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Vom Herzasthma des Exils

Krechel, Ursula (12.07.2025)
Produktinformationen "Vom Herzasthma des Exils"
  • Cotta
  • Krechel, Ursula
  • 978-3-7681-9852-3
  • 12.07.2025
  • Taschenbuch
  • 176 Seiten
  • 110 x 173 (B/H)
  • 148
  • deutsch
  • 5. Druckaufl., 2025
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
  • Taschenbuch
  • Taschenbuch
  • Deutscher Buchpreis für »Landgericht«

Georg-Büchner-Preis 2025

»Ein Nein zur Migration ist ein Ja zum Rassismus.«

Flucht, Migration und Exil sind entscheidende Kennzeichen unserer atemlosen Gegenwart. Die preisgekrönte Autorin Ursula Krechel begegnet ihr mit einer exemplarischen Kulturgeschichte, die unweigerlich die Widersprüche unserer Zeit aufzeigt.
Die Emigranten aus dem Deutschland des 19. Jahrhunderts, die Fluchtbewegungen und Vertreibungen während des NS-Regimes, die Flüchtlinge unserer Zeit: Ursula Krechel untersucht Etappen, Widersprüche und Konsequenzen der Migrationsgeschichte von der französischen Revolution bis ins 21. Jahrhundert. Mit Goethes Ausgewanderten, mit Friedrich Engels‘ »schlafloser Nacht des Exils« und Thomas Manns »Herzasthma des Exils« denkt sie dabei auch über unsere heutige Gesellschaft nach – eine Einwanderungsgesellschaft, die keine sein will. Und die sich der elementaren Einsicht verweigert, dass diejenigen, die sich auf den unberechenbaren Weg gemacht haben, den Respekt der Sesshaften verdienen, die den Preis vergessen wollen, den eine Gesellschaft zahlt, die nicht über ihre Zukunft nachdenkt.

»Mit ihr zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung eine Autorin aus, die in ihren Gedichten, Theaterstücken, Hörspielen, Romanen und Essays den Verheerungen der deutschen Geschichte und Verhärtungen der Gegenwart die Kraft ihrer Literatur entgegensetzt. […] Das Thema der Selbstbehauptung, Wiederentdeckung und Fortentwicklung weiblicher Autorschaft zieht sich als roter Faden durch ihr gesamtes Schaffen.«
Jury des Georg-Büchner-Preises, 15. Juli 2025

Rezensionen „Vom Herzasthma des Exils"

»›Vom Herzasthma des Exils‹ sollte uns Mahnung und Lehrbuch sein, eine uneingeschränkte und emphatische Erinnerung daran, dass wir alle nur eines sind: Menschen.« Björn Hayer, taz, 21. Oktober 2025
taz (Björn Hayer)

»Sie betreibt eine gleichermaßen analytisch distanzierte wie empathische, rechercheintensive Auseinandersetzung mit individueller und kollektiver Geschichte. […] Krechels Essay – nie pathetisch, sehr wohl leidenschaftlich – liefert Opferzahlen, die nicht kalt lassen. Lesend begreift man hinter jedem Tod ein Leben.« Kirsten Voigt, Der Tagesspiegel, 11. August 2025
Tagesspiegel (Kirsten Voigt)

»ein Manifest für mehr Menschlichkeit und Mitgefühl« Nadine Kreuzahler, Rbb24 Inforadio, 18. Juli 2025
rbb 24 Inforadio (Nadine Kreuzahler)

»Ursula Krechel sammelt in ihrem dichten Essay eine überreiche Phänomenologie von Flucht und Exil seit der Französischen Revolution. […] Details, Anschaulichkeit sind Türöffner für Empathie, das ist Krechels Methode, die sich hier als Historikerin bewährt, die sie in ihren Romanen immer auch ist.« Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung, 18. Juli 2025
Süddeutsche Zeitung (Gustav Seibt)

»Es sind auch diese Lektüren des Exils, die widerhallen, wenn heute allzu eilfertig über die Rückkehr von syrischen Geflüchteten gesprochen wird. Diese Gegenwart ist noch offen, noch zu gestalten. [Krechels Essays ist] eine historische Tiefenbohrung in die Erfahrung von Flucht und Exil und als politisches Plädoyer, damals, heute.« Laura Schilling, Zeitgeschichte Online, 22. Dezember 2026
Zeitgeschichte Online (Laura Schilling)

Biografie – Krechel, Ursula

K
Krechel, Ursula

Ursula Krechel, geb. 1947, war Theaterdramaturgin. Sie lehrte an der Universität der Künste Berlin, der Washington University St. Louis und ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. 2025 wurde sie mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.

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