Nostalgie
Cassin, Barbara (21.06.2023)Nostalgie · Cassin, Barbara
Wann sind wir wirklich zuhause?
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- Verlag: Suhrkamp
- Autor: Cassin, Barbara
- Übersetzer: Pries, Christine
- ISBN: 978-3-518-30008-4
- Bestellnummer: STW 2408
- Veröffentlichung: 21.06.2023
- Produktform: Taschenbuch
- Umfang: 143 Seiten
- Maße: 108 x 11 x 178 (B/T/H)
- Gewicht: 118
- Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft (2408)
- Sprache: deutsch
- Originaltitel: La Nostalgie. Quand donc est-on chez soi?
- Originalsprache: fre
- Auflage: 1
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Nebenlesemotive: Verstehen
- Produktart: Taschenbuch
- Produktform: Taschenbuch
- Über die Sehnsucht nach Heimat in einer globalisierten Welt
Warum fühlen wir uns manchmal wie Fremde, auch wenn wir zuhause sind? Und warum, so fragt sich Barbara Cassin, empfinde ich umgekehrt Nostalgie, wenn ich an Korsika denke, obwohl ich meine Wurzeln nicht dort habe? In ihrem gefeierten Essay erforscht sie dieses starke Gefühl und die universellen Themen von Flucht, Exil und Sehnsucht nach einer Heimat, indem sie zwei Gründungstexte der westlichen Kultur neu liest: Homers Odyssee und Vergils Aeneis. In einer brillanten Analyse des Werks der Exilantin Hannah Arendt zeigt Cassin dann, wie die Sehnsucht nach Heimat angesichts ihrer oft fatalen Folgen neu gedacht werden sollte, nämlich in Begriffen der Sprache statt des Territoriums.
Rezensionen „Nostalgie"
»In Cassins dichtem, mit schnörkelloser Klarheit geschriebenen Essay überlagert sich das Persönliche mit Philosophischen und dem Philologischen.«Der Tagesspiegel (Gregor Dotzauer)
»[Ein] politisch sympathische[s] und philosophisch ideenreiche[s] Essay.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Stephan Wackwiitz)
»Es braucht keine nationale Verortung, um sich durch eine Sprache die Welt anzueignen. Vielmehr sei die Muttersprache erst dann eine solche, wenn sie sich dem Sprachspiel hingibt. ... Cassin betont die Wichtigkeit dieser schwimmenden Wurzeln in ihrem anspielungsreichen Band als Modellcharakter für die wünschenswerte Conditio humana.«
Die Presse (Alexander Peer)
»Die französische Philosophin Barbara Cassin erklärt in einem faszinierenden Essay das Gefühl der Nostalgie ganz neu. ... Wohin die Reise auch geht, man möchte Barbara Cassin unbedingt folgen.«
DIE ZEIT (Peter Neumann)
»Barbara Cassin hat einen famosen Essay über die bittersüße moderne Empfindung schlechthin geschrieben: Nostalgie. ... [ein] eindrucksvoller Nachweis, dass die Nostalgie, die wir so gerne als beschränkte und beschränkende Heimatseligkeit verstehen, offenbar nicht nur kein entscheidender Teil ist unserer bedeutendsten literarischen Überlieferungen. Genau besehen wird sie dort schon als etwas völlig anderes beschrieben.«
Süddeutsche Zeitung (Jens-Christian Rabe)
»Ein ebenso präziser wie begeisternder Essay, geschrieben in einem unverblümten, sensiblen und rigorosen Stil.«
Le Monde (Jens-Christian Rabe)
»Was die Sprache hervorbringt, was sie geprägt hat und was die sich kreuzenden Lebenswege zusammen erschaffen haben, ist der Gegenstand der Philologin und Philosophin Barbara Cassin.«
La Libération (Jens-Christian Rabe)
»Man hat beim Lesen – und etwas Schöneres kann man über ein Buch über Nostalgie wohl kaum sagen – selbst das Gefühl, dass man zurückkehrt in eine verlorene Heimat des Denkens.«
Deutschlandfunk Kultur (Jens-Christian Rabe)
»Das ist eine großartige philosophische Meditation, die Barbara Cassin uns mit diesem Buch vorlegt.«
Le Temps (Jens-Christian Rabe)
»Barbara Cassin gelingt eine faszinierende Kartographie der Nostalgie.«
L'Obs (Jens-Christian Rabe)
»Hammerbuch.«
taz FUTURZWEI (Jens-Christian Rabe)
Biografie – Cassin, Barbara
Barbara Cassin, geboren 1947, ist Philosophin, Altphilologin und emeritierte Forschungsdirektorin am Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) in Paris. Sie gilt als eine der renommiertesten Philosophinnen Frankreichs. Ihr umfangreiches Werk ist in mehr als 20 Sprachen übersetzt. 2018 wurde sie Mitglied der Académie française, deren Grand prix de philosophie sie bereits 2012 erhalten hat. Mit der Goldmedaille des CNRS wurde ihr 2018 die höchste wissenschaftliche Auszeichnung Frankreichs verliehen.
Christine Pries, geboren 1961, ist Philosophin und Übersetzerin, u. a. von Danielle Allen, Wendy Brown, Barbara Cassin, Dipesh Chakrabarty, Philippe Descola, Didier Fassin und Jean-François Lyotard.
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