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Marmor, Quecksilber, Nebel

Schalansky, Judith (20.04.2026)
Produktinformationen "Marmor, Quecksilber, Nebel"
  • Suhrkamp
  • Schalansky, Judith
  • 978-3-518-43201-3
  • 20.04.2026
  • Hardcover
  • 176 Seiten
  • 126 x 16 x 204 (B/T/H)
  • 240
  • deutsch
  • 2
  • 7 %
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  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • Drei berührende poetologische Expeditionen – ins Konkrete, ins Schillernde, ins UngefähreEin Buch über die elementaren Voraussetzungen von Weltaneignung
Es beginnt nicht mit einem weißen Blatt, sondern mit einem weißen Block, einem fast 27 Tonnen schweren Ungetüm aus massivem Marmor. Noch Monate nach der verhängnisvollen Begegnung auf einer Fähre vor der Insel Thassos lässt der Stein Judith Schalansky nicht los und führt sie auf eine schneeweiße Fährte in die Marmorbrüche und Bildhauerei-Ateliers, durch die dunkle, oft gewalttätige Geschichte von Materialgewinnung und Weltaneignung. Ein Workshop an der Kunsthochschule von Guadalajara wiederum gerät zu einer tollkühn-quecksilbrigen Performance als Apologetin der Buchkultur. Und die Rekonstruktion einer lang zurückliegenden Besteigung des meist nebelverhangenen Brockens verdichtet sich zu einer Enzyklopädie der Undurchsichtigkeit, die das Erhellende im Ungewissen sucht. Wie immer bei Judith Schalansky geht es in ihrem neuen Buch um alles: den Nährwert von Marmorschweinen, das Gewicht der Erde, den Belegungsplan der Arche Noah, die Wahrhaftigkeit mexikanischen Wrestlings oder das Brockengespenst – um Phänomene also, in denen sich die widerspenstige Wirklichkeit spiegelt und vervielfacht. Ihre drei windungsreichen, immer überraschenden Texte, mal Essay, mal Erzählung, erkunden mit spielerischer Präzision die materiellen Bedingungen des Lebens und nicht zuletzt des eigenen Schreibens.

Rezensionen „Marmor, Quecksilber, Nebel"

»Unstillbarer Wissenshunger und fröhliche Spracharbeit: Judith Schalansky hat aus ihren faszinierenden Poetikvorlesungen ein ebensolches Druckwerk gemacht.«
Berliner Zeitung (Ulrich Seidler)

»Es geht [Schalansky] eben darum: Woraus die Welt gemacht ist. Anregend.«
Der Standard (Michael Wurmitzer)

»Judith Schalanskys literarische Essays sind ein Feuerwerk geistesgegenwärtigen Suchens und Findens kulturhistorischer Bezüge. Wer ihren windungsreichen, verwegenen Denkspuren folgt, kann intellektuell nur belohnt werden.«
kulturtipp (Karsten Redmann)

»Es ist ein Vergnügen [Judith Schalansky] bei ihren Ausflügen zu folgen. ... Was für ein Buch!«
DIE ZEIT (Christoph Amend)

»Judith Schalansky hält [der künstlichen Intelligenz] ein Verständnis menschlicher Weltaneignung entgegen, das sich durch das Unvorhergesehene auszeichnet. ... Ob sich so aus jedem einzelnen Ding die Welt entfalten lässt, mag dahingestellt sein. Dass bereits im Versuch eine eigene Wahrheit liegt, stellt ihr Buch eindrucksvoll unter Beweis.«
wochentaz (Lukas Böckmann)

»›Nur so viel ist klar‹, heisst es in den Frankfurter Poetikvorlesungen, ›am Anfang, war nicht das Wort oder das Licht, sondern der Nebel‹. Zischender Dampf. Selten ist er schöner zu Literatur kondensiert als bei Judith Schalansky.«
Neue Zürcher Zeitung (Paul Jandl)

»Ein erstaunliches, ein bezauberndes Buch, das glücklicher und klüger macht.«
DER SPIEGEL (Katharina Stegelmann)

»[J]e länger man [Schalanskys] Sätzen folgt, desto deutlicher spürbar wird deren guter Takt, man bestaunt die Bewegungen ihres Denkens und ihrer Sprache, ohne das Gefühl zu haben, alles würde sich in bloßes Verstehen auflösen. ... [E]in großartiges Buch ...«
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Nico Bleutge)

»Was ist Natur? Und wie kann man darüber schreiben? Judith Schalansky zeigt beispielhaft, wie es geht.«
WELT AM SONNTAG (Michael Pilz)

»[W]ie [Schalansky] den Blick lenkt, neu ausrichtet, das ist aufregend und unterhaltsam. «
Westfälischer Anzeiger (Ralf Stiftel)

»Judith Schalansky ist eine große Erzählerin, ... die Wissen lebendig macht. ... Das macht ihr so schnell keiner nach, wie sie aus Poetikvorlesungen ... ein so schönes und anregungsreiches Buch macht, dass man beim Lesen immer wieder vergnügt in die Hände klatscht.«
WDR (Denis Scheck)

»Hier flirrt es gewaltig. Aber auf hohem Niveau. ... Während die Konstellationen von Wissen und Nicht-Wissen akademisch längst weiträumig theoretisiert sind, bringt Schalansky ein neuartiges, zwischen Essay und autobiografischem Erzählen oszillierendes Wissenserzählen ins Spiel.«
Der Tagesspiegel (Steffen Richter)

»Auch bei Schalanskys neuem Buch handelt es sich um eine schier endlose Raumlandschaft, die immer neue Blickachsen und Fluchtpunkte erlaubt.«
Hannoversche Allgemeine Zeitung (Ronald Meyer-Arlt)

»Judith Schalanskys literarische Essays sind ein Feuerwerk geistesgegenwärtigen Suchens und Findens kulturhistorischer Bezüge. Wer ihren windungsreichen, verwegenen Denkspuren folgt, kann intellektuell nur belohnt werden.«
kulturtipp (Karsten Redmann)

»Marmor, Quecksilber und Nebel entwickeln in den ihnen gewidmeten Essays sofort eine Eigendynamik. Sie entfalten ein Netz von Assoziationen und poetischen Reizen, und zwangsläufig stellt sich die Erkenntnis ein, dass die ›Welt‹ zu einem beträchtlichen Teil genau daraus besteht und nicht nur aus genau umrissenen Materialien und Wörtern.«
Deutschlandfunk Kultur (Helmut Böttiger)

»Zwischen persönlichen Erzählungen und essayistischer Prosa schreibt die Autorin klug und humorvoll über jegliche Ecken der Kulturgeschichte.«
Aargauer Zeitung (Pascal Moser)

»Es gibt Bücher, die man am liebsten eigentlich nicht beschreiben, sondern nur zitieren würde. Im Falle der nun in Buchform vorliegenden Frankfurter Poetikvorlesung von Judith Schalansky liegt das vor allem an der Schönheit wundervoll verschlungener ›Satzungetüme‹ ...«
Stuttgarter Zeitung (Stefan Kister)

»Judith Schalansky hat ein intensives und zugleich leichtes Buch darüber geschrieben, wie Texte zu ihrem Material kommen. ... Diese Schriftstellerin beherrscht die Kunst der präzisen Abschweifung. ... Da mitzugehen, ist eine helle Freude.«
Bayerischer Rundfunk (Beate Meierfrankenfeld)

»Das ist Nature Writing ohne Überhöhung und Verhübschung in präzis-poetischen Bildern.«
Badische Zeitung (René Zipperlen)

»Schalansky ist ein Multitalent[.]«
SWR (René Zipperlen)

»... [B]eeindruckend. ... Alles hat mit allem zu tun, in diesem Bewusstsein, vielleicht ein wenig erschlagen von so viel Wissen und Erkenntnis, klappt man diese Schatzkiste wieder zu.«
NDR (René Zipperlen)

»Wer ... das Abenteuer liebt und in unbekannte Gefilde aufbrechen möchte, kann hier jede Menge finden.«
rbb (Jörg Magenau)

»... Schalansky [erschafft] aus Zettelkästen und Bibliothekskatalogen eine wundervolle Prosa, die die Grenze von Sachbuch und Poesie, von Fakt und Fiktion, von Aufklärung und Mythos austariert – eine Poetria Docta im besten Sinne.«
literaturkritik.de (Gerrit Althüser)

»[Schalansky] beginnt auf einer Fähre in Griechenland und führt in die Kunst- und Kulturgeschichte ebenso wie in die Wissenschaft und Philosophie. Auch persönlich Erlebtes findet sich in Schalanskys neuem Buch ... Und wie immer geht es auch in diesen Texten ... um Schalanskys beeindruckendes Verständnis von Literatur.«
ORF (Gerrit Althüser)

»[S]o anspruchsvolle wie unterhaltsame Betrachtungen ...«
Buchkultur (Lukas Meschik)

»Kompliziert, anregend, herausfordernd, nebelig und absolut lesenswert.«
schauinsblau.de (Josipa Grubeša)

Biografie – Schalansky, Judith

S
Schalansky, Judith

Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Ihr Werk, darunter der international erfolgreiche Bestseller Atlas der abgelegenen Inseln sowie der Roman Der Hals der Giraffe, ist in mehr als 20 Sprachen übersetzt und wurde vielfach ausgezeichnet. Sie ist Herausgeberin der Naturkunden und lebt als Gestalterin und freie Schriftstellerin in Berlin.

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