»Klugheit ist die Kunst, unter verschiedenen Umständen getreu zu bleiben«
Kluge, Alexander & Kiefer, Anselm (15.10.2024)»Klugheit ist die Kunst, unter verschiedenen Umständen getreu zu bleiben« · Kluge, Alexander & Kiefer, Anselm
Mit zahlreichen bislang ungesehenen Bildern des erfolgreichen Künstlers
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Verlag: Suhrkamp
Autor: Kluge, Alexander & Kiefer, Anselm
Reihe: Bibliothek Suhrkamp (1557)
ISBN: 978-3-518-22557-8
Produktform: Hardcover
Veröffentlichung: 15.10.2024
- Verlag: Suhrkamp
- Autor: Kluge, Alexander & Kiefer, Anselm
- ISBN: 978-3-518-22557-8
- Bestellnummer: BS 1557
- Veröffentlichung: 15.10.2024
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 240 Seiten
- Maße: 144 x 20 x 220 (B/T/H)
- Gewicht: 493
- Reihe: Bibliothek Suhrkamp (1557)
- Sprache: deutsch
- Auflage: Originalausgabe
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Nebenlesemotive: Verstehen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
- Mit zahlreichen bislang ungesehenen Bildern Anselm KiefersVeranstaltungen zum Erscheinen
Über Verlässlichkeit in zerrissenen Zeiten
Anselm Kiefer und Alexander Kluge verbindet eine langjährige Freundschaft – und ein ästhetisches und analytisches Interesse an der zutiefst menschlichen Möglichkeit von Verlässlichkeit. Aber was genau ist das: Verlässlichkeit? Und wie hängt sie zusammen mit den vier Währungen – Macht, Liebe, Wahrheit, Geld –, die unsere Lebenszeit regieren? Was aber ist überhaupt Zeit? Und wie sind unsere Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft ineinander vermittelt?
»Unter verschiedenen Umständen getreu zu bleiben« – das kann nach Hölderlins Satz als Orientierung unseres Handelns gelten. Für Kluge und Kiefer liegt darin aber auch ein künstlerischer Auftrag, das existenziell und historisch Verstockte flüssig zu halten, die Toten nicht tot sein zu lassen und die noch Ungeborenen unter uns willkommen zu heißen.
Alexander Kluge und Anselm Kiefer lassen Bilder und Texte ineinander oszillieren – sie betreiben historische Tiefenbohrungen und hochaktuelle Gegenwartsdiagnostik. Und schärfen damit unsere poetische Aufmerksamkeit für das, was unsere vielgestaltigen Zeitläufte immer wieder zusammenhält.
Rezensionen „»Klugheit ist die Kunst, unter verschiedenen Umständen getreu zu bleiben«"
»... Kluge und Kiefer wirbeln das Denken gehörig durcheinander. Das ist produktiv, weil sie vorführen, was es heißt, in unübersichtlichen Situationen – und welche wären das nicht! – ›nicht irre zu werden‹ und dass der Geist zwar ›Präzision kennt‹, dass er aber ›zugleich sich im Ungefähren zu orientieren weiß‹.«taz.de (Jörg Magenau)
»... ein visuelles ›Erlebnis‹ der besonderen Art ..., eine geschickte Leserlenkung auf verschlungenen Pfaden, vielleicht auch als einen Wissens-Parcours quer durch Epochen, Gattungen, Autorinszenierungen.«
literaturkritik.de (Ulrich Klappstein)
Biografie – Kluge, Alexander
Alexander Kluge, geboren 1932 in Halberstadt, war Jurist, Autor, Filme- und Ausstellungsmacher; von sich selbst sagte Kluge jedoch: »Mein Hauptwerk sind meine Bücher.« Für sein Werk erhielt er viele Preise, darunter den Georg-Büchner-Preis und den Theodor-W.-Adorno-Preis, Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf und 2019 den Klopstock-Preis der Stadt Halberstadt. Alexander Kluge verstarb am 25. März 2026 in München.
»Ich bin und bleibe in erster Linie ein Buchautor, auch wenn ich Filme hergestellt habe oder Fernsehmagazine. Das liegt daran, daß Bücher Geduld haben und warten können, da das Wort die einzige Aufbewahrungsform menschlicher Erfahrung darstellt, die von der Zeit unabhängig ist und nicht in den Lebensläufen einzelner Menschen eingekerkert bleibt. Die Bücher sind ein großzügiges Medium und ich trauere noch heute, wenn ich daran denke, daß die Bibliothek in Alexandria verbrannte. Ich fühle in mir eine spontane Lust, die Bücher neu zu schreiben, die damals untergingen.«
Alexander Kluge (Dankesrede zum Heinrich-Böll-Preis, 1993)
Anselm Kiefer, 1945 in Donaueschingen geboren, studierte Jura und Romanistik, später Malkunst. Er war Schüler von Horst Antes und Joseph Beuys. Zu seinen bekanntesten Werken gehören Parsifal, Zweistromland und Mohn und Gedächtnis. 2015 ehrte ihn das Centre Pompidou in Paris mit einer großen Retrospektive.
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