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Schlupfwinkel

Ani, Friedrich (14.10.2025)
Produktinformationen "Schlupfwinkel"
  • Suhrkamp
  • Ani, Friedrich
  • 978-3-518-47517-1
  • ST 5517
  • 14.10.2025
  • Taschenbuch
  • 128 Seiten
  • 130 x 18 x 208 (B/T/H)
  • 224
  • deutsch
  • Originalausgabe
  • 7 %
  • Entspannen
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • Ein Stück deutscher GeschichteEin intimer Einblick in die Familiengeschichte des AutorsVon der Macht und den Grenzen der Sprache

Ein kleines Dorf in Bayern, Ende der 1950er Jahre: Ein Kind kommt zur Welt aus einer Verbindung, die hier niemand für möglich gehalten hätte. Die Mutter ist Schlesierin und gehört zu den »Heimatvertriebenen«, die sich ein Jahrzehnt zuvor im Ort niedergelassen haben. Der Vater ist ein Medizinstudent aus Syrien, der ins Dorf kommt, um am Goethe-Institut Deutsch zu lernen. Zum Zeitpunkt des Kennenlernens hatten sie keine gemeinsame Sprache, und ihr gegenseitiges Sprechen blieb ein Leben lang brüchig. So wächst das Kind in einer Atmosphäre des Schweigens auf, sucht nach einem Schlupfwinkel für die eigene Existenz und findet ihn in der Literatur.

Schlupfwinkel beschreibt den Werdegang eines Autors, der zwar zu einer eigenen Sprache findet und damit Erfolge feiert, doch im Leben ein Verlorener bleibt. Es ist gleichzeitig ein Versuch, die Geschichte der Eltern aus der Distanz heraus zu verstehen und den Momenten nachzuspüren, wo sie vielleicht eine Chance gehabt hätten, eine ausgeglichene Familie zu werden. Und schließlich ist es eine Geschichte von Flucht und möglichem Ankommen, die sich in den »Wirtschaftswunderjahren« abgespielt hat, aber bis heute nachhallt.

Rezensionen „Schlupfwinkel"

»Eine fantastische Fantasie über Heimat und Identität.«
WELT AM SONNTAG (Elmar Krekeler)

»Der begnadete Krimi-Autor Friedrich Ani ist Sohn einer ›Heimatvertriebenen‹ aus Schlesien und eines Studenten aus Syrien, der in den 50ern nach Bayern kommt, um Deutsch zu lernen. ... Hier erzählt der Sohn, wie er seinen Schlupfwinkel in der Literatur findet. «
Brigitte (Elmar Krekeler)

»Das glänzend geschriebene Buch ... legt nahe, dass gerade das umfassende Schweigen in der Familie die Phantasie und schliesslich das Schreiben dieses wunderbaren Autors begründet hat.«
NZZ am Sonntag (Elmar Krekeler)

»Schlupfwinkel lässt sich als Schlüssel zu [Anis] Gesamtwerk lesen.«
Süddeutsche Zeitung (Jochen Temsch)

»Dieses Buch ist für mich bislang das schönste Buch des Jahres ... Die Geschichte über einen Jungen, für den die Literatur zum Lebensretter wird, ist wie eine Umarmung.«
WDR 2 (Christine Westermann)

»[Ein] berührendes, voller außergewöhnlicher Sätze steckendes Erinnerungsbüchlein ...«
Weilheimer Tagblatt (Magnus Reitinger)

»Friedrich Ani ... hat ein bewegendes kleines Büchlein geschrieben ...«
neues deutschland (Thomas Blum)

»... ich konnte mich bei der Lektüre der poetischen Kraft von Anis Sprache und Erzählweise nicht entziehen ...«
Rheinische Post (Ronald Schneider)

»In Schlupfwinkel erzählt der Münchener Autor Friedrich Ani mehr als nur die Geschichte seiner Eltern ... [Ein] lesenswertes Buch ...«
literaturkritik.de (Dietmar Jacobsen)

»Auf 128 Seiten [ist] ... Friedrich Ani mit dem Roman Schlupfwinkel ein literarisches Meisterwerk gelungen, melancholisch und einfühlsam ...«
Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Jorgos Flambouraris)

»Die Gabe, Verschwiegenes zu formulieren, mit Wörtern gedankliches Neuland zu erobern, das Leben von gewöhnlichen Warten aus überraschend und anders wahrzunehmen, beherrscht Fridrich Ani mit kühner Brillanz.«
NDR (Annemarie Stoltenberg)

»Sein neues Buch Schlupfwinkel vereint, gewohnt meisterhaft und elegant, kindliche Sehnsucht und selbsterlernte Reife ...«
Abendzeitung (Moses Wolff)

Biografie – Ani, Friedrich

Autorenbild
Ani, Friedrich
Friedrich Ani, geboren 1959, lebt in München. Er schreibt Romane, Gedichte, Hörspiele, Theaterstücke und Drehbücher. Sein Werk wurde in zehn Sprachen übersetzt und vielfach prämiert, u. a. sieben Mal mit dem Deutschen Krimipreis, dem Crime Cologne Award, dem Burgdorfer Krimipreis, dem Adolf-Grimme-Preis, dem Bayerischen Fernsehpreis und der Goldenen Romy. Friedrich Ani ist Mitglied des PEN-Berlin.
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