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Unter Freunden

Oz, Amos (16.04.2014)
Produktinformationen "Unter Freunden"
  • Suhrkamp
  • Oz, Amos
  • Pressler, Mirjam
  • 978-3-518-46509-7
  • ST 4509
  • 16.04.2014
  • Taschenbuch
  • 215 Seiten
  • 119 x 19 x 189 (B/T/H)
  • 212
  • suhrkamp taschenbuch (4509)
  • deutsch
  • Bejn chaverim
  • heb
  • 6
  • 7 %
  • Entspannen
  • Taschenbuch
  • Taschenbuch
  • Kafka-Literaturpreis 201375. Geburtstag am 4. Mai 2014
Zvi Provisor, der mürrische Gärtner des Kibbuz Jikhat, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gemeinschaft mit Katastrophenmeldungen zu versorgen: die Erkrankung des norwegischen Königs, der Brand in einem spanischen Waisenhaus, ein Vulkanausbruch in Chile. Abgelenkt von seiner täglichen Dosis Pessimismus, entgeht ihm, dass die Witwe Luna Blank nur ihm zuliebe ihr gutes Sommerkleid trägt. Er, der keine Berührungen zulassen kann, muss erkennen, dass die ungewohnte weibliche Präsenz seine ihm heilige Alltagsroutine ins Wanken bringt. Amos Oz, der Meister der Zwischentöne, knüpft in Unter Freunden an seinen Bestsellererfolg Eine Geschichte von Liebe und Finsternis an und kehrt zu der Zeit zurück, die ihn am meisten inspiriert hat: seine Kibbuz-Jahre. »Diese Geschichten erzählen von den elementaren Kräften menschlicher Existenz. Von Einsamkeit. Von Liebe. Von Verlust. Von Tod. Von Sehnsucht. Von Verzicht und Verlangen. Also von den grundlegenden Dingen, die jeden betreffen.« Amos Oz

Rezensionen „Unter Freunden"

»Unter Freunden ist ein großes Werk, ruhig, beharrlich, kraftvoll, anrührend, ein Buch, dem man viele Leserwünscht, die ihre Gedanken mit ihm schweifen lassen.«
Süddeutsche Zeitung (Meike Fessmann)

»... da es sich um ein Werk des großen israelischen Schriftstellers handelt, verbirgt sich in jedem Kiesel ein Kleinod.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Felicitas von Lovenberg)

»Amos Oz versteht es meisterhaft, seine Figuren mit wenigen Strichen lebendig werden zu lassen.«
DIE WELT (Klara Obermüller)

»Amos Oz ist der große Charakterschriftsteller unserer Zeit.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Klara Obermüller)

»Amos Oz ist ein Meister des Erzählens.«
Neue Zürcher Zeitung (Klara Obermüller)

»Mit dem Buch Unter Freunden ist der israelische Schriftsteller in seine Kibbuz-Jahre zurückgekehrt. Mit schnörkellos erzählten Geschichten lässt er uns an den Gründungsmythen des Staates Israel teilhaben – ohne Rücksicht auf Tabus, die diese Mythen schier unangreifbar zu machen scheinen.«
Deutschlandfunk (Werner Köhne)

»Joav, der schüchterne Sekretär, bedauert einmaI. dass er nie dazu komme, über die wirklich wichtigen Dinge im leben nachzudenken. Das kann dem Leser nicht passieren. Nicht, solange er Oz liest.«
taz. die tageszeitung (Catarina von Wedemeyer)

»Verzicht, Verlangen, Liebe, Einsamkeit und der Schmerz - das sind die Themen dieser Geschichten. Man könnte sie überall auf der Welt finden, in Amos Oz' Kibbuz Jikhat aber werden sie wie unter einem Brennglas sichtbar. Schnörkellos, ohne ein Wort zu viel, erzählt der Autor, und was er nicht benennt, ist dennoch spürbar.«
Deutschlandfunk Kultur (Carsten Hueck)

»Auch hier gelingt Amos Oz etwas ganz Großes: Ohne dick aufzutragen von den kleinen Dramen zu erzählen, die den Menschen nicht weniger zur Hölle werden können als die großen.«
Freie Presse, Chemnitz (Andreas Heimann)

»Zvi, Osnat und Nachum - sie vermissen Wärme und Zuneigung und leiden an dem, was einmal das ›Defizit zwischen Bedürfnis und Erfüllung‹ genannt wird. Genau davon erzählt Amos Oz - in sanftem, unprätentiösem Ton, in kleinen, berührenden, meisterhaften Geschichten.«
Österreichischer Rundfunk (Wolfgang Seibel)

Biografie – Oz, Amos

O
Oz, Amos

Amos Oz wurde am 4. Mai 1939 in Jerusalem geboren und starb am 28. Dezember 2018 in Tel Aviv. 1954 trat er dem Kibbuz Chulda bei und nahm den Namen Oz an, der auf Hebräisch Kraft, Stärke bedeutet. Amos Oz war Mitbegründer und herausragender Vertreter der seit 1977 bestehenden Friedensbewegung Schalom achschaw (Peace now) und befürwortete eine Zwei-Staaten-Bildung im israelisch-palästinensichen Konflikt. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1992, dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main 2005 und dem Siegfried Lenz Preis 2014. Sein bekanntestes Werk Eine Geschichte von Liebe und Finsternis wurde in alle Weltsprachen übersetzt und 2016 als Film adaptiert.


Mirjam Pressler, geboren 1940 in Darmstadt, war eine der namhaftesten Übersetzerinnen des Hebräischen. Sie übersetzte Werke von Aharon Appelfeld, Lizzie Doron, Batya Gur und David Grossman. Ihre große, sprachlich wie literarisch weite Erfahrung war von größtem Wert auch für die Erschließung der israelischen Lebenswelt, wie Amos Oz sie überliefert. Für die Übersetzung von Oz’ Roman Judas erhielt sie 2015 den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt. Pressler starb am 16. Januar 2019 in Landshut.

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