Tagebücher
Sartre, Jean-Paul (01.10.1996)Tagebücher · Sartre, Jean-Paul
Les carnets de la drole de guerre: September 1939 - März 1940 (Neue, um ein bisher unveröffentlichte… mehr lesen
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- Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
- Autor: Sartre, Jean-Paul
- Übersetzer: Moldenhauer, Eva & Wroblewsky, Vincent von
- ISBN: 978-3-499-13292-6
- Veröffentlichung: 01.10.1996
- Produktform: Taschenbuch
- Umfang: 656 Seiten
- Maße: 115 x 190 (B/H)
- Gewicht: 332
- Sprache: deutsch
- Originaltitel: Les carnets de la drole de guerre: Novembre 1939 - Mars 1940
- Auflage: 1. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entdecken
- Nebenlesemotive: Eintauchen
- Produktart: Taschenbuch
- Produktform: Taschenbuch
September 1939 bis März 1940: Der Reservist Jean-Paul Sartre, Wetterbeobachter einer Artillerieeinheit, geht seiner Lieblingsbeschäftigung nach. Er schreibt. Täglich bis zu dreizehn Stunden. Die stumpfsinnige militärische Umgebung, in die es den 34jährigen - zu dieser Zeit bereits ein Stern am literarischen Leben - verschlagen hat, inspiriert ihn: In seinem Tagebuch, dem einzigen, das er je führte, notiert er Beobachtungen, literarische Geschichten, philosophische Reflexionen. Hier finden wir Keime späterer Werke, etwa ganze Passagen von "Das Sein und das Nichts" oder seines autobiographischen Werks "Die Wörter". Die "Tagebücher" sind das faszinierende Dokument des jungen Genies.
Diese Ausgabe enthält - erstmals in deutscher Übersetzung - auch das bisher verloren geglaubte, kürzlich jedoch wiederentdeckte erste Heft der Carnets.
Biografie – Sartre, Jean-Paul
Geboren am 21.06.1905, wuchs er nach dem frühen Tod seines Vaters im Jahre 1906 bis zur Wiederheirat seiner Mutter im Jahre 1917 bei seinen Großeltern Schweitzer in Paris auf. 1929, vor seiner Agrégation in Philosophie, lernte er seine Lebensgefährtin Simone de Beauvoir kennen, mit der er eine unkonventionelle Bindung einging, die für viele zu einem emanzipatorischen Vorbild wurde. 1931-1937 war er Gymnasiallehrer in Philosophie in Le Havre und Laon und 1937-1944 in Paris. 1933 Stipendiat des Institut Français in Berlin, wo er sich mit der Philosophie Husserls auseinandersetzte.
Am 02.09.1939 wurde er eingezogen und geriet 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft, aus der er 1941 mit gefälschten Entlassungspapieren entkam. Noch 1943 wurde unter deutscher Besatzung sein erstes Theaterstück «Die Fliegen» aufgeführt; im selben Jahr erschien sein philosophisches Hauptwerk «Das Sein und das Nichts». Unmittelbar nach dem Krieg wurde Sartres Philosophie unter dem journalistischen Schlagwort «Existenzialismus»zu einem modischen Bezugspunkt der Revolte gegen bürgerliche Lebensformen. 1964 lehnte er die Annahme des Nobelpreises ab. Zahlreiche Reisen führten ihn in die USA, die UdSSR, nach China, Haiti, Kuba, Brasilien, Nordafrika, Schwarzafrika, Israel, Japan und in fast alle Länder Europas. Er traf sich mit Roosevelt, Chruschtschow, Mao Tse-tung, Castro, Che Guevara, Tito, Kubitschek, Nasser, Eschkol. Sartre starb am 15.4.1980 in Paris.
Auszeichnungen: Prix du Roman populiste für «Le mur» (1940); Nobelpreis für Literatur (1964, abgelehnt); Ehrendoktor der Universität Jerusalem (1976).
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