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Die letzte Patientin

Edschmid, Ulrike (11.09.2024)
Produktinformationen "Die letzte Patientin"
  • Suhrkamp
  • Edschmid, Ulrike
  • 978-3-518-43183-2
  • 11.09.2024
  • Hardcover
  • 111 Seiten
  • 133 x 11 x 210 (B/T/H)
  • 216
  • deutsch
  • 1
  • 7 %
  • Entspannen
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • Von der Lebenslust und Sinnsuche einer ganzen GenerationIntensiv und dennoch leichthändig erzähltTrost und Ungewissheit, die auch nach der Lektüre präsent bleiben

Rauchend saß sie am Küchentisch, und ein »lasziver Lebensüberdruss, wie man ihn aus Filmen der Nouvelle Vague kennt« umgab sie. Sie studierte Geschichte und Französisch. Als sie sich in einen spanischen Anarchisten verliebte, folgte sie ihm nach Barcelona.

Nach jahrelangen Reisen durch die halbe Welt und unzähligen »verzweifelten Liebesversuchen«, wendet sie sich der Traumaforschung zu. Eines Tages kommt eine junge Frau zu ihr in die Praxis, die nicht spricht. Erst nach Jahren werden die ersten Wörter aus ihr herausbrechen. Ist sie Opfer eines realen oder eines eingebildeten Verbrechens? Fest steht: diese Patientin wird ihr, der inzwischen an Krebs erkrankten Therapeutin, die Liebe geben, die sie an keinem Ort der Welt hatte finden können.

Die Erzählerin zeichnet das Leben einer Frau nach, die 1973 in ihre Frankfurter WG kam. Lebenshunger und Reiselust, die Grenzen des therapeutischen Berufs, die Ungewissheit, das Gegenüber jemals zu begreifen – Ulrike Edschmid erzählt diese berührende, verstörende, am Ende tröstliche Geschichte, wie wir es von ihr kennen, lapidar, mit Aussparungen, dicht und leichthändig zugleich.

Rezensionen „Die letzte Patientin"

»[Die] unangefochtene Meisterin der Reduktion ...«
Süddeutsche Zeitung (Marie Schmidt)

»Literarische Präszisionsmechanik.«
junge Welt (Andreas Schäfler)

»Die Kargheit der Sprache, das Berichtende, Unpathetische ist Edschmids literarisches Programm.«
Der Standard (Sabine Scholl)

»Ulrike Edschmids Die letzte Patientin erzählt klug und kunstvoll von verletzten Frauen.«
Frankfurter Rundschau (Judith von Sternburg)

»Man kann sich nur schwer dem Sog der Bücher von Ulrike Edschmid entziehen.«
neues deutschland (Fokke Joel)

»Ulrike Edschmid nutzt die kurze Form auf eleganteste Weise, um die eigentümliche existenzielle Sinnsuche einer Frau einzufangen.«
WELT AM SONNTAG (Mara Delius)

»Edschmids Bücher sind ... nicht nur Dokumente der Zeitgeschichte, sondern auch Ausdruck eines Weltverhältnisses, in dem politische und sonstige Leidenschaften das Leitmotiv sind.«
DIE ZEIT (Katharina Teutsch)

»[Schicksale] verwandelt Edschmid der Reihe nach in kunstvoll verdichtete Erzähltexte mit einer weit über sich und die eigene Zeitgebundenheit hinausweisende Bedeutung.«
Der Tagesspiegel (Oliver Pfohlmann)

»Niemand sonst schreibt Sätze wie Edschmid. ... [Ihre] enorme Brillanz [liegt] in der Verknappung.«
Neue Zürcher Zeitung (Paul Jandl)

»Ihre Bücher sind schmal. Doch sie haben eine ungeheure Wirkung.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Verena Lueken)

»Man darf sich von Ulrike Edschmids kühlem, vermeintlich protokollarischen Tonfall nicht täuschen lassen – dieser Roman ist ein kurzes und scharfes Kunststück.«
SWR Kultur (Christoph Schröder)

»Edschmids Prosa ist kühl, präzise und schneidend wie ein frisch desinfiziertes Skalpell – ihr spätberufenes Werk, insbesondere diese kleine Geschichte, Zeugnis einer großen literarischen Könnerschaft.«
Deutschlandfunk Kultur (Christoph Schröder)

»Inhaltlich unglaublich schwergewichtig, so entblößend, dass man als Leserin tief in das Seelenleben der Protagonistin eindringt.«
egotrip.de (Christoph Schröder)

»Ungemein berührend zu lesen.«
Straubinger Tagblatt (Dr. Oliver Pfohlmann)

Biografie – Edschmid, Ulrike

E
Edschmid, Ulrike
Ulrike Edschmid, 1940 in Berlin geboren, studierte u.a. an der Deutschen Film- und Fernsehakademie und arbeitete als Lehrerin. Für ihre autobiographisch grundierten kurzen Romane wurde sie vielfach ausgezeichnet, u.a. 2013 mit dem Preis der SWR-Bestenliste für ihr Lebenswerk.
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