Blaue Frau
Strubel, Antje Rávik (26.04.2023)Blaue Frau · Strubel, Antje Rávik
Roman | Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2021
16,00 €
Preise inkl. MwSt. · Kostenloser Versand ab 25,00 € ·
Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage
- Verlag: FISCHER Taschenbuch
- Autor: Strubel, Antje Rávik
- ISBN: 978-3-596-70815-4
- Veröffentlichung: 26.04.2023
- Produktform: Taschenbuch
- Umfang: 432 Seiten
- Maße: 125 x 31 x 190 (B/T/H)
- Gewicht: 365
- Sprache: deutsch
- Auflage: 2. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Produktart: Taschenbuch
- Produktform: Taschenbuch
Ausgezeichnet mit demDeutschen Buchpreis 2021
- Über 100.000 verkaufte Exemplare»Eine Meisterin der inneren Zustände. ... Bereits auf den ersten Seiten von Antje Rávik Strubels gleißendem Roman setzt ein charakteristischer Sog ein.« Maike Albath, Süddeutsche Zeitung
Adina wuchs als letzter Teenager ihres Dorfs im tschechischen Riesengebirge auf. Bei einem Sprachkurs in Berlin lernt sie die Fotografin Rickie kennen, die ihr ein Praktikum in einem neu entstehenden Kulturhaus in der Uckermark vermittelt. Nach einem sexuellen Übergriff durch einen westdeutschen Kulturpolitiker strandet Adina nach einer Irrfahrt durch halb Europa in Helsinki. Dort wird Leonides, ein estnischer Politikwissenschaftler und Abgeordneter der EU, zunächst zu ihrem Halt. Während er sich für die Menschenrechte stark macht, sucht Adina einen Ausweg aus dem inneren Exil.
»Blaue Frau« erzählt aufwühlend vom Ringen um persönliche Integrität einer jungen Frau, unterwegs zwischen Tschechien und Finnland, Estland und Deutschland. In ihren Erfahrungen spiegeln sich auch die jüngsten Machtverhältnisse zwischen Ost- und Westeuropa.
Rezensionen „Blaue Frau"
Antje Rávik Strubel zeichnet im Roman «Blaue Frau» ein tiefenscharfes Porträt einer unheroischen HeldinNeue Zürcher Zeitung (Paul Jandl)
Strubels gewaltige und kunstvoll komponierte Geschichte über die junge Tschechin Adina ist ein Europaroman über eine Zweiklassengesellschaft, eine queere Ost-West-Geschichte und ein feministisches Menschenrechtsplädoyer
Der Standard (Mia Eidlhuber)
Sprachlich ist „Blaue Frau“ von atemberaubender Poesie. Nichts ist kitschig, nichts gefühlig, nichts an der Figur übergriffig.
EMMA (Lena Schneider)
ein starker Roman über weibliche Selbstermächtigung
Luxemburger Wort (Anina Valle Thiele)
Strubel hat ein komplexes und kluges Buch geschrieben, das auf vielfältige Weise die Frage nach der Möglichkeit von Gerechtigkeit auf allen Ebenen stellt.
Wiener Zeitung (Bernadette Conrad)
Sensibel, oft fast lyrisch, stets behutsam, aber nie beschönigend
Münchner Merkur (Melanie Brandl)
Strubels Roman [...] ist ein filigran komponiertes Gewebe, das aus ernste, ja fast feierliche Weise den Versuch unternimmt, Brüche in der weiblichen Identität im komplizierten Einigungsprozess der EU zu spiegeln.
junge Welt (Kerstin Cornils)
So ist diese blaue Frau Teil, manchmal auch Katalysator eines Buchs, das versucht, eine Sprache zu finden für die Folgen männlicher Machtstrukturen. Ein Buch, das anschreibt gegen aufgezwungene Sprachlosigkeit.
SRF (Nicola Steiner)
Ich finde den Roman wirklich glänzend großartig.
NDR Kultur (Joachim Dicks)
Wie Adina über ihre Sinneseindrücke beginnt, sich allmählich auch selbst wiederzufinden, sich herantastet an das Trauma, zieht Seite für Seite mehr in den Bann.
Stern online (Katharina Kluin)
gnadenlos, was Sprachwahl, Drastik und Botschaft angeht
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Andreas Platthaus)
ein großer Wurf
Badische Zeitung (Bettina Schulte-Böning)
Aber wie sie diesen schweren Stoff in eine schwebende Prosa verwandelt [...] zählt zu den nachdrücklichsten Leseerfahrungen dieses Bücherherbstes.
Augsburger Allgemeine (Stefanie Wirsching)
Zeitebenen und Erzählperspektiven verbindet sie kunstvoll
Der SPIEGEL (Felix Bayer)
Spannend ist vor allem die Struktur. Denn immer wieder werden die Ebenen vermischt, verbindet sich Reales mit Traumsequenzen. [...] Reichlich Stoff zum Nachdenken!
Donaukurier (Anja Witzke)
ein großer, eindringlicher Roman im Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft
Neue Osnabrücker Zeitung (Georg Wendt)
ein sprachlich und von der Kraft der Erfindung großartiger Roman, der ernste Chancen auf den Deutschen Buchpreis haben sollte.
Der Freitag (Michael Hametner)
fesselnd, klug, poetisch, [...] voller genauester Beschreibungen - und lässt sich am Ende trotzdem nicht ganz fassen. ›Blaue Frau‹ ist ein Meisterinnenwerk.
Potsdamer Neueste Nachrichten (Lena Schneider)
In denkwürdigen Sätzen entwickeln Strubels Alter ego und die geheimnisvolle blaue Frau eine Poetik der Diskretion.
Die Zeit (Miryam Schellbach)
Blaue Frau ist ein Buch, das man verändert aus der Hand legt.
MDR Kultur (Ellen Schweda)
Strubel erzählt uns das, zwingend und schön, psychologisch klar und streng ausdifferenziert, vor dem fahlen Leuchten der finnischen Landschaft: Eine große, berührende Geschichte!
ARD (Denis Scheck)
es schärft den Blick, es schärft die Empathie, wie große Literatur das ja immer tut, für das, was vor unseren Augen vor sich geht und was wir allzu oft ausblenden.
WDR 2 (Denis Scheck)
Eine auch sprachlich beeindruckende Reise.
Die Presse (Spectrum) (Bettina Steiner)
Mit unentrinnbarer Wucht treibt der Roman auf eine Gewalttat zu.
Sächsische Zeitung (Karin Grossmann)
kompromisslos erzählt [...] mit elementare[r] Wucht.
FAZ.net (Andreas Platthaus)
Strubel entfaltet ihre Geschichte in genauen Beobachtungen, zeigt Blicke, Verhaltensweisen, Kleidung, Tonlage, Habitus ihre Figuren.
Berliner Zeitung (Sabine Rohlf)
[...] ein hochambitioniertes Wechselspiel zwischen gegenwärtigen Momentaufnahmen und den seelischen Lasten der Vergangenheit.
Abendzeitung München (Peter Mohr)
Es ist ein sehr komplexes, packendes Buch.
Deutschlandfunk Kultur (Andrea Gerk)
Passagen von lyrischer Sprachintensität finden sich neben politische Statements, bittere Vergangenheiten führen in eine – vielleicht – hellere Zukunft [...].
WDR3 (Jutta Duhm-Heitzmann)
Vom Recht, sich selbst zu erzählen, und das auch noch fesselnd: Antje Rávik Strubels Roman „Blaue Frau“ ist das Porträt einer Frau - und von Europa.
Der Tagesspiegel (Lena Schneider)
Was in der Zusammenfassung einfach und klar erscheint, entfaltet Strubel in aller Komplexität und Widersprüchlichkeit: die existenzvernichtende Macht eines Traumas.
Die Welt/Literarische Welt (Richard Kämmerlings)
ein ungeheuer vielschichtiger, kluger, politischer, psychologischer neuer Roman von Antje Rávik Strubel.
rbb Kultur (Anne-Dore Krohn)
eine Meisterin der inneren Zustände. [...] Bereits auf den ersten Seiten von Antje Rávik Strubels gleißendem Roman ›Blaue Frau‹ setzt ein charakteristischer Sog ein.
Süddeutsche Zeitung (Maike Albath)
sie beherrscht die Kunst, das im Grunde Unerzählbare ohne große Worte zu thematisieren.
Bayerischer Rundfunk, Bayern 2 (Niels Beintker)
Biografie – Strubel, Antje Rávik
Antje Rávik Strubel ist Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie lehrte am Deutschen Literaturinsitut und an der Washington University in St. Louis und ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Zu ihren Veröffentlichungen zählen u.a. die Romane »Unter Schnee« (2001), »Tupolew 134« (2004) und »Kältere Schichten der Luft« (2007), für den sie mit dem Rheingau Literatur Preis sowie dem Hermann-Hesse-Preis ausgezeichnet wurde. 2021 erhielt sie den Deutschen Buchpreis für ihren Roman »Blaue Frau«. Im März 2025 erschien ihr jüngster Roman »Der Einfluss der Fasane«. Außerdem veröffentlichte sie Essays und Reiseerzählungen über Schweden und Brandenburg. Sie übersetzt aus dem Englischen und Schwedischen u. a. Joan Didion, Monika Fagerholm, Lucia Berlin und Virginia Woolf. Antje Rávik Strubel lebt in Potsdam. (www.antjestrubel.de)
Leseprobe
Anmelden