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Sechs Koffer

Biller, Maxim (08.08.2018)
Produktinformationen "Sechs Koffer"
  • Kiepenheuer & Witsch
  • Biller, Maxim
  • 978-3-462-05086-8
  • 08.08.2018
  • Hardcover
  • 208 Seiten
  • 123 x 20 x 194 (B/T/H)
  • 282
  • deutsch
  • 6. Auflage
  • 7 %
  • Entspannen
  • Buch gebunden
  • Hardcover

Eine berührende Familiengeschichte – und ein virtuoser literarischer Kriminalroman von großer politischer Aktualität

  • Ein virtuos konstruierter Roman über den Zusammenhalt einer Familie unter widrigen Umständen Literatur in Höchstform – und zugleich ein höchst spannender KriminalromanEin Buch über den langen Schatten des Totalitarismus des 20. Jahrhunderts, der bis in die Gegenwart reicht

Eine berührende Familiengeschichte – und ein virtuoser literarischer Kriminalroman von großer politischer Aktualität.

In jeder Familie gibt es Geheimnisse und Gerüchte, die von Generation zu Generation weiterleben. Manchmal geht es dabei um Leben und Tod. In seinem neuen Roman erzählt Maxim Biller von einem solchen Gerücht, dessen böse Kraft bis in die Gegenwart reicht. »Sechs Koffer« – die Geschichte einer russisch-jüdischen Familie auf der Flucht von Ost nach West, von Moskau über Prag nach Hamburg und Zürich – ist ein virtuoses literarisches Kunststück. Aus sechs Perspektiven erzählt der Roman von einem großen Verrat, einer Denunziation. Das Opfer: der Großvater des inzwischen in Berlin lebenden Erzählers, der 1960 in der Sowjetunion hingerichtet wurde. Unter Verdacht: die eigene Verwandtschaft. Was hier auf wenig Raum gelingt, sucht seinesgleichen in der deutschen Gegenwartsliteratur: eine Erzählung über sowjetische Geheimdienstakten, über das tschechische Kino der Nachkriegszeit, vergiftete Liebesbeziehungen und die Machenschaften sexsüchtiger Kultur-Apparatschiks. Zugleich ist es aber auch eine Geschichte über das Leben hier und heute, über unsere moderne, zerrissene Welt, in der fast niemand mehr dort zu Hause ist, wo er geboren wurde und aufwuchs. »Sechs Koffer« ist ein Roman von herausragendem stilistischen Können, elegantem Witz und einer bemerkenswerten Liebe zu seinen Figuren: Literatur in Höchstform – und spannend wie ein Kriminalroman.

»Wie hütet man ein Familiengeheimnis? Indem man es allen erzählt. Maxim Biller ist mit diesem Buch ein wahres Kunststück gelungen.« Durs Grünbein

»Dieser Roman ist ein kunstvoll geschliffener Edelstein. Immer wieder blitzt eine andere Facette auf, bricht ein anderer Schein hervor, eine neue geschliffene Seite. Eine Epoche ist darin eingeschlossen, die Härte einer Zeit, so rätselhaft klar. Großartig, nein, nicht artig, groß: Maxim Biller.« Robert Menasse

Rezensionen „Sechs Koffer"

»Große Literatur«
stern (David Baum)

»Kaum je hat man in den vergangenen 30 Jahren ein Werk deutscher Sprache gelesen, das so licht und verspielt und dabei so streng, ergreifend und konzis davon erzählte, was Familie-Sein heißt.Die großen, jüdisch-amerikanischen Erzähler Bernard Malamud, Isaac B. Singeroder Roth dürften für Biller […] von jeher die heimlichen Fixpunkte seines Schreibens gewesen sein. [Nun] hat er sich mit seinem neuen, ungleich strenger gefassten Roman Sechs Koffer tatsächlich in deren Sphären hinaufgeschrieben.«
spiegel.de (Peter Henning)

»Ein eleganter, flüssiger, böser, bitterer, pathetischer, todtrauriger Krimi«
FAS (Eleonore Büning)

»Elegant, ausdruckstark und musikalisch im Sprachstil.«
Die Presse (Thomas Rothschild)

»eine großartige Familiengeschichte [...] voller Witz und Melancholie«
Heilbronner Stimme (rik)

»tröstlich und trostlos zugleich«
neues deutschland (Robert Best)

»Der Roman liest sich spannend wie eine Detektivgeschichte [...] lebensprall, tiefsinnig und wunderbar menschlich«
Südwest Presse (Hans-Dieter Fronz)

»lebensprall, tiefsinnig und wunderbar menschlich«
Mannheimer Morgen (Hans-Dieter Fronz)

»Er [der Roman] ist intelligente, manchmal witzige, manchmal rührende Unterhaltungsliteratur. Klug gedacht, gut geschrieben.
Deutschlandfunk Kultur (Carsten Hueck)

»klug, amüsant, manchmal schräg«
WDR 5 Bücher (Christine Westermann)

»Maxim Biller spielt sein Spiel verdammt gut, indem er die Überlebensstrategie der Emigrantenfamilie schlau adaptiert: ausweichen, andeuten, weiterreden.«
Die Zeit (Iris Radisch)

»großes Erzählkino voller Drama und Welthaltigkeit«
Börsenblatt (Iris Radisch)

»ein würdiger “bester Roman des Jahres”«
Augsburger Allgemeine (Wolfgang Schütz)

» [...] Biller [ist] das gelungen, was es selten gibt: eine Darstellung des Lebens, wie es sich wirklich anfühlt.«
FAS (Clemens J. Setz)

»[...] eine düstere, hoffnungslose, aber zugleich auch irgendwie zärtliche Verstrickung aller, wie in Patrick Modianos Fluchtbuch Hochzeitsreise oder in Isaac B. Singers Auswandererroman Feinde – Die Geschichte einer Liebe . [...] Man hat Maxim Biller mantraartig Kälte, Boshaftigkeit und Empathielosigkeit vorgeworfen – und damit die radikale Außenperspektive, in der er sich [...] immer wieder übt, moralisch abgewertet. Dabei ist der Verzicht auf Wohlwollen selbst eine moralische Position, vielleicht sogar die ehrlichste und im poetischen Sinn gerechteste.«
Die Welt (Andreas Rosenfelder)

»hohe Kunst – eine Kaufempfehlung«
Bremen Zwei (Tobias Pollok)

»Maxim Biller ist ein Meister der kurzen Texte. [...] Nach der Lektüre dieses Romans beginnt man, wie sein Autor in der Tradition der »guten alten, halb vergessenen Thoragelehrtenschule« Gegenfragen zu stellen: Wo fängt der Verrat an? Besteht im Leben der Menschen die Möglichkeit, die anderen nicht zu verraten? Und wenn ja, wie stellt man das an?«
taz (Ulrich Gutmair)

»Er hat einen Roman geschrieben, dem man auf keiner Seite trauen kann und der gerade darum wahrhaftiger ist als vieles andere. Selten war die Lüge trauriger als in Maxim Billers Roman mit dem schönen Titel Sechs Koffer , und selten war sie komischer, auch wenn man sagen müsste: tragikomisch.«
NZZ (Ulrich Gutmair)

» Sechs Koffer verdichtet auf nur knapp 200 Seiten Europas Enttäuschungen im 20. Jahrhundert entlang eines familiären Verrats. Das Buch ist rasant, verspielt, zart und manchmal von erschütternder Leichtigkeit.«
spex.de (Malte Spitz)

»Ein starker, trauriger und trotziger Roman«
Sächsische Zeitung (Rainer Kasselt)

»Lakonisch, einfühlsam und mit großer Liebe für alle [...] Figuren erzählt der Roman vom Schleudertrauma, das einem die Geschichte zufügt.«
NDRkultur (Alexander Solloch)

»Biller gelingt spielend, was schwierig scheint: Fernab von Genregrenzen vermischt er psychologisches Familiendrama, historische Abhandlung und Krimi.«
Galore (Hannah Hubel)

»[Ein] großer, berührender [...] Familienroman über Liebe und Verrat«
Der Falter (Sebastian Fasthuber)

»Sein aktuelles Buch erinnert an die großartigen Romane des albanischen Schriftstellers Ismail Kadare [...] Eine muntere Mischung aus Ernst und Humor zeichnet auch seinen Text aus. Kunstvoll verknüpft er Rückblicke und Exkurse und verliert das große Ganze trotzdem nie aus dem Auge.«
Nürnberger Nachrichten (Welf Grombacher)

»Ein famoses Stück Literatur«
Nordkurier (Roland Gutsch)

»Glänzende Prosa [...] Sechs Koffer ist weit mehr als ein Kriminalstück das Zeugnis einer Verlusterfahrung, und gleichzeitig eine Feier des Individualismus. [...] Manche Familiengeheimnisse sind es wert, das von ihnen berichtet wird, aber dieses noch ein wenig mehr.«
Hamburger Abendblatt (Thomas Andre)

»Die großen, jüdisch-amerikanischen Erzähler Bernard Malamud, Isaac B. Singeroder Roth dürften für Biller […] von jeher die heimlichen Fixpunkte seines Schreibens gewesen sein. […] [Nun] hat er sich mit seinem neuen, ungleich strenger gefassten Roman Sechs Koffer nun tatsächlich in deren Sphären hinaufgeschrieben.«
spiegel.de (Peter Henning)

»Maxim Biller schreibt hier so, dass man die Wahrheit gleichermaßen überzeugend findet wie den Zweifel daran. Aber das Beste an diesem Buch ist, wie es das Geheimnis umkreist, ohne es zu lüften.«
Frankfurter Rundschau (Cornelia Geissler)

»Dass Biller stets für Überraschungen gut bleibt, zeigt nun sein neuer, schmaler Roman Sechs Koffer . Er handelt von Liebe, Exil, sowjetischer und tschechoslowakischer Geschichte sowie von vier Brüdern – und von einem Geheimnis, das ab dem ersten Satz des Buches seinen Sog entfaltet [...] Vieles ist überraschend in vorliegendem Roman, der nicht von Schuld, aber von Komplexität und der Hinterfragung von tradierten Familiennarrativen handelt. Und zwar ganz ohne jene Kraftmeierei, die Maxim Biller so oft vorgeworfen wird.«
Der Standard (Stefan Gmünder)

»_Sechs Koffer_ verdichtet auf nur knapp 200 Seiten Europas Enttäuschungen im 20. Jahrhundert entlang eines familiärenVerrats. Das Buch ist rasant, verspielt, zart und manchmal von erschütternder Leichtigkeit.«
Spex (Stefan Gmünder)

»Ein Paradestück erzählerischen Könnens.«
Vogue (BB)

»Mit großer literarischer Kunst beteiligt Maxim Biller uns Leserinnen und Leser an der Suche in der Vergangenheit. Er baut geschickt Spannung auf, sodass sich das Buch zwischenzeitlich wie ein Kriminal- oder Spionageroman liest.«
Radio SRF 2 Kultur (Felix Münger)

Biografie – Biller, Maxim

B
Biller, Maxim

Maxim Biller, geboren 1960 in Prag, Autor vieler Romane, Theaterstücke und Essays. Billers Bücher wurden in neunzehn Sprachen übersetzt. Schon nach seinem literarischen Debüt »Wenn ich einmal reich und tot bin« wurde er von der Kritik mit Heinrich Böll, Wolfgang Koeppen und Philip Roth verglichen. Seine Great Jewish Novel »Biografie« (2016) nannte die SZ sein »Opus Magnum«, der Bestseller »Sechs Koffer« (2018) stand auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis. Und über »Mama Odessa« (2023), den großen Familienroman, hieß es in der NZZ, Biller feiere darin »die Vitalität des Erzählens«.

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