Ja, Schnecke, ja
Snela, Jan (15.02.2025)Ja, Schnecke, ja · Snela, Jan
Roman | Nominiert für den Anna-Haag-Preis und den Franz-Tumler-Literaturpreis
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- Verlag: Klett-Cotta
- Autor: Snela, Jan
- ISBN: 978-3-608-96240-6
- Veröffentlichung: 15.02.2025
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 416 Seiten
- Maße: 128 x 210 (B/H)
- Gewicht: 510
- Sprache: deutsch
- Auflage: 1. Auflage 2025
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
- So gewagt wie Clemens J. Setz, so schräg wie Barbi Marković, so raffiniert wie die Haikus von Bashō und Issa
100 Beste Bücher des Jahres der ZEIT
SWR-Bestenliste März 2025
Nominiert für den Franz-Tumler-Literaturpreis 2025
Nominiert für den Anna-Haag-Preis 2025
»Wie lange es noch diesem Wahnsinn standhält, das an und für sich ja wohl standhafte Haus?«
Jan Snela erzählt in seinem Roman von dem großen Durcheinander, in dem wir stecken: wir Menschen, wir Tiere, wir Pflanzen. Davon, wie wir einander begegnen können. Und von der Liebe in ihren mannigfaltigen Spielarten: zwischen einem Mann und einer Frau, zwischen Robotern, Menschen und anderen Lebewesen, zwischen östlicher und westlicher Tradition.
»Jan Snelas eigentliches Thema ist die Sprache, die er wählt – oder die ihn wählt – für diese Geschichte aus der fantastischen Welt eines einsam in seinem Zimmer zurückgelassenen Dichters epischer Kurznachrichten. Kaum ein anderer Autor seiner Generation schafft es, Poesie und Komik so miteinander zu verquicken, dass sie auch noch identisch sind.« Katja Lange-Müller
Dass es Amanda an die japanische Frauenuniversität nach Nara zieht, um eine außergewöhnliche Schneckenart zu untersuchen, ist ihrem Freund Hannes suspekt. Die Elysia Marginata kann sich von ihrem Körper trennen, und auch Hannes fühlt sich, alleingelassen mit Amandas Mäusen Isidor und Isadora, wie ein abgeworfenes Schneckenglied. Flieht Amanda vielleicht gar vor ihrer gemeinsamen Zukunft? Lieber nicht zu viel darüber nachdenken. Stattdessen: Überlange Textnachrichten an Amanda, die Mäuse ignorieren, das Haus nicht verlassen. Die verfahrene Situation ändert sich erst, als Hajo in Hannes‘ Leben tritt, dessen Zuneigung aber eigentlich dem Mäusepaar gilt ... Mit einem glänzenden Sinn für Humor entlockt Jan Snela der Sprache – mal in fluffiger Haibun-Prosa, mal in betörenden Haiku-Miniaturen – die ihr innewohnende Fantasie und erkundet, welche bemerkenswerten Antworten auf die großen Fragen unserer Gegenwart sich hinter dem Geheimnis von Augenblick und Vergänglichkeit verbergen.
Rezensionen „Ja, Schnecke, ja"
»Wenn wir es nach wie vor ernst meinen würden mit der Behauptung, dass Deutschland eine Kulturnation ist, dann müsste dieses Buch flächendeckend gelesen werden, unter anderem auch deshalb, weil es vielleicht auf seine tastende und sanft befragende Weise einen besseren Weg in die Zukunft weist.« Juli Zeh, Edle Federn, 02. März 2026Edle Federn (Juli Zeh)
»›Ja, Schnecke, ja‹ ist ein wahrscheinlich wirklich einzigartiger Text. […] Was sie dabei wirklich konsumieren, ist Hochliteratur. Voller Witz, Philosophie, Beobachtungsreichtum, Sprachspielen und einer Welthaltigkeit, die, zumal die Geschichte in Deutschland und in Japan spielt, auch noch Kontinente miteinander verbindet.« Juli Zeh, Edle Federn, 02. März 2026
Edle Federn (Juli Zeh)
»Nichts und niemand bleibt hier in überholten Formen stecken. Sein Roman ›Ja, Schnecke, ja‹ bietet dem Animismus die ganz große Bühne und feiert alles, was die Brutalos dieser Welt gerade zertrampeln wollen: Rhythmus, Klang und Fantasie.« Jutta Person, Die Zeit, 28. November 2025
Die Zeit (Jutta Person)
»›Ja, Schnecke, ja‹ ist ein gleichermaßen stilles wie schillerndes Plädoyer für das nicht Festgelegte. Aber auch für das Nicht-Aufgeben-Wollen der Liebe. Die Worte "ich liebe dich" fallen auf 420 Seiten keinmal. Und dennoch spürt man von Amandas "drag & drop"-Einkäufen bis zum Hannes’schen Haiku: das sind Fragmente vieler Sprachen der Liebe.« Undine Fuchs, Deutschlandfunk, 04. Juni 2025
Deutschlandfunk (Undine Fuchs)
»Ein Sprachspiel, das diesen Roman so hinreißend macht. Voller Anklänge und Wunderkammern, unergründlich, weshalb man dieses Buch immer wieder lesen mag.« Silke Arning, SWR Kultur, 03. März 2025
SWR Kultur (Silke Arning)
»›Ja, Schnecke, ja‹ ist ein zärtlicher, selbstironischer, hingebungsvoll sprachverliebter Roman, der die großen Themen der Gegenwart gelassen verhandelt. Man könnte sich kein besseres Wappentier für diesen Japan-Roman vorstellen als die hermaphroditische Elysia in ihrer schwebenden Schönheit.« Meike Feßmann, Süddeutsche Zeitung, 18. Februar 2025
Süddeutsche Zeitung (Meike Feßmann)
»Was ist das? Ein Roman, ein Spokenwordepos auf vierhundert Seiten oder etwas ganz anderes? Auf jeden Fall ist das Langstreckendebüt des Stuttgarter Autors Jan Snela mit dem eher nach kurzen Distanzen klingenden Titel ›Ja, Schnecke, ja‹ die überraschendste, mutigste und, wenn man sich erst einmal auf den Ton eingelassen hat, kurzweiligste Literaturbeglückung dieses Jahres.« Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 13. Februar 2025
Stuttgarter Zeitung (Stefan Kister)
»Was schliessen wir daraus? Vielleicht, dass das Grosse, Mächtige fallen muss, während das Unscheinbare, Schwache überdauert. Die kleine Stelle im grossen Buch dieses wundersamen japanophilen Autors aus dem süddeutschen Raum kann uns aber auch noch etwas anderes lehren: Sie zeigt, wie gedankenlos wir oft mit liebgewonnenen, zu Redensarten erstarrten Vergleichen umgehen.« Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung, 27. September 2025
NZZ (Manfred Papst)
»[E]ine Sprache, die mehrere Sinne anspricht, hört man doch Snelas Sätze stets in sich klingen; Resonanzräume findend, in denen es noch lange nachhallt.« Julia Hubernagel, taz, 16. Februar 2025
taz (Julia Hubernagel)
»[Dieser Roman wird sicherlich zu den lesenswerten Romanen dieses Frühjahrs gehören]. [D]arauf kann man wirklich sehr gespannt sein.« Angela Gutzeit, Deutschlandfunk, 02. Januar 2025
Deutschlandfunk (Angela Gutzeit)
Biografie – Snela, Jan
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