Sehr geehrte Frau Ministerin
Krechel, Ursula (11.01.2025)Sehr geehrte Frau Ministerin · Krechel, Ursula
Roman | Georg-Büchner-Preis 2025
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- Verlag: Klett-Cotta
- Autor: Krechel, Ursula
- ISBN: 978-3-608-96653-4
- Veröffentlichung: 11.01.2025
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 368 Seiten
- Maße: 128 x 210 (B/H)
- Gewicht: 452
- Sprache: deutsch
- Auflage: 5. Druckaufl., 2025
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
- »Es brauchte Ursula Krechel, um dieses wahrheitsliebende, schöne und wirklich einzigartige Buch in die Welt zu bringen«Andreas Isenschmid, Die ZEIT, zu »Landgericht« »Der schönste und zugleich doppelbödigste deutschsprachige Roman des Herbstes«Andreas Platthaus, FAZ, zu »Landgericht«»Von einer bestechenden Wahrhaftigkeit und sprachlichen Schönheit«Ulrich Rüdenauer, Süddeutsche Zeitung, zu »Geisterbahn«»Geisterbahn besticht durch den formal glänzend komponierten Stoff«Maike Albath, Deutschlandradio, zu »Geisterbahn«»Von entlarvender Sprachkraft, die selbst hart verkrustete Geschlechter- und Machtstrukturen aufzubrechen vermag.«Björn Hayer, Die Presse, zu »Der Übergriff« »Wider die Erstarrung des Denkens: So belesen wie Ursula Krechel sind wenige, aber noch wenigeren gelingt es so mitreißend, die anderen auf unbekannte Pfade zu locken.«Rose-Maria Gropp, FAZ, zu »Der Übergriff« Der Übergriff«, Ursula Krechels feinnervig-hellsichtige Erzählung einer Selbstentgleisung und fortlaufenden Selbstjustiz spielt in einer real und strukturell gewaltsamen Männerwelt. Das Buch ist lakonisch und komisch, ist tragisch, sensible Prosa voller Wahrnehmungssensationen, ohne routiniert referierbare Geschichte.«Markus Clauer, DIE ZEIT, zu »Der Übergriff« »Krechel nimmt viele Ansätze der neueren feministischen Wellen vorweg. Allerdings bar jedweder diskursiver Überhöhung. Stattdessen wendet die Autorin alle Mittel auf, die die Literatur ihr zur Verfügung stellt: pointierte Metaphern, intelligenter Witz, mithin eine entlarvende Sprachkraft, die selbst hart verkrustete Geschlechter- und Machtstrukturen aufzubrechen vermag.«Björn Hayer, Die Presse, zu »Der Übergriff«  »Ursula Krechels jetzt wieder aufgelegte Erzählung »Der Übergriff« war schon lange vor #metoo ein Aufschrei gegen toxische Männlichkeit.«Jan Ehlert, NDR, zu »Der Übergriff«  »Ursula Krechels Erzählung ist ein Lehrstück über die Machtverhältnisse in unserer immer noch patriarchal geprägten Liebesordnung.«Michael Braun, SR2 KulturRadio, zu »Der Übergriff«   »Krechel untersucht in ihrer Erzählung mit psychologischer Raffinesse mannigfaltige Dimensionen und Modalitäten von Gewalt auf der Metaebene.«Maria Renhardt, Die Furche, zu »Der Übergriff«  »Manchmal poetisch, manchmal nüchtern und mit leiser Ironie analysiert Krechel dabei die patriarchale Gesellschaft anhand der Geschichte einer traumatisierten Ich-Erzählerin.«Karin Waldner-Petutschnig, Kleine Zeitung, zu »Der Übergriff«  »Die Ohnmacht der Frau wird durch die äußerst poetische, feinziselierte, mit vielen tastenden, variierenden Formulierungen arbeitende Sprache auf schmerzhafte Weise offengelegt.«Günter Helmes, literaturkritik.de, zu »Der Übergriff«   »Kein Gegenstand, so schreibt Krechel, sei zu gering für einen Essay. Als Leser darf man diesen Satz ergänzen: Wenn es einer Autorin gelingt, ihre Gegenstände lebendig werden zu lassen und ihre Bedeutung ins Allgemeingültige zu überführen wie Ursula Krechel.«Platz 2, SWR Bestenliste Juli/August 22, zu »Der Übergriff«  »Ursula Krechel macht die Wahrnehmung liquid. Nichts steht geschrieben, das Erkennen ist ein Abenteuer, dem sie sich hingibt, wider die Erstarrung des Denkens. So belesen wie sie sind wenige, aber noch wenigeren gelingt es so mitreißend, die anderen auf unbekannte Pfade zu locken. Folgen wir ihr doch auf ihren Haupt- und Nebenwegen.«Rose-Maria Gropp, FAZ, zu »Der Übergriff«  »Ein weiter Kosmos: In dem Essayband "Gehen. Träumen. Sehen. Unter Bäumen" erweist sich Ursula Krechel einmal mehr als poetische Spurensucherin, als genaue Leserin und einfühlsame Beobachterin.«Ulrich Rüdenauer, WDR1, zu »Gehen. Träumen. Sehen. Unter Bäumen«   »Gleich welcher Gegenstand, Ursula Krechels Essays sind Aufzeichnungen einer gedanklichen Bewegung, die immer dem genaueren Sehen dient, Annäherungen, Umkreisungen, Betrachtungen im Versuch, das zu beschreiben, was sich dem ersten Blick entzieht. Und nie genügt ihr, was sie bereits weiß.«Peter Zimmermann, ORF/Ö1, zu »Gehen. Träumen. Sehen. Unter Bäumen«   »Krechels Texte machen staunen, sie lassen innehalten und aufsaugen zugleich, atemlos durchschreitet sie ihre Räume und steht nie still. (...) Starke Texte für die Sinne.«Buchkultur, zu »Gehen. Träumen. Sehen. Unter Bäumen«  »Ursula Krechels Sprache ist auf wunderbare Weise besonnen, keinesfalls nüchtern, aber eben auch nicht effektvoll. Immer wieder gibt es Sätze, die von einer bestechenden Wahrhaftigkeit und sprachlichen Schönheit sind – aber das Erzählen, so ausschweifend und genau es auch ist, hat zugleich etwas Verschwiegenes. (…) Ursula Krechel leistet Erinnerungsarbeit auf eindringliche, literarisch höchst reflektierte und bewegende Weise. Und sie zeigt, dass die Vergangenheit nicht bewältigt ist, ja, noch nicht einmal vergangen.«Ulrich Rüdenauer, Süddeutsche Zeitung, zu »Geisterbahn«»Wuchtig, grausam, soghaft erzählt Ursula Krechel in ihrem Roman „Geisterbahn“ von einer Sinti-Familie, die unter dem Terror der Nazis zerbricht. Mit Achtung und Feingefühl fühlt sie sich in die chronischen Leiden ein, die der Terror in den Figuren zurücklässt.«Ingeborg Harms, DIE ZEIT, zu »Geisterbahn«»Ein Ereignis!«Karl-Markus Gauß, Die Presse, zu »Geisterbahn«»Alles ist in diesem Roman in ständig quälender Nachbarschaft: die unschuldigen und schuldigen Menschen, die schrecklichen und banalen Erlebnisse, die Träume und die Albträume. Es gibt kein Entkommen, nicht als Verfolgter im ‚Dritten Reich‘ und nicht als Leser dieser hochverdichteten Prosa, die in Rhythmusgefühl und Sprachgewalt die Lyrikerin erkennen lässt. Ursula Krechel setzt mit ‚Geisterbahn‘ den fulminanten Schlusspunkt ihrer Romantrilogie zur deutschen Kriegs- und Nachkriegsvergangenheit.«Andreas Platthaus, FAZ, zu »Geisterbahn«»Was die Literatur der historischen Wirklichkeit schuldig ist, hat Krechel schon in ihrem mit dem Buchpreis ausgezeichneten Roman ‚Landgericht‘ gezeigt, und auch in ‚Geisterbahn‘ inszeniert sie es als ein virtuoses Zusammenspiel aus Fakten und Erfindung. Hinter den Figuren stehen Menschen, denen spätes Recht zuteil wird, weil es dieser Literatur um Richtigkeit geht.«Paul Jandl, NZZ, zu »Geisterbahn«»Geisterbahn besticht durch den formal glänzend komponierten Stoff – was wusste man bisher über Luxemburg vor der deutschen Besatzung, was über die Trierer Verwaltung und Amtskirche? –, das Figurenensemble und die sorgfältige Sprache mit ihren behutsam verwendeten lyrischen Stilmitteln.«Maike Albath, Deutschlandradio, zu »Geisterbahn« »Krechel erzählt aber in ihrer hochkonzentrierten Deutschstunde nicht nur, wie es wurde nach dem Krieg, wie schmerzhaft das Nebeneinander war und wie unausgesprochen und tödlich zwischen den Unschuldigen und den Schuldigen. Sie erzählt auch, wie es kam. Zieht Linien. Bringt ans Licht, was heute noch gern unter die Geschichtsbücher geschoben wird. Ein Jahrzehnt wird Sprache und tut weh.«SWR Bestenliste, Dezember 2018, zu »Geisterbahn«»Es ist gerade die große Leistung dieses Romans, eine Geschichte zu erzählen und tausend andere Geschichten mitzubedenken.«Ulrich Rüdenauer, taz, zu »Landgericht« »Manchmal muss man Akten auch sehr dankbar sein. Dann, wenn aus ihnen etwas so Großartiges entsteht wie der Roman "Landgericht" von Ursula Krechel.«Johan Dehoust, kulturSPIEGEL, zu »Landgericht« »Der schönste und zugleich doppelbödigste deutschsprachige Roman des Herbstes«Andreas Platthaus, FAZ, zu »Landgericht« »Romane wie dieser sind selten. Ursula Krechels "Landgericht" ist ein Glücksfall.«Martin Zingg, NZZ, zu »Landgericht »Ein großer Roman.Katrin Hillgruber, Literaturen, zu »Landgericht« »Ursula Krechel folgt empathisch den Lebensspuren der Marginalisierten und skizziert dabei ein intensives Lebensbild des Heimatverlusts.«Michael Braun, Tagesspiegel, zu »Landgericht« »Was für ein Roman! Zu einem breiten Panorama gefächert, lässt Ursula Krechel Menschen, die 1938 in letzter Not von Europa nach Asien flüchteten, zu Wort kommen: "Shanghai fern von wo" - ein berührendes Requiem für Emigranten.«Georg Pichler, Die Presse, zu »Shanghai fern von wo« »Ernst, aber nie belehrend, emphatisch, aber nie bemitleidend, humorvoll, aber nie ironisch. Krechel zeigt, wie historisches Einfühlungsvermögen und dichterische Kraft sich gegenseitig steigern können.«Stefana Sabin, Neue Zürcher Zeitung, zu »Shanghai fern von wo« »Ursula Krechel hat einen großen, vielstimmigen und wichtigen Roman geschrieben.«Mathias Schnitzler, Rheinische Post, zu »Shanghai fern von wo« »Ursula Krechel gelingt auf einzigartige Weise, aus den historischen Zeugnissen überzeugende Figuren zu erzeugen. [...] Die Fakten berichtet Krechel knapp und sachlich. Nie wird der Ton geschwätzig, nie erliegt sie der Gefahr, die Schicksale pathetisch zu überformen. Die Tiefe des Elends entfaltet sich in präzisen Charakterisierungen und der Beschreibung kleiner, ausdrücklicher Szenen.[?] Diese Geschichten sind berührend und todtraurig. Kaum auszuhalten in ihrer Tragik. Es ist gut, dass Ursula Krechel sie genauso aufgeschrieben hat.«Sarah Elsing, Frankfurter Allgemeine Zeitung, zu »Shanghai fern von wo«Preise:1994: Internationaler Eifel-Literatur-Preis1994: Martha-Saalfeld-Förderpreis1997: Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis2008: Rheingau Literatur Preis2009: Jeanette Schocken Preis – Bremerhavener Bürgerpreis für Literatur2009: Deutscher Kritikerpreis2009: Düsseldorfer Literaturpreis2009: Joseph-Breitbach-Preis2009: Kunstpreis Rheinland-Pfalz2012: Wiesbadener Lyrikpreis Orphil2012: Deutscher Buchpreis2015: Gerty-Spies-Literaturpreis2019: Jean-Paul-Preis
Georg-Büchner-Preis 2025
100 Beste Bücher des Jahres der ZEIT
»Frau Ministerin, ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Sohn.«
Ein radikal gegenwärtiger Roman über die abgründigen Beziehungen zwischen Söhnen und ihren Müttern. Mit einer Sprachkraft, die Staunen macht, erzählt die preisgekrönte Schriftstellerin Ursula Krechel von symbiotischer Mutterschaft, von existenziell gefährdeten Frauen und von politischer Gewalt.
Mit seiner Mutter sprechen zu müssen, ist für den Sohn von Eva Patarak ein Staatsverbrechen. Für Eva hingegen ist es ein Verbrechen, dass ihr Sohn und sie offenbar ausspioniert werden. Welches Ziel verfolgt die Lateinlehrerin Silke Aschauer mit ihrer Observation? Will sie etwa einen Roman schreiben? Bieten die grausamen Familienverhältnisse der Antike, die sie für den Unterricht aufbereitet, nicht ausreichend Stoff für Faszination? Fest steht nur: Silke hält längst nicht alle Fäden in der Hand, denn ihr eigener Körper hat einen blutigen Aufstand gegen sie angezettelt, der sie in die Rolle der Patientin zwingt. In ihrer Ohnmacht wenden sich beide Frauen an die Justizministerin – ohne zu ahnen, in welche Gefahr sie die Staatsvertreterin damit bringen. Ursula Krechel schreibt in ihrem hoch politischen und stilistisch herausragenden Roman eine Kulturgeschichte aller Frauen – von einer römischen Kaisermutter zu einer Studienrätin, von einer Verkäuferin in einem kleinen Kräuterimperium zu einer Ministerin. Es ist die Geschichte ihres Widerstands gegen die Gewalt, die ihnen physisch und psychisch zugemutet wird.
»Niemand erzählt so formbewusst wie Ursula Krechel.« Andreas Platthaus, FAZ
»Mit ihr zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung eine Autorin aus, die in ihren Gedichten, Theaterstücken, Hörspielen, Romanen und Essays den Verheerungen der deutschen Geschichte und Verhärtungen der Gegenwart die Kraft ihrer Literatur entgegensetzt. […] Das Thema der Selbstbehauptung, Wiederentdeckung und Fortentwicklung weiblicher Autorschaft zieht sich als roter Faden durch ihr gesamtes Schaffen.« Jury des Georg-Büchner-Preises
Rezensionen „Sehr geehrte Frau Ministerin"
»Ursula Krechels Buch [ist] zwar vordergründig ein Roman über Mütter und Söhne. Aber es ist auch ein Buch über das Erzählen. Als solches ist es raffiniert, virtuos und intelligent.« Anna Kardos, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 30. November 2025NZZ am Sonntag (Anna Kardos)
»Kühn stellt sich diese Form der Geschichtsschreibung den klassischen Vorbildern des männlichen Kanons entgegen. Eine Summe ist der Roman jedoch nicht nur wegen dem Vielen, das er vereint, sondern auch im Hinblick auf die Kunst einer der bedeutendsten Autorinnen unserer Tage.« Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 15. Juli 2025
Stuttgarter Zeitung (Stefan Kister)
»Mit ihr zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung eine Autorin aus, die in ihren Gedichten, Theaterstücken, Hörspielen, Romanen und Essays den Verheerungen der deutschen Geschichte und Verhärtungen der Gegenwart die Kraft ihrer Literatur entgegensetzt. […] Das Thema der Selbstbehauptung, Wiederentdeckung und Fortentwicklung weiblicher Autorschaft zieht sich als roter Faden durch ihr gesamtes Schaffen.« Jury des Georg-Büchner-Preises, 15. Juli 2025
Jury des Georg-Büchner-Preises (Stefan Kister)
»[Ursula Krechels Bücher bestechen] durch formale Finesse und gedankliche Präzision.« Denis Scheck, Das Erste Druckfrisch, 23. Februar 2025
Das Erste druckfrisch (Denis Scheck)
»›Sehr geehrte Frau Ministerin‹ [ist] so überraschend und geschickt, mitunter beinahe irritierend komponiert, dass es zu kurz gegriffen wäre, den Roman auf einen bloßen Thesenroman über strukturelle Gewalt gegen Frauen herunterzubrechen.« Wiebke Porombka, Deutschlandfunk, 21. Februar 2025
Deutschlandfunk (Wiebke Porombka)
»Krechels Buch ist gewaltig und es ist feministisch. Mit einer messerscharfen Sprache seziert sie den (männlichen) Blick auf die Frau; auf die fruchtbare und nicht (mehr) fruchtbare Frau, auf die ohnmächtige und die mächtige Frau, die leidende Frau und die Mutter, die am Anspruch der “optima mater”, der besten Mutter, scheitert. Ein kluges, lesenswertes Buch, das Lust auf Konzentration voraussetzt.« Andrea Zuleger, Aachener Zeitung, 17. Februar 2025
Aachener Zeitung (Andrea Zuleger)
»Sie ist eine unfassbar gute Erzählerin. Ihre Sprache ist wirklich messerscharf und passt immer genau zu den Dingen, die sie erzählt. […] [E]s macht total Spaß.« Andrea Zuleger, Aachener Zeitung “Auslese”, 14. Februar 2025
Aachener Zeitung "Auslese" (Andrea Zuleger)
»Ein komplexer, vielschichtiger Roman, der vor allem von einem lebt: der facettenreichen Erzählkunst seiner Autorin.« Herbert Schorn, Oberösterreichische Nachrichten, 03. Februar 2025
Oberösterreichische Nachrichten (Herbert Schorn)
»Es ist eines jener ganz seltenen Bücher, die je länger man über sie nachdenkt, eigentlich immer besser werden. […] [L]iterarisch sehr, sehr beeindruckend.« Denis Scheck, WDR 3, 27. Januar 2025
WDR 3 Mosaik (Denis Scheck)
»Krechel entfaltet bei seiner Beschreibung eine veritable literarische Kampfkunst. Gegen manches autofiktionale Barmen ist dieser hochpoetische und hochpolitische Roman ein hochwillkommenes Gegengift.« Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Januar 2025
FAZ (Andreas Platthaus)
»Ursula Krechels Roman ›Sehr geehrte Frau Ministerin‹ bringt politisches Erzählen auf ein neues Niveau. Ein erster Höhepunkt der deutschsprachigen Literatur dieses Jahres.« Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Januar 2025
FAZ (Andreas Platthaus)
»Jedes Wort in Ursula Krechels Roman ›Sehr geehrte Frau Ministerin‹ ist wohlplatziert […] Die Autorin setzt eine hoch artifizielle verbindende Klammer vom blutgetränkten Lebensweg der machtbesessenen Agrippina bis hin zur zunehmenden Radikalisierung im Alltag der Gegenwart. Dies ist kompositorisch perfekt gelungen. Man folgt der Autorin bereitwillig durch die Jahrhunderte.« Peter Mohr, Augsburger Allgemeine, 19. Januar 2025
Augsburger Allgemeine (Peter Mohr)
»Krechels elegant gebauter, sprachlich bestechender Roman erzählt vielschichtig von einer immer empörungsbereiteren Gesellschaft. Da ist die Blutspur, die sich vom Mord an Agrippina bis zum Anschlag auf die Politikerin zieht. Daneben bleibt auch Raum für die feinen Linien, die den Zerfall des gesellschaftlichen Zusammenhalts andeuten.« Barbara Beer, Kurier, 19. Janaur 2025
Kurier (Barbara Beer)
»Zum Ereignis werden die fortwährenden Bewegungen in seiner Tiefe, zu den Lebenswirklichkeiten dreier Frauen aus diesem Land und ihrer raffinierten Verflechtung miteinander, zu einem Ganzen. Eine intensive, tastende Suche über vermeintlich Alltägliches. Und ebenso eine beständige Erkundung dessen, wie sich angemessen literarisch erzählen lässt.« Niels Beintker, NDR Kultur, 16. Januar 2025
NDR Kultur (Niels Beintker)
»Die deutsche Buchpreisgewinnerin hat einen hinreissenden Roman über Frauen in der Antike und der Gegenwart geschrieben – und ihre missratenen Söhne. […] Ein anspruchsvolles, anregendes, bereicherndes Leseerlebnis.« Martin Ebel, Der Bund, 15. Januar 2025
Der Bund (Martin Ebel)
»Niemand erzählt so formbewusst wie Krechel.« Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07. August 2024
FAZ (Andreas Platthaus)
»Ursula Krechel führt ihre Leser und Leserinnen sprachmächtig in ein so lustvolles wie intelligent konstruiertes Labyrinth aus Fakten und Fiktion, Vergangenheit und Gegenwart, Erzähl- und Metaebene. Wenn es die Aufgabe von Literatur ist, Gewissheiten aufzukündigen, Sicherheiten zu unterlaufen und ein Spiel mit Ambivalenzen zu inszenieren, dann ist ›Sehr geehrte Frau Ministerin‹ Literatur in höchster Potenz.« Bettina Schulte, Die Rheinpfalz, 06. März 2025
Die Rheinpfalz (Bettina Schulte)
»[W]er sich darauf einlässt, [wird] mit einem auch sprachlich glänzenden und überaus lehrreichen Kunstwerk belohnt.« Anne Heucher, Trierischer Volksfreund, 07. Februar 2025
Trierischer Volksfreund (Anne Heucher)
»In Ursula Krechels Roman ›Sehr geehrte Frau Ministerin‹ fließt das Blut in Strömen, und Söhne hasslieben die erste Frau ihres Lebens. Es könnte genau das Buch sein, das wir im patriarchalen Backlash unserer Tage brauchen. […] Viel später, wenn man dieses Buch schon lange beiseitegelegt hat, geht einem womöglich auf, was man da alles erfahren hat.« Marie Schmidt, Süddeutsche Zeitung, 04. Februar 2025
Süddeutsche Zeitung (Marie Schmidt)
»Es ist ein Roman, der immer wieder neu ansetzt, neu befühlt – auch sprachlich! Es ist so poetisch und gleichzeitig so eindringlich und unverstellt, wie Ursula Krechel etwa vom Menstruieren erzählt, und davon, was es bedeuten kann, die Gebärmutter entfernt zu bekommen. […] Der Roman ist gewitzt und gleichzeitig rigoros zärtlich – und genau das macht ihn so widerständig.« Sarah Murrenhoff, rbb radio 3, 23. Januar 2025
Rbb Radio 3 (Sarah Murrenhoff)
»Zwischen der römischen Antike, einem verlorenen kleinen Kräuterimperium auf dem Land und einem Berliner Ministerium schreibt sie ganz verschiedene Beziehungen zwischen Müttern und Söhnen, über Gewalt, aber auch über das Urheberrecht. Dabei zeigt sich auch hier, dass sie in vielen Genres zuhause ist.« Hr2, 15. Januar 2025
hr2 (Sarah Murrenhoff)
»Die Zwangsläufigkeit, mit der hier die Gewalt heranrückt, erinnert stellenweise an einen Thriller, aber es wäre verfehlt, diesem Roman ein derartiges Label zu verpassen. Eher handelt es sich um die Rekonstruktion eines Verbrechens, das jederzeit passieren kann, vor allem aber in einer aufgeheizten politischen Konfliktlage.« Adam Soboczynski, Die Zeit, 15. Januar 2025
Die Zeit (Adam Soboczynski)
»Eindrücklich wie nie entspinnt die deutsche Erfolgsautorin, Deutscher Buchpreis 2012, rund um ein kurios anmutendes Figurenpersonal einen Roman über Gewalt gegen Frauen, historische Kontinuität und Aufbegehren, informiert und raffiniert aufgebaut lässt der Roman Raum für Assoziationen.« Ursula Ebel, Buchkultur, Ausgabe 01/2025
Buchkultur (Ursula Ebel)
»Anhand dreier miteinander verschränkter Frauenleben […] wird das bröckelnde Fundament unserer Gesellschaft aufgezeigt.« Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07. August 2024
FAZ (Andreas Platthaus)
Biografie – Krechel, Ursula
Ursula Krechel, geb. 1947, war Theaterdramaturgin. Sie lehrte an der Universität der Künste Berlin, der Washington University St. Louis und ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. 2025 wurde sie mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.
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