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Nastjas Tränen

Wodin, Natascha (14.02.2023)
Produktinformationen "Nastjas Tränen"
  • ROWOHLT Taschenbuch
  • Wodin, Natascha
  • 978-3-499-00699-9
  • 14.02.2023
  • Taschenbuch
  • 192 Seiten
  • 115 x 14 x 191 (B/T/H)
  • 153
  • deutsch
  • 1. Auflage
  • 7 %
  • Entspannen
  • Taschenbuch
  • Taschenbuch

Das Pendant zum Bestseller «Sie kam aus Mariupol» − ein Frauenschicksal jetzt und hier.

  • Ein mitreißender Roman über Herkunft, Heimatlosigkeit und brüchige Biografien, über Freundschaft, Geborgenheit und Liebe.«Große, bemerkenswerte Literatur von einer beeindruckenden sprachlichen Kraft.» (Bayerischer Rundfunk)

Nach dem Bestseller «Sie kam aus Mariupol» ein Frauenschicksal über Herkunft, Heimatlosigkeit, über Freundschaft, Geborgenheit und Liebe.

Als Natascha Wodin 1992 nach Berlin kommt, sucht sie jemanden, der ihr beim Putzen hilft. Am Ende fällt die Wahl auf eine Frau aus der Ukraine – dem Herkunftsland ihrer Mutter, die im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiterin nach Deutschland verschleppt wurde. Für Natascha Wodin ist es, als würde sie von ihrem Schicksal erneut eingeholt. Im Heimweh dieser Ukrainerin, mit der sie mehr und mehr eine Freundschaft verbindet, erkennt sie das Heimweh ihrer Mutter wieder, die daran früh zerbrochen ist. Jetzt, Jahre später, zeichnet sie mit verhaltener, tief anrührender Poesie das Porträt von Nastja, einer kämpferischen Frau.


Rezensionen „Nastjas Tränen"

Was in Natascha Wodins west-östliches Kraftfeld gerät, wird zu großer Literatur.
Stuttgarter Zeitung (Stefan Kister)

Eine zeitgenössische, osteuropäische Odyssee (...). „Nastjas Tränen“ ist eine Auseinandersetzung mit der Herkunft, die kein Ende finden kann und die in ihrer ganzen Sehnsucht und ihrem ganzen Schmerz überraschende Formen annimmt. (...) ein einfühlsames, vielschichtiges Charakter- und Gesellschaftsporträt, dessen politische Bedeutung nie näher kommentiert wird, aber in jeder Zeile vibriert.
Süddeutsche Zeitung (Helmut Böttiger)

Eine ukrainische Putzfrau als Hauptfigur eines Romans hat Seltenheitswert in der deutschsprachigen Literatur. Natascha Wodin füllt mit „Nastjas Tränen“ eine Lücke, sie schildert ein Frauenleben, das zahlreiche Osteuropäerinnen teilen (...). Sie tut das (...) mit einer kühlen drastischen Genauigkeit, die einem den Atem stocken lässt.
Deutschlandfunk (Christel Wester)

Natascha Wodin macht Nastjas Geschichte nicht zu ihrer eigenen, sie wahrt Abstand, kein Wort ist zu viel (...). Dass man dennoch tief berührt wird, ist ein Beweis für Wodins große Schreibkunst. (...) Natascha Wodins Roman "Nastjas Tränen" ist ein poetisches, sehr berührendes Porträt einer Frau, die auch dann noch kämpft, wenn sie längst verloren hat.
NDR Kultur (Katja Eßbach)

So umwerfend, dass man vor diesem Frauenschicksal einfach in die Knie gehen muss.
Brigitte (Ariane Heimbach)

Immer wieder hat Natascha Wodin mit ihren Büchern bewiesen, dass sie bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus gehen kann. (...) Auch heute noch existieren „Zwangsarbeiter“, liest man zwischen den Zeilen. Sie sind nicht vergleichbar mit den 27 Millionen, die von den Nationalsozialisten als billige Arbeitskräfte deportiert wurden. Aber auch ihr Leben eignet sich als Stoff für Tragödien, wie dieses Buch eindrucksvoll belegt.
Freie Presse (Welf Grombacher)

Nastjas Geschichte ist exemplarisch. Sie ist eine jener Osteuropäerinnen, die als Pflegerinnen, Babysitter oder Haushaltshilfen das Familienleben westlicher Gesellschaften stützen und nie wirklich Fuß fassen. Wie in „Sie kam aus Mariupol“ greift Natascha Wodin hier ein von der Literatur eher vernachlässigtes Thema auf. (...) ein historisch und stofflich bedeutsames Buch.
Deutschlandfunk Kultur "Buchkritik" (Ursula März)

Wodin überschreitet mit ihren Leserinnen und Lesern die Grenzen des Bekannten und Vorstellbaren (...) ein besonderes und erhellendes Buch.
Berliner Zeitung (Cornelia Geissler)

Eine unglaublich berührende Mischung aus Intimität und Distanz, die einen Sog beim Lesen erzeugt.
wdr5.de (David Eisermann)

Natascha Wodin ist Expertin für Menschen, die nirgendwo ankommen (...) Ein einfühlsames, nie sentimentales Porträt einer zutiefst rastlosen Frau.
Profil (David Eisermann)

Biografie – Wodin, Natascha

W
Wodin, Natascha

Natascha Wodin, 1945 als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth/Bayern geboren, wuchs erst in deutschen DP-Lagern, dann, nach dem frühen Tod der Mutter, in einem katholischen Mädchenheim auf. Auf ihren 1983 erschienenen ersten Roman Die gläserne Stadt folgten zahlreiche weitere Veröffentlichungen, darunter die Romane Nachtgeschwister und Irgendwo in diesem Dunkel. Ihr Werk wurde unter anderem mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet, für Sie kam aus Mariupol wurden ihr der Alfred-Döblin-Preis, der Preis der Leipziger Buchmesse und der Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil 2019 verliehen. 2022 wurde sie mit dem Joseph-Breitbach-Preis für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Natascha Wodin lebt in Berlin und Mecklenburg.

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