Mama Odessa
Biller, Maxim (17.08.2023)Mama Odessa · Biller, Maxim
Roman
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- Verlag: Kiepenheuer & Witsch
- Autor: Biller, Maxim
- ISBN: 978-3-462-00486-1
- Veröffentlichung: 17.08.2023
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 240 Seiten
- Maße: 122 x 23 x 194 (B/T/H)
- Gewicht: 319
- Sprache: deutsch
- Auflage: 4. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
Über Liebe und Schmerz und die zerstörerische Macht der Geschichte
- Die literarische Hymne eines Sohnes auf seine Mutter und das Porträt einer großartigen, eigenwilligen und starken FrauEin zeitloser, europäischer Roman in der Tradition von Gaito Gasdanow, Isaak Babel und Joseph Roth»Absolut stark, hart, ehrlich und rührend - und das alles zusammen. Ein großes Buch!« Juri Andruchowytsch
Die Welt der russisch-jüdischen Familie aus Hamburg, um die es in Maxim Billers neuem Roman »Mama Odessa« geht, ist voller Geheimnisse, Verrat und Literatur. Wir lesen aber auch ein kluges, schönes und wahrhaftiges Buch über einen Sohn und eine Mutter, beide Schriftsteller, die sich lieben, wegen des Schreibens immer wieder verraten – und einander trotzdem nie verlieren.
Mit beeindruckender Leichtigkeit spannt Maxim Biller einen Bogen vom Odessa des Zweiten Weltkriegs über die spätstalinistische Zeit bis in die Gegenwart. Alles hängt bei der Familie Grinbaum miteinander zusammen: das Nazi-Massaker an den Juden von Odessa 1941, dem der Großvater wie durch ein Wunder entkommt, ein KGB-Giftanschlag, der dem Vater des Erzählers gilt und die Ehefrau trifft, die zionistischen Träumereien des Vaters, der am Ende mit seiner Familie im Hamburger Grindelviertel strandet, wo nichts mehr an die jüdische Vergangenheit des Stadtteils erinnert – und wo er aufhört seine Frau zu lieben, um sie wegen einer Deutschen zu verlassen. Dennoch scheint ständig ein schönes, helles Licht durch die Zeilen dieses oft tieftraurigen, außergewöhnlichen Buchs.
»Mama Odessa« ist ein literarisches Meisterstück von größter Präzision und poetischer Kraft, wie es auf Deutsch nur selten gelingt.
Rezensionen „Mama Odessa"
»... ein leichtes, schweres Meisterwerk - und das gegenwärtig beste erste Kapitel der deutschen Literatur«Süddeutsche Zeitung (Marlene Knobloch)
»Sollte Maxim Biller aufhören zu schreiben und ›Mama Odessa‹ tatsächlich sein letztes Buch bleiben, er hätte damit aufs Schönste sein Gelöbnis konterkariert. Gerade solche Bücher braucht unsere Zeit: Sie sind Zeugnis eines großen Humanismus und Ausdruck der unerschütterlichen Kraft des dichterischen Wortes.«
NZZ (Roman Bucheli)
»Biller versteht es, mal mit Ironie, mal mit Melancholie, immer aber in einem stillen, poetischen Ton die ganze Bandbreite der Familiendynamik aufzufächern, am schönsten ist doch die Mutter-Sohn-Beziehung.«
Abendzeitung München (Hüseyin Ince)
»Sentimentalität und ein ganz direkter Humor sind bei Maxim Biller nie ein Widerspruch, so liebevoll hat er sie aber noch nie verbunden. Beiden titelgebenden Sujets wird Mama Odessa aufs Bedrückendste und Rührendste gerecht.«
Der Standard (Michael Wurmitzer)
»Billers Figuren sind das Gegenteil der Alles-gut-Menschen. Sie sind von Entscheidungen, Reue und Widersprüchen komplex geflochtene Wesen, und Biller folgt ihren Fasern, ohne zu konstruieren, ohne zu korrumpieren.«
Süddeutsche Zeitung (Marlene Knobloch)
»Literatur tritt hier nicht mit dem Anspruch auf, den Menschen besser zu machen, sondern ist sich - völlig zu Recht - selbst genug.«
Welt am Sonntag (Marianna Lieder)
»... sein vielleicht zärtlichstes Buch«
Hamburger Abendblatt (Thomas Andre)
Biografie – Biller, Maxim
Maxim Biller, geboren 1960 in Prag, Autor vieler Romane, Theaterstücke und Essays. Billers Bücher wurden in neunzehn Sprachen übersetzt. Schon nach seinem literarischen Debüt »Wenn ich einmal reich und tot bin« wurde er von der Kritik mit Heinrich Böll, Wolfgang Koeppen und Philip Roth verglichen. Seine Great Jewish Novel »Biografie« (2016) nannte die SZ sein »Opus Magnum«, der Bestseller »Sechs Koffer« (2018) stand auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis. Und über »Mama Odessa« (2023), den großen Familienroman, hieß es in der NZZ, Biller feiere darin »die Vitalität des Erzählens«.
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