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Effingers

Tergit, Gabriele (19.02.2019)
Produktinformationen "Effingers"
  • Schöffling
  • Tergit, Gabriele
  • 978-3-89561-493-4
  • 19.02.2019
  • Hardcover
  • 904 Seiten
  • 127 x 207 (B/H)
  • 931
  • deutsch
  • 1
  • 7 %
  • Entspannen
  • Eintauchen
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • • Uraufführung an den Münchner Kammerspielen Spielzeit 2021/2022• Ab Oktober 2021 sendet Bayern 2 radioTexte eine vierteilige Lesung der »Effingers«• Bestsellerliste Independent April (Platz 17)• Jahresbesteller 2019 (Platz 92)• Spiegel Bestsellerliste• 125. Geburtstag am 4. März 2019• Erstmals erschienen 1951 bei Hammerich & Lesser, Hamburg
Die Familien Goldschmidt und Oppner, Seelenverwandte der Buddenbrooks, wohnen in der Tiergartenstraße in Berlin. Sie sind Bankiers und Kunstmäzene, begabt und empfindsam, und spätestens nach dem ersten Weltkrieg beginnen ihre bürgerlichen Gewissheiten zu bröckeln. Auch die prachtvollen Feste können nicht mehr über den sich immer brutaler äußernden Antisemitismus in der Gesellschaft hinwegtäuschen. Die Auflehnung der jungen Generation wirbelt die gutbürgerlichen Familien zusätzlich durcheinander. Effingers ist eine Familienchronik über vier Generationen, die die Epochenbrüche und das besondere Schicksal einer jüdischen Familie beobachtet, deren Mitglieder glühende Patrioten und Preußen waren. Temporeich, vielstimmig und historisch präzise bis ins kleinste Detail zeichnet der Roman die wechselnden Zeitstimmungen und die sich drastisch wandelnden Sitten nach - besonders beeindrucken dabei die Frauen der großen Familie, die sich nach 1918 neu erfinden müssen.Gabriele Tergit setzt dem Denken und Fühlen, der hohen Kultur der Berliner Juden ein Denkmal - ihre Trauer um den Verlust und die fast völlige Zerstörung ihrer Heimatstadt Berlin schwingen in jedem Satz mit.

Rezensionen „Effingers"

»Effingers von Gabriele Tergit ist ein bewegtes und bewegendes Familienepos.«Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier»Geprägt von präganten Charakteristiken, pointierten Dialogen und lakonischen Bemerkungen, zwar mal melancholisch, mal bitter, mal sarkastisch, aber nie lamentös und nicht anklagend, dabei voll blitzendem Witz.« Erhard Schütz / Die Welt»Dass dieses Buch nicht längst ein fester Bestandteil des deutschen literarischen Kanons ist, halte ich für einen Skandal.« Thea Dorn / Das literarische Quartett»Es gibt keinen anderen Roman, der wie dieses Werk, das untergegangene Berlin und die Welt der jüdischen Berliner rettet. Er ist von einer verstörenden Wahrhaftigkeit.« Jens Bisky / Süddeutsche Zeitung»Dieses famose, lebensfrohe, optimistische und tieftraurige Panoptikum des jüdischen Deutschlands muss seinen festen Platz im deutschen Kanon finden und behalten. Es ist ein großes Fest.« Volker Weidermann / Literaturspiegel»Das umfangreiche Buch ist, um es mit drei deutlichen Worten zu sagen, erstaunlich, mutig und bedeutend.« Axel Eggebrecht / NDR »Die Autorin hat eine verschwundene Welt für die nächsten Generationen festgehalten.« Dorothee Wahl / Frankfurter Rundschau»Wer es liest, wird die beschriebenen Menschen über viele Jahrzehnte begleiten und manche davon sehr ins Herz schließen.« Sabine Rohlf / Berliner Zeitung»Eine Mischung aus Pageturner und höchstem literarischen Anspruch.« Tobias Schwartz / Der Tagesspiegel»Effingers ist ein betörend sinnlicher Jahrhundertroman, der vor allem durch atmosphärische Dichte und kulturgeschichtlichen Perspektivenreichtum fesselt.« Oliver vom Hove / Der Standard»Feministische Buddenbrooks.« Axel Brüggemann / Jüdische Allgemeine»Sie schreibt so konkret, nüchtern, am Alltagsleben interessiert, dass man quasi selbst durch das sich zur modernen Großstadt mausernde Berlin spaziert.« Marie Schmidt / Süddeutsche Zeitung»Ich habe selten erlebt, dass Geschichte oder Vergangenes für mich so nah war.« Anna Brüggemann / WDR 3»Effingers ist ein Denkmal für die vernichtete Kultur des assimilierten Judentums in Deutschland.« Julia Haungs / SWR Zeitwort


Biografie – Tergit, Gabriele

T
Tergit, Gabriele
"Gabriele Tergit (1894-1982), Journalistin und Schriftstellerin, schrieb drei Romane, zahlreiche Feuilletons und Reportagen sowie posthum veröffentlichte Erinnerungen. 1933 emigrierte sie nach Palästina, 1938 zog sie mit ihrem Mann nach London. Von 1957 bis 1981 war sie Sekretärin des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland. Ihre Gerichtsreportagen machten sie berühmt und markierten den Beginn ihrer literarischen Karriere.Nicole Henneberg, geboren 1955 in Hof, Studium der Komparatistik und Philosophie in Berlin und Paris, schreibt als freie Autorin und Literaturkritikerin für Zeitungen und Zeitschriften, u.a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und den Berliner Tagesspiegel. Außerdem verfasste sie mit Fred Oberhauser den "Literarischen Führer Berlin"."

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