldforscher eine fremde Kultur betritt und dem Going Native verfällt, mit allen riskanten Folgen.«
Literaturen (Sigrid Löffler)

»Eine Liebeserklärung an Kretas archaische Schönheit und seine Einwohner.«
Focus (Sigrid Löffler)

»Das Buch zeichnet sich durch eine für einen deutschen Autor außergewöhnliche epische Kraft aus.«
Stader Tageblatt (Sigrid Löffler)

»Vergangenheit und Gegenwart vermischen sich zu einem spannungsgeladenen Drama über Familienbande und Freundschaft, über Schuld und Sühne.«
NDR1 (Margarete von Schwarzkopf)

» Der kretische Gast ist zum einen ein mitreißender Roman über die Lebenslüge eines großen Teils der bundesrepublikanischen Vätergeneration; zum anderen eine abgründige Meditation über die Ortlosigkeit des Menschen, über die Suche nach Ersatz für die verlorene Heimat. Ein bewegender, in der Figurenzeichnung nie typisierender Roman über Mitläufertum und Freiheitskampf, über Liebe, Verrat und Tod.«
Deutsche Welle (Christoph Vormweg)

»Ohne Schnörkel in direkter Sprache ist ein abenteuerlicher Roman über Eigenverantwortung und Verrat, über Bedrohungen des Ich und über Liebe entstanden, ohne den historischen Stoff zu dämonisieren oder zu bagatellisieren.«
rbb Antenne Brandenburg (Christoph Vormweg)

»Wieder einmal meistert Klaus Modick einen gewichtigen Stoff glänzend. Leicht und doch tiefgründig erzählt er von Feigheit und Mut, von Schuld und Vergebung.«
Brigitte (Christoph Vormweg)

»Modicks Buch ist eine Liebeserklärung an Kreta und eine Geschichte über persönliche Verantwortung. Seine Kunst ist es, beides ohne Pathos zu erzählen.«
Maxim (Christoph Vormweg)

»Ein starkes Buch voller aussagekräftiger Bilder, das von seiner literarischen Sprache lebt, und Liebhaber/innen intelligenter Spannung einen wahren Lesegenuss bietet.«
Österreichischer Bibliotheksdienst (Michaela Grames)

»Einfühlsam und bildhaft, fast im Stil eines Polit-Krimis, beschreibt Klaus Modick die Sinnlosigkeit des Krieges. Die nationalen Interessen der Kriegsparteien verbünden sich unheilvoll mit übersteigerten und naiven Erwartungen der Partisanenkämpfer. Und in all diesen Wirren versuchen die Beteiligten auch noch ihr persönliches Glück zu retten. Dem Leser erscheinen alle diese Szenen beklemmend aktuell.«
Westdeutsche Zeitung (Claudia Utermann)

»Ein üppiger Roman, ein handlungs- und atmosphäresatt erzähltes Drama. Die Insel ist ganz unverhohlen die eigentliche Heldin dieses Romans, dessen Lektüre man allenfalls vorzeitig abbrechen möchte, um unverzüglich nach Kreta zu reisen.«
Hannoversche Allgemeine Zeitung (Thomas Schaefer)

»Der kretische Gast liest sich wie ein Abenteuerroman, trotz des ernsten Themas. Modick gelingt es, die großen Fragen von Schuld und Sühne in eine leicht verdauliche Geschichte einzuweben. Ein mitreißender Erzähler.«
NDR (Heide Soltau)

»Eine packende Geschichte, und doch weit entfernt vom bloßen Abenteuerroman vor historischer Kulisse. Klaus Modick hatte nie Scheu, zu seinem Anspruch zu stehen, dass Literatur auch unterhalten müsse. Und doch biedert sich sein Buch nicht an. Er entwickelt eine feine Balance zwischen Dramatik und Stille.«
Die Presse (Susanne Schaber)

»Ein mitreißendes Stück Fiktion, das den Leser unweigerlich in den Sog der geschilderten Ereignisse geraten lässt. Am Beispiel eines Helden wider Willen beleuchtet Modick die Fragwürdigkeit der Begriffe Schuld und Sühne. Romantisch verklärt wird dabei nichts.«
Nürnberger Nachrichten (Birgit Nüchterlein)

»Zweifellos ein wichtiges Buch. Das Thema der deutschen Besatzung Kretas ist bis heute weitgehend marginalisiert, und dass die Wehrmacht auch verbrecherisch agierte, wird immer noch angezweifelt. Hervorzuheben ist dabei, daß Modick diese Themen differenziert behandelt – keiner der Handlungsträger des Romans ist frei von menschlichem Fehlverhalten.«
Athener Zeitung (Thomas Plaul)

»Klaus Modick ist ein Meister des anspruchsvollen Unterhaltungsromans. Sein Buch bietet über 400 Seiten eine atemlose Lektüre. Abenteuerroman, Kriegsroman und Liebesroman zugleich, bearbeitet er ein Thema, das in der deutschsprachigen Literatur kaum behandelt wurde.«
Der Tagesspiegel (Martin Luchsinger)

»Eine Stimme von einer epischen Kraft, wie sie in der deutschen Literatur seit Sten Nadolnys ‚Entdeckung der Langsamkeit‘ nicht mehr zu vernehmen war. Eine atemberaubende Geschichte. Das Buch atmet sowohl aufrichtigen, differenzierten Moralismus als auch rigorose Wildheit und Lebensfreude. Ein Buch, das keinen mehr loslassen wird.«
Sächsische Zeitung (Jens-Uwe Sommerschuh)

»Ein packender Roman, der die Einsamkeit menschlicher Entscheidungen und moralischer Verantwortung in einer Schärfe herausarbeitet, wie man sie von den Dramen Sartres kennt – und sie mit der unendlichen Leichtigkeit einer hedonistischen, bis zur Verwirrung offenen Lebensweise konfrontiert.«
Tages-Anzeiger, Schweiz (Martin Ebel)

»Modick arbeitet stimmig historisches Quellenmaterial ein, arbeitet ein weitgehend unbekanntes Kapitel deutscher Geschichte spannend für alle Lesergenerationen auf und setzt, weil hier einer – selten genug in der deutschen Literatur – ohne großes Federlesen erzählt, einfach erzählt, das deutsche Schimpfwort ‚Schmöker‘ außer Kraft.«
Die Welt (Hajo Steiner)

»Modicks souverän konstruierter Roman wird von einer Erzähllust vorangetrieben, wie sie sonst nur in lateinamerikanischer Prosa begegnet. Meisterhafte Prosa.«
NZZ (Jochen Hörisch)

»Wie schon in früheren Büchern gelingt es Klaus Modick auch im neuen Roman Der kretische Gast ein großes Thema leicht zu erzählen. Er fragt nicht nur, wie Schuld entsteht und welche Last sie für die nachfolgenden Generationen bedeutet, sondern macht klar, wie verhängnisvoll es sein kann, sich aus allem raushalten zu wollen. Ein kluges Buch.«
Der Spiegel (Jochen Hörisch)

Biografie – Modick, Klaus

M
Modick, Klaus

Klaus Modick, geboren 1951, studierte in Hamburg Germanistik, Geschichte und Pädagogik, promovierte mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt nach diversen Auslandsaufenthalten und Dozenturen wieder in seiner Geburtsstadt Oldenburg. Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Nicolas-Born-Preis, dem Bettina-von-Arnim-Preis, dem Rheingau Literatur Preis und zuletzt dem Hannelore-Greve-Preis. Zudem war er Stipendiat der Villa Massimo sowie der Villa Aurora. Zu seinen erfolgreichsten Romanen zählen »Der kretische Gast« (2003), »Sunset« (2011), »Konzert ohne Dichter« (2015) und »Keyserlings Geheimnis« (2018).  Zuletzt erschien »Leonard Cohen« (2020) und der Roman »Fahrtwind« (2021) sowie (mit Bernd Eilert) »Nachlese. Hundert Bücher – Ein Jahrhundert« (2024).

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