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Hundert Briefe

Unseld, Siegfried (24.09.2024)
Produktinformationen "Hundert Briefe"
  • Suhrkamp
  • Unseld, Siegfried
  • 978-3-518-22560-8
  • BS 1560
  • 24.09.2024
  • Hardcover
  • 468 Seiten
  • 146 x 32 x 220 (B/T/H)
  • 656
  • Bibliothek Suhrkamp (1560)
  • deutsch
  • 1
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
  • Verstehen
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • 100. Geburtstag Siegfried Unselds am 28. September 2024 mit Ausstellungen und Veranstaltungen in Marbach, Frankfurt am Main und Berlin

Zum 100. Geburtstag von Siegfried Unseld

Für Siegfried Unseld waren Briefe nicht nur eine Arbeits-, sondern auch eine Lebensform. In ihnen ordnet er seine Gedanken. Sie begleiten und festigen Freundschaften. Sie helfen auf seinem beispiellosen Weg. Wichtige Förderer wie Hermann Hesse oder Peter Suhrkamp lernen ihn zunächst schriftlich kennen. Auch später, als das Reisen und Telefonieren leichter, üblich wird, legt der berühmte Verleger größten Wert auf seine Korrespondenz.

Über ein halbes Jahrhundert hinweg verschickte Siegfried Unseld täglich zahlreiche Briefe. So finden sich in den Archiven heute über 50.000 eigenhändig geschriebene oder auch diktierte Schreiben. Aus dieser Fülle haben die Herausgeber 100 exemplarische Briefe ausgewählt und kenntnisreich kommentiert. In dem, was Siegfried Unseld Ingeborg Bachmann, Samuel Beckett, Ignatz Bubis, Hans Magnus Enzensberger, Max Frisch, Henry Kissinger, Autorinnen wie Autoren, Verlegern, Journalistinnen mitteilte, spiegelt sich nicht nur Unselds Denken. Diese Briefe dokumentieren eindrucksvoll und vielfältig die intellektuelle Geschichte der Bundesrepublik.

Rezensionen „Hundert Briefe"

»Ein wirklich einmaliger Blick in die Literaturgeschichte von jemandem, für den Briefe eine Arbeits- und Lebensform waren.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Julia Encke)

»Die Herausgeber des Briefbandes ... [geben] gewissenhaft und souverän Auskunft über alles, was sich nicht sofort selbst erschließt ... So ist das größte Kompliment, das man diesem hervorragend edierten Band machen kann, dass die Auswahl der hundert Briefe rasch als zu gering erscheint.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Tilman Spreckelsen)

»Im Brief kam der Verleger zu sich selbst.«
Süddeutsche Zeitung (Thomas Steinfeld)

»Eine Fundgrube ...«
der Freitag (Philipp Haibach)

»[Das] vielleicht wichtigste deutschsprachige Buch des bisherigen 21. Jahrhunderts ...«
DIE ZEIT (Alexander Cammann zu Siegfried Unseld, »Chronik«)

»[Hundert Briefe] zeichnet ein intellektuelles Panorama ... Als literarisches Großepos sind Unselds Briefe noch zu entdecken ...«
SWR (Jörg Magenau)

»... eine lesenswerte Literaturgeschichte.«
Südweste Presse (Jürgen Kanold)

»[Hundert Briefe erscheint] zum denkbar passendsten Zeitpunkt ... Zugleich zeichnen sie ein aufschlussreiches Bild [von Unselds] verlegerischer und intellektuellen Haltung.«
Jungle World (Benjamin Schlodder)

»Eine faszinierende Persönlichkeit, die einem in diesen Briefen näherkommt.«
Evangelisches Gemeindeblatt (Benjamin Schlodder)

Biografie – Unseld, Siegfried

U
Unseld, Siegfried

Siegfried Unseld wurde am 28. September 1924 in Ulm geboren und starb am 26. Oktober 2002 in Frankfurt am Main. Nach dem Abitur wurde er im Zweiten Weltkrieg zum Kriegsdienst einberufen und war drei Jahre lang, bis 1945, als Marinefunker im Einsatz. Nach seiner Rückkehr absolvierte er beim Ulmer Aegis Verlag eine Lehre als Verlagskaufmann. 1947 erhielt er durch die Vermittlung von Professor Weischedel die erstrebte Zulassung an der Universität Tübingen und studierte dort Germanistik, Philosophie, Nationalökonomie, Völkerrecht, Bibliothekswissenschaften und Sinologie. Seinen Lebensunterhalt bestritt Unseld als Werkstudent. Bis 1950 arbeitete er im Verlag J. C. B. Mohr in Tübingen. 1951 promovierte er mit einer Dissertation über Hermann Hesse zum Dr. phil. 1952 trat er in den Suhrkamp Verlag ein, wurde 1958 Gesellschafter der Suhrkamp Verlag KG und übernahm nach dem Tod Peter Suhrkamps die Verlagsleitung. Neben seiner beruflichen Tätigkeit besuchte er 1955 das von Henry Kissinger geleitete Internationale Seminar der Harvard Universität in Cambridge/Mass. (USA). Unseld führte die Verlage Suhrkamp und Insel und den 1981 von ihm gegründeten Deutschen Klassiker Verlag bis zu seinem Tod im Jahr 2002.


Ulrike Anders arbeitete fünf Jahre lang im Suhrkamp Verlag und lebt als Buchhändlerin, Buchwissenschaftlerin und Lektorin in Essen. Mitherausgeberin der Chronik Siegfried Unselds und des Briefwechsels zwischen Bernward Vesper und Gudrun Ensslin.
Jan Bürger, Literaturwissenschaftler und Schriftsteller, leitet das Siegfried Unseld Archiv im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Neben einer Edition aus den Werktagebüchern von Wilhelm Genazino erschien von ihm zuletzt Zwischen Himmel und Elbe. Eine Hamburger Kulturgeschichte.
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