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Der blinde Fleck

Lebert, Stephan & Lewitan, Louis (16.04.2025)
Produktinformationen "Der blinde Fleck"
  • Heyne
  • Lebert, Stephan & Lewitan, Louis
  • 978-3-453-21869-7
  • 16.04.2025
  • Hardcover
  • 304 Seiten
  • 144 x 30 x 221 (B/T/H)
  • 451
  • deutsch
  • Originalausgabe
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
  • Entdecken
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • Ein aktueller Beitrag zur Erinnerungskultur: 80. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus am 8. Mai 2025
Der blinde Fleck in der eigenen Familiengeschichte

Die Schoah und das Ende des Zweiten Weltkriegs liegen weit zurück, es leben nur noch wenige Zeitzeugen und Zeitzeuginnen. Ihre Vergangenheit jedoch hinterlässt bis heute Spuren in den Familien. Geprägt durch eine Katastrophe, die sie nicht selbst erlebt haben, haben viele Nachkommen der Täter, Komplizen, Handlanger, Mitläufer und Opportunisten seelische Wunden, deren Ursachen sie oft nur vage kennen: zwischenmenschliche Kälte, Schuldgefühle, Ängste, Einsamkeit, ein Gefühl der Entwurzelung. In vielen Familien sind bleiernes Schweigen, verdrängte Erinnerungen, wohlgehütete Geheimnisse, hartnäckige Lügen allgegenwärtig – ein erdrückendes Erbe, dessen Gift bis heute wirkt. Doch nun bricht dieser Panzer des Schweigens auf: Da sie keine Konfrontation mit den Großeltern oder Eltern mehr fürchten müssen, recherchieren immer mehr Menschen ihre Familiengeschichte und spüren nach, wie sich diese auf die eigenen Lebensmuster ausgewirkt hat. Der Trauma- und Stressexperte Louis Lewitan und der preisgekrönte Journalist Stephan Lebert schreiben anhand von ergreifenden Gesprächen mit Betroffenen über die ebenso schwierige wie befreiende Auseinandersetzung mit der Last der eigenen Familiengeschichte. Ein Beitrag zur deutschen Erinnerungskultur, der aktueller denn je ist.

Rezensionen „Der blinde Fleck"

»[D]as Buch zeigt, wie befreiend es sein kann, sich mit der Last der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzten. Auch wenn man aus einer Täter-Familie kommt.«
ZDF aspekte

»(Die Autoren) benennen eines der eklatanten Probleme der deutschen Erinnerungskultur [...], [das] in den Familien aber nie angekommen ist. Dort regierte jahrzehntelang das Schweigen.«
Süddeutsche Zeitung, Sebastian Schoepp

»[Die Autoren] haben ein Buch geschrieben, das man nicht wieder aus der Hand legt, hat man erst einmal mit der Lektüre begonnen.«
Münchner Feuilleton, Gisela Fichtl

»80 Jahre nach Kriegsende wächst [...] das Verlangen, zu ergründen, wer wie in die Verbrechen verstrickt war. Obwohl - oder vielleicht weil – die Zeitzeugen immer weniger werden.«
FOCUS

»Für alle, die die wahre Rolle ihrer eigenen Vorfahren in der Nazizeit erkunden und das Schweigen in ihrer Familie brechen möchten, eine unentbehrliche Hilfe.«
Lokalkompass Düsseldorf, Norbert Opfermann

Biografie – Lebert, Stephan

L
Lebert, Stephan
Stephan Lebert, Jahrgang 1961, arbeitet nach Stationen bei der »Süddeutschen Zeitung« und dem »Tagesspiegel« heute als Reporter bei der Wochenzeitung »Die Zeit«. 1998 wurde er mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet, 2022 mit dem Theodor-Wolff-Preis (zusammen mit Catarina Lobenstein). Im Jahr 2000 veröffentlichte er das Sachbuch »Denn du trägst meinen Namen« über das Erbe prominenter Nazi-Kinder. Zusammen mit seinem Bruder Andreas schreibt er Kriminalromane.Louis Lewitan, geboren 1955 in Lyon, ist klinischer Psychologe, Coach und Publizist. Er zählt zu den renommiertesten Stress-Experten der Republik. Internationale Erfahrungen auf dem Gebiet erlangte er als Forscher und Executive Director der »Jerome Riker International Study of Organized Persecution of Children« in New York. Schwerpunkt der Stiftung war die Erforschung der Spätfolgen der Schoah bei Kinder-Überlebenden und deren Nachkommen. Die internationalen Forschungsergebnisse trugen zum Verständnis von Resilienz bei Überlebenden und deren Nachkommen bei. Heute sind Louis Lewitans psychologische Kompetenz und Erfahrung als Coach und Berater in der Politik, Wirtschaft und Kultur gefragt.
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