Die Lebensentscheidung
Menasse, Robert (18.02.2026)Die Lebensentscheidung · Menasse, Robert
Novelle | »Das ist große und klare Prosa – ohne Allüren, souverän erzählt, mit einem wunderbaren Rhy… mehr lesen
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- Verlag: Suhrkamp
- Autor: Menasse, Robert
- ISBN: 978-3-518-43274-7
- Veröffentlichung: 18.02.2026
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 158 Seiten
- Maße: 132 x 20 x 208 (B/T/H)
- Gewicht: 304
- Sprache: deutsch
- Auflage: 3
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
- Eine packende Geschichte darüber, wie das Leben eigene Entscheidungen trifftEin außergewöhnliches Mutter-Sohn-SchicksalEin Buch über unerwartetes Mitgefühl und VerbundenheitEine andere, überraschende Seite des politischen Denkers und Erzählers Robert Menasse
Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine »Lebensentscheidung« und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89. Geburtstag in Wien besucht, verschweigt er ihr jedoch seinen vorgezogenen Ruhestand. Und auch das Gespräch mit Nathalie, mit der er seit vier Jahren in Brüssel eine Beziehung führt, über die gemeinsame Zukunft misslingt. Dann treten wiederkehrende Schmerzen auf, die sich nicht länger ignorieren lassen. Der Befund: Krebs, unrealistisch, dass er noch ein Jahr lebt. Und mit einem Mal geht es allein darum, seine Mutter darüber zu täuschen, ihr den Schmerz zu ersparen, ihren Sohn sterben zu sehen:
»Überleben konnte für ihn nur heißen, seine Mutter zu überleben. Vor ihr, bis zu ihrem Tod, seine Krankheit zu verheimlichen. Es ging jetzt um einen Überlebenswettkampf. Das war jetzt die Lebensentscheidung.«
Kann man über sein Leben entscheiden? Nicht über das Ende, sondern mit Willenskraft über das Weiterleben, länger, als erwartbar wäre? Mit existentieller Wucht und dennoch leichtfüßig erzählt Robert Menasse in Die Lebensentscheidung von einem Wettlauf mit dem Tod. Leben und Sterben, Liebe und Familie, darum geht es in dieser raffiniert-kunstfertigen Novelle.
Rezensionen „Die Lebensentscheidung"
»Robert Menasse hält die europäische Idee auf literarische Weise wach, so gibt sie wenigstens noch brillanten Erzählstoff her.«Berliner Zeitung (Cornelia Geißler)
»Das ist große und klare Prosa – ohne Allüren, souverän erzählt, mit einem wunderbaren Rhythmus, ohne Längen oder gewollte Ambivalenzen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Luca Vazgec)
»[Die Lebensentscheidung] ist ein radikales Buch, gerade weil es im Ton lässig gehalten ist und das beschriebene Szenario ohne Exzentrik, Abenteuer oder sonstige dramaturgische Volten auskommt. ... [G]roße Literatur.«
DIE ZEIT (Daniel Haas)
»Die Schulden mögen noch so erdrückend, eine Erkrankung noch so fatal, das Leben noch so verkorkst sein – den Eltern, in Sonderheit der Mutter zuzumuten, den Leichnam des eigenen Sohnes in Empfang zu nehmen, ist vielleicht das größte intergenerationale Tabu ... Robert Menasse nun konfrontiert die Hauptfigur seiner neuen Novelle Die Lebensentscheidung mit diesem Gedankengang. Dass und wie er es tut, zeugt von einer schriftstellerischen und intellektuellen Größe ...«
DIE WELT (Konstantin Sakkas)
»Für alle, die verstehen wollen, wie persönliche Schicksale und große Politik miteinander verwoben sind, und die einen tieferen Einblick in die Herausforderungen des europäischen Projekts gewinnen möchten, ist Die Lebensentscheidung eine unverzichtbare Lektüre.«
Frankfurter Rundschau (Sven Trautwein)
»Robert Menasse, der grosse schreibende Europäer, hat sich mit dieser witzigen, sanften, tollkühnen Novelle selbst übertroffen.«
NZZ am Sonntag (Peer Teuwsen)
»Robert Menasse erzählt in Die Lebensentscheidung eine brillant verknappte Geschichte über Abschied und Tod, Familie und die EU.«
Neue Zürcher Zeitung (Paul Jandl)
»Das ist eine kluge, ebenso zarte wie gnadenlose Novelle über eine Lebensentscheidung, die man gar nicht treffen kann – die tritt sozusagen das Leben letztlich selbst.«
Bunte (Elke Heidenreich)
»Menasse treibt ein virtuoses Spiel mit der Gattung Novelle ...«
Republik (Daniel Graf)
»[Menasses] soeben erschienene Novelle Die Lebensentscheidung zeigt auf engstem Raum die Qualitäten dieses genuinen Erzähler ...«
Philosophie Magazin (Meike Feßmann)
»Lebensnäher kann Literatur kaum sein.«
Darmstädter Echo (Andreas Müller)
»[Ein] kunstvoller, bei aller Tragik eben nicht schwermütiger Text ... Menasse schuf Figuren, die sich einprägen.«
Lüdenscheider Nachrichten (Ralf Stiftel)
»Täuschungen und halbherzige Bekenntnisse, Selbstgefälligkeiten und Statusstolz, Lebensangst und Lebenslust kommen da auf die Erzählbühne. Wie Menasse das macht, ist große Kunst.«
Aachener Zeitung (Michael Braun)
»[E]ine restlos großartige Lektüre ... Robert Menasse zeigt sich mit die sem konzentrierten Buch auf der Höhe seiner Schreibkunst.«
Gießener Anzeiger (Björn Gauges)
»Auf 158 existenziellen Seiten verschwendet Menasse ... keinen Satz. Unbedingt lesen! «
Nürnberger Zeitung (Björn Gauges)
»Rührend, grotesk– mit messerscharfer Sprache.«
bz Basel (Hansruedi Kugler)
»In der Novelle Die Lebensentscheidung erzählt Menasse kraftvoll, aber in humorvollem, teils sarkastischen Ton, über ein schweres Thema: das Altern, den Schmerz und den Tod.«
BRF (Judith Peters)
»Eine kunstvoll gebaute Novelle darüber, wie europäische Geschichte, Politik und familiäre Bindungen in einem einzelnen Leben aufeinanderprallen.«
BRF (Judith Peters)
»Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht ist eine Summe des literarischen Inventars Josef Winklers, das noch einmal sprachgewaltig die Beharrlichkeit dieses singulären Werks verdeutlicht. Wäre es in der Literatur jemals um Bewertungen gegangen, hier müsste sie ›Summa cum laude‹ lauten.«
Die Presse (Florian Baranyi)
»Das Aufregende an diesem Meisterstück einer Novelle ist, dass sie so unaufgeregt und mitunter sogar humorvoll die Reise ins Land der letzten Dinge antritt.«
Kleine Zeitung (Bernd Melichar)
»Das muss man erstmal als Autor hinbekommen, politisches Statement und Liebesgeschichte wie selbstverständlich zusammenzubringen.«
Berliner Morgenpost (Uwe Sauerwein)
»Man merkt, Robert Menasse hat ein feines Gespür für's Tragische wie für's Komische. ... Anregend.«
SRF (Simon Leuthold)
»Zwischen verschwiegenen Leiden, schwarzem Humor und stiller Zärtlichkeit: Robert Menasse beschreibt in seinem neuen Roman eine ungewöhnliche, kitschfreie Liebesgeschichte zwischen Mutter und Sohn.«
NDR (Alexander Solloch)
»Robert Menasse erzählt in diesem kleinen Stück großer Literatur ohne Pathos, mit Empathie und auch mit trockenem, fein dosiertem Humor vom Sterben seines EU-Bürgers.«
Augsburger Allgemeine Zeitung (Stefanie Wirsching)
»Robert Menasse erzählt ... mit großer Empathie und einem Höchstmaß an menschlicher Wärme.«
lokalkompass.de (Peter Mohr)
»[Menasse erzählt] mit feinem, oft trockenem Humor, mit liebevoll bösen Beobachtungen ...«
Heilbronner Stimme (Martin Oversohl)
»Wie Robert Menasse dieses Versteckspiel zweier Menschen, die einander so nahe stehen (und so ähnlich sind), beschreibt, das ist grandios und trotz aller Tragik oft komisch.«
Die Furche (Brigitte Schwens-Harrant)
»Robert Menasse ... bohrt sich mit markanten Sätzen direkt ins Herz der Leserinnen und Leser.«
Tiroler Tageszeitung (Joachim Leitner)
»[Der Protagonist] will nicht vor seiner Mutter sterben. ... Ein ... Wettlauf, von Menasse mit großer lakonischer Könnerschaft inszeniert ...«
Der Standard (Ronald Pohl)
»... selbst für europamüde Leser [wäre es] ein Versäumnis, Menasses Novelle nicht zu lesen.«
Rheinische Post (Lothar Schröder)
»Falls eine EU-Norm für unter die Haut gehende Prosa in Planung sein sollte – bei dieser Novelle könnte sie Maß nehmen.«
SWR (Wolfgang Schneider)
»Die Lebensentscheidung ist eine tragikomische Abwicklung einstiger Hoffnungen. Die Gattungsentscheidung beweist ein weiteres Mal Menasses literarisches Händchen. In dieser an Altersromanen reichen Saison hat er schon jetzt den Vogel abgeschossen.«
Deutschlandfunk Kultur (Meike Feßmann)
»[Menasse] gelingt, was literarisch zum Schwierigsten überhaupt gehört: kluger Witz, der das Aussichtsloseste raffiniert einhüllt und einen herzhaft zum Lachen bringt.«
Die Presse (Friederike Gösweiner)
»Die ebenso erhellende wie feinfühlige Schilderung der Mutter-Sohn-Beziehung gehört zum Besten, was Robert Menasse jemals geschrieben hat.«
Oberösterreichische Nachrichten (Christian Schacherreiter)
»... mit Wendungen ..., die eine bestürzende Intensität haben.«
Salzburger Nachrichten (Wolfgang Huber-Lang)
»Ich kann [Die Lebensentscheidung] nur auf's Allernachdrücklichste empfehlen, weil es diese Mischung hat aus Persönlichkeit, Emotionalität und politischer Kritik. Wie Menasse das zusammenführt in diesem ... präzisen, zielführenden Buch ist erzählerisch ganz groß.«
rbb (Jörg Magenau)
»... auf dem engen Raum einer Novelle läuft er als Erzähler zur Hochform auf.«
Falter (Sebastian Fasthuber)
»Gewieft verknüpft Die Lebensentscheidung eine persönliche Tragödie mit der politischen Realität der EU – und erscheint in einem Moment, in dem Europa vor existenziellen Herausforderungen steht.«
ORF (Sebastian Fasthuber)
»Die Lebensentscheidung ist ein formvollendetes Stück Literatur ...«
Münchner Feuilleton (Florian Welle)
»Autor Menasse legt ein feines, psychologisch ausgeforschtes Stück Literatur vor, existenziell, ergreifend. Bei all dem zugänglich – und bemerkenswert sprachkreativ.«
Prog & Prosa, Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern (Florian Welle)
Biografie – Menasse, Robert
Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den »Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre – zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie – an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.
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