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Produktinformationen "Mischka"
  • Hanser, Carl
  • Honigmann, Barbara
  • 978-3-446-28225-4
  • 505/28225
  • 27.01.2026
  • Hardcover
  • 112 Seiten
  • 132 x 14 x 208 (B/T/H)
  • 214
  • deutsch
  • 1
  • 7 %
  • Entspannen
  • Auseinandersetzen
  • Buch gebunden
  • Hardcover

Honigmanns eindringliches Porträt zeichnet das Leben ihres Großvaters Mischka nach, dessen Geschichte jüdisches Schicksal im 20. Jahrhundert verkörpert – vom zarristischen Russland über sowjetische Lager bis zur Flucht vor der Shoah. Mit großer literarischer Sensibilität verbindet die Autorin familiengeschichtliche Recherche mit philosophischen Reflexionen über Heimat, Entwurzelung und das Weiterleben nach Traumatisierung. Ein bewegendes Zeugnis über die Verflechtung persönlicher und historischer Abgründe.

  • Eindrucksvolle Porträts jüdischer Menschen, die Nazi-Lager und Gulag überlebten.
  • Die Erinnerung an eine vergessene Generation, die gegen die Verfolgung für ihre Ideale einstand.
  • Barbara Honigmann erzählt persönlich, nahbar, witzig und voller Menschlichkeit.
Persönlich, nahbar und voller Menschlichkeit – mitreißend erzählte Erinnerungen von Barbara Honigmann, der »Meisterin des biographischen Porträts« Deutschlandfunk »Eigentlich war es kein Kreis, eher ein Kosmos, ein Universum, das mich in meiner Kindheit und Jugend umstrahlte.« Barbara Honigmann erzählt vom Leben und Überleben der Freunde ihrer Eltern, die den Lagern der Nazis und des Gulag entkamen. Junge jüdische kommunistische Intellektuelle, die für ihre Ideale teuer bezahlten und von denen einige doch immer wieder Auswege fanden. Mischka zum Beispiel brachte in ihrer Moskauer Zweizimmerwohnung in den Siebzigerjahren Dichter und Dissidenten zusammen, die dem Sowjetregime die Stirn boten. Vor dem Hintergrund der mörderischen Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts bestechen diese mitreißend erzählten Erinnerungen an Bekannte, Gefährten, geliebte Menschen vor allem durch ihre Freundlichkeit, ihre Wärme, ihren Witz.

Rezensionen „Mischka"

»Honigmanns Werk ist auf bescheidene Art selbstbezogen, aber handelt auf der abstrakten Ebene von den seltsamen Verirrungen aller Menschen. Das macht es zu großer Literatur.« Zelda Biller, Die Zeit, 26.03.26 »Das Buch führt vor Augen, dass Geschichte nicht einfach endet, auch wenn man sie beschweigt.« Carsten Hueck, Deutschlandfunk, 05.05.26 »Barbara Honigmann ist Buch für Buch zu einer der großen autofiktionalen Erzählerinnen der Gegenwart geworden.« Gerrit Bartels, Tagesspiegel, 02.02.26 »Aus Barbara Honigmanns neuem Buch lässt sich erfahren, welch strenge Schönheit und unprätentiöse Würde in der Erinnerung liegen.« Marko Martin, Jüdische Allgemeine, 29.01.26 »Ein eindringliches Porträt ... Geschrieben ist es in einer geschmeidigen, humorvollen Prosa – mit Satzgirlanden, die so verschlungen sind wie die erzählten Lebenswege.« Oliver Pfohlmann, SWR Kultur, 25.01.26 »Honigmanns Porträts machen diese Zeitzeugnisse zu Sinnbildern menschlicher Existenz, voller Herzenswärme und mit jenem erzählerischen Esprit, der Barbara Honigmanns Schreiben von Anfang an auszeichnet.« Michael Braun, Kölner Stadt-Anzeiger, 23.01.26


Biografie – Honigmann, Barbara

H
Honigmann, Barbara
Barbara Honigmann, 1949 in Ost-Berlin geboren, arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. 1984 emigrierte sie mit ihrer Familie nach Straßburg, wo sie noch heute lebt. Honigmanns Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Heinrich-Kleist-Preis, dem Max-Frisch-Preis der Stadt Zürich, dem Jakob-Wassermann-Preis, dem Bremer Literaturpreis 2020, dem Jean-Paul-Preis 2021, dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung 2022, dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt 2023, zuletzt 2024 mit dem Schiller-Gedächtnispreis, dem Jehuda-Amichai-Literaturpreis und dem Bundesverdienstkreuz am Band. Bei Hanser erschien bisher »Damals, dann und danach« (1999), »Alles, alles Liebe!« (Roman, 2000), »Ein Kapitel aus meinem Leben« (2004), »Das Gesicht wiederfinden« (2007), »Das überirdische Licht« (Rückkehr nach New York, 2008), »Chronik meiner Straße« (2015), »Georg« (2019) und zuletzt »Unverschämt jüdisch« (2021).
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