Oben rechts · Biebricher, Thomas & Cooper, Melinda & Moorstedt, Tobias & Haffert, Lukas & Jäger, Anton & Weigel, Moira
Rechtspopulismus als Klassenprojekt
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- Verlag: Suhrkamp
- Autor: Biebricher, Thomas & Cooper, Melinda & Moorstedt, Tobias & Haffert, Lukas & Jäger, Anton & Weigel, Moira
- ISBN: 978-3-518-12813-8
- Bestellnummer: ES 2813
- Veröffentlichung: 11.03.2026
- Produktform: Taschenbuch
- Umfang: 271 Seiten
- Maße: 108 x 15 x 178 (B/T/H)
- Gewicht: 162
- Reihe: edition suhrkamp (2813)
- Sprache: deutsch
- Auflage: Originalausgabe
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Nebenlesemotive: Verstehen
- Produktart: Taschenbuch
- Produktform: Taschenbuch
- Rechtspopulismus ist nicht nur eine Reaktion, sondern ein bewusst vorangetriebenes ProjektMit Beiträgen von Thomas Biebricher, Lukas Haffert, Anton Jäger, Caterina Lobenstein, Dieter Plehwe und Moira WeigelEin anderer Blick auf die Debatte um die »Woken« und die »Verlierer« als für den Aufstieg von Trump & Co. entscheidende MilieusWas Tino Chrupalla, Elon Musk und der Mann hinter NIUS gemeinsam haben
Als Donald Trump zum ersten Mal Präsident wurde, ging ein Richard Rorty zugeschriebenes Zitat viral: Wenn die »kulturelle Linke«, so Rorty 1998, materielle Fragen weiterhin ignoriere, werde es einen Bruch geben – »something will crack«. »Ärmere Wähler« würden einen starken Mann an die Macht bringen, es drohe eine Rückkehr des Sadismus. So hellsichtig diese Prognose war, hat derFokus auf die »woken« Linken und die »Verlierer« in Debatten über Trump & Co. doch einen blinden Fleck erzeugt. Geht man davon aus, dass Politiker wie Trump, Tino Chrupalla oder der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš sich auch selbst wählen, kommt schließlich eine andere »Klassenfraktion« in den Blick: konservative Männer, die ihr eigenes Unternehmen leiten. Aus diesem Milieu stammen nicht nur Vorläufer wie Silvio Berlusconi und Christoph Blocher, sondern auch Unterstützer wie etwa Elon Musk oder Peter Thiel. Genau diese Gruppe der kleinen und großen politischen Unternehmer nehmen die Beiträge in diesem Band unter die Lupe. Verfolgt wird dabei testweise die These, dass der Rechtspopulismus nicht in erster Linie eine spontane Revolte »ärmerer Wähler« darstellt, sondern ein gezielt vorangetriebenes Projekt.
Rezensionen „Oben rechts"
»Ist die ›woke Linke‹ der Brandbeschleuniger des rechten Autoritarismus? Wissenschaftler liefern in [diesem] erhellenden Sammelband eine viel beunruhigendere Erklärung.«Süddeutsche Zeitung (Peter Laudenbach)
»Dieser Sammelband leidet nicht unter dem Problem, unter dem sonst viele Sammelbände leiden. Die insgesamt sieben Beiträge passen zueinander. Obwohl sich die Ansätze erheblich unterscheiden, gibt es von der Einleitung bis zum Schlussaufsatz so etwas wie einen roten Faden. «
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Peter Laudenbach)
»Sehr interessante und relevante Beiträge.«
ZEIT-Podcast »Was jetzt?« (Peter Laudenbach)
»Instruktive Essays rekonstruieren, wie zu Beginn der 1990er-Jahre in den USA in neoliberalen Thinktanks die These entwickelt wurde, dass es eine Allianz aus reicher Anti-Staats-Revolte und gesellschaftspolitisch konservativen, antiliberalen Volksteilen brauche, wenn man Einfluss gewinnen wolle.«
Der Falter (Robert Misik)
»Welche Kräfte repräsentiert der Mann mit dem orangen Make-up wirklich? In der Flut an Publikationen, die diesem Rätsel nachzugehen versuchen, sind zwei neue Werke erschienen, die interessante Aufschlüsse geben. Das erste ist der Sammelband ›Oben rechts‹«
Republik (Daniel Binswanger)
»Die Beiträge sind … glücklicherweise nicht so ›vulgärmarxistisch‹, wie manche Formulierungen vermuten lassen.«
hpd - Humanistischer Pressedienst (Daniel Binswanger)
»Die Aufsätze zeigen uns, dass wir über diesen Rechtsruck noch einmal anders nachdenken müssen.«
Wohlstand für Alle (Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt)
Biografie – Biebricher, Thomas
Melinda Cooper ist Professorin für Soziologie an der Australian National University in Canberra. Zu Ihren Publikationen gehören die Werke Family Values: Between Neoliberalism and the New Social Conservatism, und Counterrevolution. Extravagance and Austerity in Public Finance.
Tobias Moorstedt ist freier Journalist und Mitgründer der Redaktionsagentur Nansen & Piccard. In der edition suhrkamp erschien 2008 Jeffersons Erben. Wie die digitalen Medien die Politik verändern.
Lukas Haffert ist Assoziierter Professor für vergleichende Politik am Institut für Politikwissenschaften und internationale Beziehungen der Universität Genf. In der edition suhrkamp erschien 2016 Die schwarze Null. Über die Schattenseiten ausgeglichener Haushalte. 2022 erschien bei C.H. Beckt Stadt, Land, Frust. Eine politische Vermessung.
Anton Jäger lehrt Geschichte des politischen Denkens und der politischen Theorie am Department of Politics & International Relations der University of Oxford. In der edition suhrkamp erschien 2023 Hyperpolitik. Extreme Politisierung ohne politische Folgen.
Moira Weigel ist Assistant Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Harvard University. Weigel ist Autorin des Buches Dating. Eine Kulturgeschichte und hat zusammen mit Ben Tarnoff den Band Voices from the Valley. Tech Workers Talk About What They Do – and How They Do It herausgegeben.
Heinrich Geiselberger arbeitet seit 2006 als Lektor im Suhrkamp Verlag. 2017 gab er in der edition suhrkamp den Band Die große Regression. Eine internationale Debatte über die geistige Situation der Zeit heraus.
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