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Produktinformationen "Russische Spezialitäten"
  • Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
  • Kapitelman, Dmitrij
  • 978-3-446-28247-6
  • 516/28247
  • 18.02.2025
  • Hardcover
  • 192 Seiten
  • 134 x 19 x 208 (B/T/H)
  • 306
  • deutsch
  • 7
  • 7 %
  • Entspannen
  • Auseinandersetzen
  • Buch gebunden
  • Hardcover

Dmitrij Kapitelmanns Roman erzählt von einer ukrainischen Familie, die in Leipzig russische Spezialitäten verkauft und dabei zwischen zwei Welten navigiert. Das Buch verbindet Intimität mit politischer Schärfe und beleuchtet, wie persönliche Beziehungen durch historische Konflikte und Sprachbarrieren belastet werden. Eine eindringliche Reflexion über Migration, Identität und die Unmöglichkeit, sich in Zeiten von Krieg und Missverständnis wirklich zu verstehen.

Deutscher Buchpreis 2025 (Longlist)

  • Eine jüdisch-ukrainische Familie, die einen russischen Lebensmittelladen betreibt: Der explosive Ausganspunkt für Dmitrij Kapitelmans großen neuen Roman
  • Unterhaltsam, bittersüß und zutiefst politisch: eine emotionale Familiengeschichte in Zeiten von alten und neuen Kriegen
  • "Kapitelman ist ein brillanter Erzähler, lustig, selbstironisch und mit klarem Blick." Tobias Rapp, Spiegel online
Bittersüß und zutiefst politisch schreibt Dmitrij Kapitelman in seinem neuen Roman über Familie und die (Un-)Möglichkeit der Verständigung in Zeiten alter und neuer Kriege. Eine Familie aus Kyjiw verkauft russische Spezialitäten in Leipzig. Wodka, Pelmeni, SIM-Karten, Matrosenshirts – und ein irgendwie osteuropäisches Zusammengehörigkeitsgefühl. Wobei, Letzteres ist seit dem russischen Überfall auf die Ukraine nicht mehr zu haben. Die Mutter steht an der Seite Putins. Und ihr Sohn, der keine Sprache mehr als die russische liebt, keinen Menschen mehr als seine Mutter, aber auch keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt. Klug ist es nicht von ihm, mitten im Krieg in die Ukraine zurückzufahren. Aber was soll er tun, wenn es nun einmal keinen anderen Weg gibt, um Mama vom Faschismus und den irren russischen Fernsehlügen zurückzuholen? Ein Buch, wie nur Dmitrij Kapitelman es schreiben kann: tragisch, zärtlich und komisch zugleich.

Rezensionen „Russische Spezialitäten"

»Kapitelmans Buch ist ein eindringliches Zeitzeugnis der Wunden, die dieser Krieg anrichtet.« Katja Baigger, NZZ am Sonntag, 30.11.25 »Kapitelman schreibt mit zärtlichem Blick über die, denen er politisch hart entgegentreten muss. Ein Buch über die Unmöglichkeit der Verständigung, das Verständnis ermöglicht.« Tobias Becker, Der Spiegel, 22.02.25 »Gerade darin entfaltet der Roman seine Qualität – wenn der Held zwischen seiner ukrainisch-jüdisch-moldawischen Familie und der bröselnden eigenen Identität nach Gewissheiten sucht.« Ruth Bender, Saarländischer Rundfunk, 02.04.25 »Ein höchst seltenes Leseglück.« Erhard Schütz, Das Magazin, 29.03.2025 »Herzergreifend komisch … Eine aufwühlende und beglückende Lektüre.« Franziska Hirsbrunner, SRF1, 19.08.25 »Ich war von diesem Buch begeistert! Es ist eine wahnsinnig berührende und traurige und manchmal auch verzweifelte Geschichte.« Anne-Cathrin Simon, Podcast ›Die Bücherei‹, 23.03.25 »Man weiß nie genau, wo das Autobiografische aufhört und das Fiktionale beginnt. Aber letztlich ist das einerlei, denn es geht um universelle Themen: wie man für immer in seiner Sprache beheimatet ist und wie schwierig es ist, ein liebender Sohn zu bleiben.« Sabine Frank, MDR Kultur, 17.03.25 »Ein autobiografischer Roman über Identitätsfragen in identitätspolitisch hochtoxischen Zeiten.« Alex Rühle, SZ Online, 27.02.25 »Das ist witzig, brillant witzig.« Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 21.02.25 »Den Mutter-Sohn-Konflikt erzählt Kapitelman auf tiefgründige, zärtliche Weise und immer mit einem großartigen Gespür für Situationskomik, obwohl die Lage todernst ist. ›Russische Spezialitäten‹ ist ganz große Literatur.« Björn Hayer, Der Freitag, 20.02.25 »In ›Russische Spezialitäten‹ erforscht Dmitrij Kapitelman die Beziehung zu seinen Eltern, vor allem zur Mutter; die politischen Kräfte, auch jene in Deutschland, immer im Blick. Er tut dies verzweifelt und zugewandt; liebevoll und verständnislos. Was nach Schwere klingt, liest sich bei Kapitelman dennoch leicht. Weil er ein empathischer Beobachter und Erzähler ist. Weil er sich Worte, Sätze und Szenen ausdenkt, die von liebenswertem Sarkasmus und poetischer Luftigkeit getränkt sind.« Andrea Schwyzer, NDR Kultur, 17.02.25 »Es ist ein sanftes Buch, sehr humorvoll, sehr liebenswert, obwohl es doch ein düsteres Thema hat, aber Kapitelman zaubert aus diesem düsteren Thema ein leichtes, sehr schönes und gleichzeitig auch sehr bewegendes Buch.« Irene Binal, Ö1 ex libris, 16.02.25 »Die Schilderungen Dmitrij Kapitelmans gehen unter die Haut und man spürt ihren autobiografischen Charakter.... ›Russische Spezialitäten‹ ist ein intensives Hörerlebnis, vor allem dadurch, dass Dmitrij Kapitelman seinen Gedanken und Gefühlen seine eigene Stimme verleiht. Mal heiter, mal melancholisch, aber immer authentisch.« Hannegret Kullmann, SWR Kultur, 27.06.25 »Bei aller Schwere hat Dmitrij Kapitelman ein stellenweise komisches Buch geschrieben, eines, das dem Schrecken oft mit freundlichem Sarkasmus begegnet.... Wahrheitsfälschung und autoritäre Gewalt bleibt leider ein hochaktuelles Thema. Und niemand kann das so treffsicher auf den Punkt bringen wie Kapitelman.« Anne Stürzer, Nordsee-Zeitung, 10.9.25


Biografie – Kapitelman, Dmitrij

K
Kapitelman, Dmitrij
Dmitrij Kapitelman, 1986 in Kyjiw geboren, kam im Alter von acht Jahren als »Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Er studierte Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Leipzig und absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München. Heute arbeitet er als freier Journalist. 2016 erschien sein erstes, erfolgreiches Buch "Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters", für das er den Klaus-Michael Kühne-Preis gewann. 2021 folgte "Eine Formalie in Kiew", für das er mit dem Buchpreis Familienroman der Stiftung Ravensburger Verlag ausgezeichnet wurde.
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