Wer wir sind
Gorelik, Lena (18.05.2021)Wer wir sind · Gorelik, Lena
Roman | Von der Preisträgerin des Heinrich-Mann-Preises für Essayistik
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- Verlag: Rowohlt Berlin
- Autor: Gorelik, Lena
- ISBN: 978-3-7371-0107-3
- Veröffentlichung: 18.05.2021
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 320 Seiten
- Maße: 130 x 26 x 209 (B/T/H)
- Gewicht: 398
- Sprache: deutsch
- Auflage: 4. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
Wie wird man, wer man ist?
- Lena Gorelik erzählt romanhaft die Geschichte ihres Lebens und zeigt, wie man wird, wer man ist – und dabei eine russische, jüdische, deutsche Identität zu etwas Eigenem vereint.Lena Goreliks herausragende autobiographische Reportagen u. a. in der «Zeit» und der «SZ» haben starke Beachtung gefunden.Ein Buch, das mit fremden Augen auf unser Land blickt und viel über Deutschland erzählt.Ein Buch, das die Frage der Identität und des Selbstverständnisses mit großer erzählerischer Kraft erschließt. Diese Thematik findet immer wieder Echo bei der Leserschaft, man denke an Ocean Vuongs «Auf Erden», Saša Stanišićs «Herkunft» oder Julia Francks «Lagerfeuer».«Lena Gorelik erzählt elegant, fließend und mit viel Witz und Tiefe und ragt aus der Schar der jungen, hervorragenden deutschen Autoren weit heraus.» WDR 5
Sankt Petersburg/Ludwigsburg 1992. Ein Mädchen reist mit den Eltern, der Großmutter und ihrem Bruder nach Deutschland aus, in die Freiheit. Was sie dafür zurücklässt, sind ihre geliebte Hündin Asta, die Märchen-Telefonnummer und fast alles, was sie mit Djeduschka, Opa, verbindet – letztlich ihre Kindheit. Im Westen merkt die Elfjährige, dass sie jetzt eine andere und «die Fremde» ist. Ein Flüchtlingskind im selbstgeschneiderten Parka, das die Wörter so komisch ausspricht, dass andere lachen. Auch für die Eltern ist es schwer, im Sehnsuchtswesten wächst ihre russische Nostalgie; und die stolze Großmutter, die mal einen Betrieb leitete, ist hier einfach eine alte Frau ohne Sprache. Das erst fremde Deutsch kann dem Mädchen helfen – beim Erwachsenwerden, bei der Eroberung jenes erhofften Lebens. Aber die Vorstellungen, was Freiheit ist, was sie erlaubt, unterscheiden sich zwischen Eltern und Tochter immer mehr. Vor allem, als sie selbst eine Familie gründet und Entscheidungen treffen muss.
Ein autobiographischer Roman, der zeigt, dass die Identität gerade im Zwiespalt zwischen Stolz und Scham, Eigensinn und Anpassung, Fremdsein und allem Dazwischen stark wird. «Wer wir sind» erzählt, wie eine Frau zu sich findet – und wer wir im heutigen Deutschland sind.
Rezensionen „Wer wir sind"
Ein herrlich poetisches Werk.SPIEGEL plus (Nora Gantenbrink)
Eine schwebende, oft beglückende Sprache.
ZDF "Das blaue Sofa Buchmesse" (Nora Gantenbrink)
Es geschieht selten, sehr selten, dass ich ein Buch lese, das mich derart trifft, das so eine eigene Klangfarbe, so eine tiefe Klugheit hat, dass es einem den Atem verschlägt.
Twitter (Carolin Emcke)
Anschaulich ... spielend leicht ..., aber wie nebenbei werden auch schwere Themen aufgeblättert.
Süddeutsche Zeitung (Carolin Emcke)
Lena Gorelik hat sich in diesem berührenden autobiografischen Roman mit den eigenen Prägungen auseinandergesetzt ... eine Liebeserklärung an ein Leben zwischen zwei Sprachen – und jede von ihnen ist mit anderen Gefühlen besetzt.
Süddeutsche Zeitung (Carolin Emcke)
Wichtig, spannend und auf jeden Fall sehr lesenswert.
Die Presse (Carolin Emcke)
Lena Gorelik geht mutig und offen an ihre Schmerzstellen, erkundet in wunderbarer Sprache ihre Selbstwerdung, eine sehr persönliche und doch ungemein politische Geschichte.
3Sat "Kulturzeit" (Carolin Emcke)
Lena Gorelik schreibt in eindrücklichen Bildern ... Gerade in dem Versuch, unterschiedliche Lebenserfahrungen miteinander in Bezug zu setzen und zu versöhnen, ist 'Wer wir sind' auch ein sehr aktuelles Buch.
MDR (Carolin Emcke)
Was hält Familie zusammen, wenn Hoffnungen, Lebensumstände auseinanderdriften? Für Lena Gorelik sind es tiefe Gefühle, die irgendwann gepflanzt worden sind - und für immer bleiben.
BR Bayern 2 (Carolin Emcke)
Man hat das Gefühl, dabei gewesen zu sein, so knisternd beschreibt Lena Gorelik Familienszenen.
NDR Kultur (Carolin Emcke)
Eine herausragende Romanautorin ... 'Wer wir sind' ist Lena Goreliks Geschichte. Sie schenkt sie uns.
Saarländischer Rundfunk SR 2 Kulturradio (Thibaud Schremser)
Springt leichtfüßig zwischen zarter Melancholie und trocken-lakonischem Witz.
Münchner Merkur (Thibaud Schremser)
Voller Melancholie und auch Poesie ... ein Geschenk.
BR Bayern 2 (Thibaud Schremser)
Eine eigenwillige Liebeserklärung; an die Eltern, die Großeltern, den ertrunkenen Onkel. Gleichzeitig das Zeugnis einer Selbstermächtigung ... Ja, dieses sehr persönliche, in seinen vielen kreisenden Suchbewegungen berührende Buch ist auch eine Liebeserklärung an ein Leben zwischen zwei Sprachen.
SZ Extra (Thibaud Schremser)
Lena Gorelik erzählt elegant, fließend und mit viel Witz und Tiefe und ragt aus der Schar der jungen, hervorragenden deutschen Autoren weit heraus.
WDR 5 (Thibaud Schremser)
Biografie – Gorelik, Lena
Lena Gorelik, 1981 in St. Petersburg geboren, kam 1992 mit ihren Eltern nach Deutschland. Ihr Roman «Hochzeit in Jerusalem» (2007) war für den Deutschen Buchpreis nominiert, «Mehr Schwarz als Lila» (2017) für den deutschen Jugendliteraturpreis. 2021 erschien ihr Roman «Wer wir sind» und wurde begeistert besprochen. Regelmäßig schreibt Lena Gorelik Essays zu gesellschaftlichen Themen, u.a. für die Süddeutsche Zeitung oder Die Zeit. 2024 wurde sie mit dem Heinrich-Mann-Preis für Essayistik ausgezeichnet, 2026 mit dem Preis der Literaturhäuser. Im selben Jahr erschien «Alle meine Mütter», ein neuer Roman.
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