Äquidistanz
Grünbein, Durs (20.07.2022)Äquidistanz · Grünbein, Durs
Gedichte
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Verlag: Suhrkamp
Autor: Grünbein, Durs
ISBN: 978-3-518-43098-9
Produktform: Hardcover
Veröffentlichung: 20.07.2022
- Verlag: Suhrkamp
- Autor: Grünbein, Durs
- ISBN: 978-3-518-43098-9
- Veröffentlichung: 20.07.2022
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 183 Seiten
- Maße: 154 x 22 x 224 (B/T/H)
- Gewicht: 408
- Sprache: deutsch
- Auflage: 1
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Nebenlesemotive: Eintauchen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
- 60. Geburtstag des Dichters am 9. Oktober 2022Ortsbestimmungen an den Bruchkanten der GeschichteVon den kleinen Dingen und vom Wesen der Dichtung
Durch Geschichte und Gegenwart verfolgt Durs Grünbein in diesem neuen, seinem zwölften Gedichtband seinen Kurs des Poetisch-historischen Gedichts. Als Spurensicherung, Ortsbestimmung versteht der Dichter seine Streifzüge durch Zeiten und Räume, in denen er nicht nur Deutschland, sondern auch dem Gegenpol vieler Deutscher, Italien, und in beiden Ländern sich selbst begegnet.
Immer, hier wie dort, kreuzt Vergangenheit den Weg des Wanderers. Durch Mörderreviere führen seine Verse ebenso wie über Lichtungen, zu Tauchgängen im Mittelmeer wie auf gesamtdeutsche Sandpfade und betonierte Magistralen, zwischen Kiesgruben und Flakbunkern, entlang der Ost-West-Achse des unruhigen, wieder mit Kriegen konfrontierten Kontinents. Dass bei solchen Eindrücken der europäische Gedanke ins Spiel kommt – als Realität und Utopie –, wird niemanden wundern, der Grünbein auf seinen Wegen gefolgt ist. »Für alle Fälle kann Dichtung auch das sein: ein Gerät zum Einfangen der Zukunft.«
In seinen Versen verbindet sich die genaue Betrachtung kleiner Dinge mit der feinen Ironie eines Beobachters, dem gerade das unter den großen Themen oft Verschüttete am Herzen liegt. Mit wenigen Strichen ein Gedicht zu zeichnen, ist seine mit den Jahren gereifte Kunst.
Rezensionen „Äquidistanz"
»Die Stärke des Poeten ... ist eine schwebende Mischung aus Pathos und Dezenz. ... In diesem Gedichtband lässt es sich manchmal blättern wie in alten Alben, die den historischen Ansichten eine geisterhaft Gegenwart verleihen.«Der Tagesspiegel (Peter von Becker)
»Grünbeins Antifaschismus ist humanistisch und hellwach, unplakativ.«
neues deutschland (Mario Pschera)
»... Durs Grünbein [findet] in dem klug komponierten, formal von streng gebundenen bis zu freien Prosa-Gedichten reichenden Band zu so etwas wie einer neuen Leichtigkeit, in der sich selbst ein gefundener Einkaufszettel in Lyrik verwandeln kann.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Nils Kahlefendt)
»Durs Grünbeins Gedichte sind Funklöcher im besten Wortsinn: Sie sind empfänglich für anderes als die tosenden Datenströme.«
Neue Zürcher Zeitung (Roman Bucheli)
»Besser kann politische Poesie nicht sein.«
Berliner Zeitung (Christian Schlüter)
»Zwar existiert das Unheil immer und überall, es wird aber auf Distanz gehalten, der Dichter ... hilft dem vorbeigleitenden Leben auf metrisch perfekte Weise ins Wort, was einerseits tröstet, andererseits betäubt.«
WELT AM SONNTAG (Gisela Trahms)
»Äquidistanz bildet eine Art poetischen Vielfältigkeitsparcours, das vorzeitige Fazit zum Stand der dichterischen Dinge.«
Der Standard, Wien (Ronald Pohl)
»Äquidistanz ist ein kluger, offener und feiner Gedichtband ... Er zeigt sich darin als melancholischer Aufklärer und Restromantiker. Intellektuell und emotional großzügig.«
deutschlandfunk.de (Beate Tröger)
»Grünbeins Schreiben scheint von einer Leichtigkeit bestimmt, etwas Skizzenhaftes zu haben, eine manchmal verzaubernde Beiläufigkeit.«
SWR2 lesenswert Magazin (Ulrich Rüdenauer)
»Die Spanne an sprachlich verdichtetem Erfahrungsreichtum ist ein Geschenk und zeigt Grünbein auf einem neuen Höhepunkt seines Wirkens.«
Deutschlandfunk Kultur (Björn Hayer)
»[D]iese Gedichte sind allemal »welthaltig«, sie lassen sozusagen nichts Wesentliches aus. Sie zu lesen gleicht mitunter einer Entdeckungsfahrt, die jedoch nicht ins Ungefähre führt.«
Revierpassagen (online) (Bernd Berke)
Biografie – Grünbein, Durs
Durs Grünbein wurde am 9. Oktober 1962 in Dresden geboren. Er ist einer der bedeutendsten und auch international wirkmächtigsten deutschen Dichter und Essayisten. Nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs führten ihn Reisen durch Europa, nach Südostasien und in die Vereinigten Staaten. Er war Gast des German Department der New York University und der Villa Aurora in Los Angeles. Für sein Werk erhielt er eine Vielzahl von Preisen, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Friedrich-Nietzsche-Preis, den Friedrich-Hölderlin-Preis, den polnischen Zbigniew Herbert International Literary Award sowie den Premio Internazionale NordSud der Fondazione Pescarabruzzo. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Er lebt in Berlin und Rom.
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