Das Ende vom Lied
Wildenhain, Michael (14.02.2026)Das Ende vom Lied · Wildenhain, Michael
Roman | »Das Ende vom Lied“ ist für mich wirklich eine literarische Offenbarung.« Denis Scheck
26,00 €
Preise inkl. MwSt. · Kostenloser Versand ab 25,00 € ·
Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage
- Verlag: Klett-Cotta
- Autor: Wildenhain, Michael
- ISBN: 978-3-608-98921-2
- Veröffentlichung: 14.02.2026
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 416 Seiten
- Maße: 128 x 210 (B/H)
- Gewicht: 508
- Sprache: deutsch
- Auflage: 1. Auflage 2026
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
- Für Leser und Leserinnen von Uwe Timm und Christoph Hein
SWR BESTENLISTE JUNI 2026
Fremde Welt Westberlin – und die Sehnsucht nach der Liebe und dem Leben
»Ich glaube, es wird hohe Zeit, dass wir Michael Wildenhain als Chronisten dieser Stadt so nennen, wie wir E.L. Doctorow oder DonDelillo als Chronisten von New York nennen. Das ist für mich wirklich eine literarische Offenbarung.« Denis Scheck
Mit 13 Jahren ist der Junge in diesem Alter: Das Leben hängt schief in den Angeln, der Alltag gerät zum Schwelbrand, die erste Liebe überwältigt ihn und lässt die Tage beben. 1969 steht die Zeit in Westberlin vielerorts noch still, und doch ändert sich für den Jungen alles. Von dieser Zerrissenheit erzählt Michael Wildenhain in seinem Roman so virtuos und episch, wie es nur einer kann, der dabei war.
Weil der Vater eine neue Stelle antritt, muss auch der Sohn in die Belziger Straße ziehen, in eine Atmosphäre der Wut gegen die ganze Welt. Hier droht die von den Traumata des Krieges geprägte Familie – der versehrte Vater, die gezeichnete Mutter – zu zerfallen; dort lockt die Wirklichkeit der Straße, brutal und zärtlich, derb und schön, die den Jungen in eine Entscheidung von beträchtlicher Tragweite treibt. Was zählt: die Nähe zu Körschi, Bandenchef und bester Boxer der Belziger. Und Alina, die Angebetete, die Körschi als sein Eigentum betrachtet und von der der Junge dennoch nicht lassen kann. Manchmal, das erfährt er, musst du etwas riskieren, selten sogar das Leben. »Das Ende vom Lied« erzählt von einem Westberlin jenseits der 68er Ereignisse, einer Stadt, wie es sie nie wieder geben wird, vom unstillbaren Durst nach der ungezähmten Realität und vom Licht, in dem wir träumen.
Rezensionen „Das Ende vom Lied"
»Was also können die "Enkel" daraus mitnehmen? Vielleicht dies: Dass es eine Geschichte gibt, über die man in Geschichtsbüchern nichts erfährt, sondern nur dank der Vorstellungskraft von Romanen wie ›Das Ende vom Lied‹, die sich und uns das Erinnern nicht zu einfach machen und die von der Vergangenheit als unheimlichem Gewebe erzählen.« Steffen Martus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08. April 2026FAZ (Steffen Martus)
»Es wird gelitten und gestorben, zugeschlagen und gebrüllt in ›Das Ende vom Lied‹, und doch huldigt der Autor, mitunter nostalgisch gerührt, einem untergegangenen Paradies.« Der Spiegel Kultur, 02. März 2026
Spiegel Kultur (Steffen Martus)
»Eine packende Lektüre […], nicht nur, weil der […] Autor virtuos mit Perspektivwechseln, Zeitkolorit und packenden, anspielungsreichen Dialogen arbeitet, sondern weil er zeigt, wie brutal das Erwachsenwerden sein kann, wenn Macht und Moral auch Jahrzehnte nach Kriegsende noch in Trümmern liegen.« Oliver Pfohlmann, WDR, 19. Februar 2026
WDR (Oliver Pfohlmann)
»Ein lässiger oft derber Ton bestimmt die Sprache des Romans, es ist der Jargon der Straße, den Michael Wildenhain sicher beherrscht.« Holger Heimann, SWR Kultur, 06. April 2026
SWR Kultur (Holger Heimann)
»Entwicklungsroman und stimmungsvolles zeitgeschichtliches Panorama in einem.« Aachener Zeitung, 30. März 2026
Aachener Zeitung (Holger Heimann)
»Wie der berühmte Film ›Gangs of New York‹ das New York des 19. Jahrhunderts auf die Leinwand gebannt hat, so kann man aus diesem Buch nochmal den Geist der Sechzigerjahre im geteilten Berlin erfahren.« Denis Scheck, 3sat, 20. März 2026
3sat (Denis Scheck)
»Michael Wildenhains Romane haben noch nie in die Schublade jener Generationenbücher gepasst, in denen sich seit den 80er-Jahren immer neu nachwachsende Alterskohorten porträtiert haben – und das gilt auch für ›Das Ende vom Lied‹. Der Anspruch, den seine Bücher erheben, ist umfassender, zielt genauso auf ein vielschichtiges Gesellschaftsbild wie darauf, Stimmen gerecht zu werden, die nur wenig eloquent oder auch gar nicht für sich selbst sprechen konnten.« Michael Schmitt, Deutschlandfunk, 01. März 2026
Deutschlandfunk (Michael Schmitt)
»[Michael Wildenhain] hat einen furiosen, sprachmächtigen Roman über das Erwachsenwerden im West-Berlin des Jahres 1969 vorgelegt.« Oliver Pfohlmann, WDR, 19. Februar 2026
WDR (Oliver Pfohlmann)
»Man merkt einfach auch, dass es ihm um was geht. Dass es ihm richtig um was geht. […] Das ist seine Geschichte und ja letztlich auch die Geschichte unserer Jugend in Westberlin, unserer Nachkriegsjugend, und das lohnt sich schon sehr zu lesen.« Iris Radisch, Die Zeit Podcast „Was liest du gerade?“, 07. Februar 2026
Die Zeit Podcast (Iris Radisch)
»Eine ganz tolle Geschichte Westberlins und diesem superseltsamen Planten, der ja auch ein bisschen verschollen ist, an den man ja auch gar nicht mehr so richtig erinnert.« Adam Soboczynski, Die Zeit Podcast „Was liest du gerade?“, 07. Februar 2026
Die Zeit Podcast (Iris Radisch)
Biografie – Wildenhain, Michael
Michael Wildenhain ist 1958 in Berlin geboren, wo er auch heute lebt. Nach einem Philosophie- und Informatikstudium engagierte er sich in der Hausbesetzerszene – Stoff u. a. für seine ersten literarischen Veröffentlichungen: »zum beispiel k.«, »Prinzenbad« und »Die kalte Haut der Stadt«. Für sein literarisches Schaffen wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Alfred-Döblin-Preis, dem Ernst-Willner-Preis, dem Stipendium der Villa Massimo sowie dem London-Stipendium des Deutschen Literaturfonds. Michael Wildenhain veröffentlichte mehrere Romane. »Das Lächeln der Alligatoren« war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und wurde mit dem Brandenburger Kunstpreis ausgezeichnet. »Das Singen der Sirenen« erschien 2017 und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. 2026 erscheint sein neuer Roman »Das Ende vom Lied«.
Leseprobe
Anmelden