Dunkelblum
Menasse, Eva (19.08.2021)Dunkelblum · Menasse, Eva
Roman
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- Verlag: Kiepenheuer & Witsch
- Autor: Menasse, Eva
- ISBN: 978-3-462-04790-5
- Veröffentlichung: 19.08.2021
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 528 Seiten
- Maße: 125 x 205 (B/H)
- Gewicht: 618
- Sprache: deutsch
- Auflage: 10. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Nebenlesemotive: Auseinandersetzen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
- Ein epochaler Roman über eine historische Schuld, die Frage des richtigen Erinnerns und die verheerende Macht des SchweigensÜber 150.000 verkaufte Exemplare des Spiegel-Bestsellers »Quasikristalle«»Eva Menasse schreibt eine unverwechselbare Prosa, die wortgewaltige und zarte Töne, Komisches und Melancholisches, einen forschenden Blick und Empathie mit ihren Figuren verbindet.« Aus der Jurybegründung zur Vergabe des Friedrich-Hölderlin-Preises
Ein Dorf, gelähmt von einem furchtbaren Verbrechen. Eine Vergangenheit, die nicht ruhen will.
Hinter der Fassade der österreichischen Kleinstadt Dunkelblum verbirgt sich ein schreckliches Geheimnis. Die älteren Bewohner sind seit Jahrzehnten durch ihr Schweigen über eine grausame Tat verbunden. Doch im Spätsommer 1989, während an der nahen Grenze zu Ungarn bereits Hunderte DDR-Flüchtlinge warten, trifft ein rätselhafter Besucher in der Stadt ein und bringt die Dinge ins Rollen.
Als auf einer Wiese am Stadtrand ein Skelett ausgegraben wird und eine junge Frau verschwindet, tauchen plötzlich Spuren des alten Verbrechens auf. Die Dunkelblumer sehen sich mit einer Vergangenheit konfrontiert, die sie längst für erledigt hielten. Eva Menasse entwirft in Dunkelblum ein eindringliches Geschichtspanorama am Beispiel einer Kleinstadt, die immer wieder zum Schauplatz der Weltpolitik wird. Mit feinem Gespür erzählt sie vom Umgang der Bewohner mit einer historischen Schuld und den Wunden, die in der Landschaft und den Seelen der Menschen zurückbleiben.
Ein schaurig-komisches Epos über ein dunkles Kapitel der österreichischen Geschichte und die Macht des Schweigens.
Rezensionen „Dunkelblum"
»Eva Menasse hat mit ihrem Buch ›Dunkelblum‹ ein Meisterwerk geschaffen.«Die Zeit (Ijoma Mangold)
»[Ein] Roman, der ungeheuer komplex und virtuos komponiert ist, der neben der Geschichte vom kollektiven Schweigen viele andere erzählt oder anreißt, der bohrende Fragen stellt und Antworten meidet. ›Dunkelblum‹ wühlt auf, bedrückt, reißt mit – vor allem durch seine Figuren und ist zweifelsohne eines der wichtigsten Bücher dieses Herbstes. Großartig.«
NDR Kultur (Katja Weise)
»Ein bemerkenswerter Roman, der sowohl unterhält, als auch nachdenklich macht.«
Luxemburger Tageblatt (Guy Helminger)
»Ein hervorragendes Buch, das den Umgang mit unserer Geschichte zeigt, in leichter Form erzählt und dadurch betroffen macht. Es ist zum Schmunzeln und Nachdenken.«
Kleine Zeitung (Monika Pammer)
»Die Autorin schafft es, die unausweichlichen Intimitäten und Abhängigkeiten der Bewohner eines Dorfes am Rande Österreichs so zu schildern, dass man beim Lesen in diesem Dickicht mit drinhängt.«
Die Zeit (Monika Pammer)
»Relevant, historisch erhellend, schwarzhumorig trotz der dramatischen Vorgänge, psychologisch ausgefeilt und intelligent verschränkt.«
Die Zeit (Monika Pammer)
»Frau Menasse beschreibt dicht und genau über menschliche Abgründe. Aber sie setzt wichtige, Hoffnung machende Gegenpole.«
Die Zeit (Monika Pammer)
»[Menasse] findet dafür eine neue, kraftvolle Sprache, die keinen Zweifel lässt an der Brisanz des Themas – bis heute.«
Madame (Monika Pammer)
»[S]elten ist die dunkle Seite des heiteren Alpenlandes so kunstvoll und schmerzhaft erzählt worden.«
FAS (Barbara Liepert)
»Ein herausragender Roman über die Frage, wie das Leben nach dem Holocaust weitergehen konnte.«
Spiegel Bestseller (Barbara Liepert)
»Die Nazi-Zeit aufarbeiten, daran haben sich viele Autoren versucht. Selten ist das so lebensnah, differenziert und spannend beschrieben worden. Und macht das Werk von Eva Menasse so besonders.«
NDR1 Niedersachsen (Martin Reckweg)
»Eva Menasse [spannt] erzählerisch geschickt nicht nur eine Brücke von finster-hermetischer Vergangenheit in die Jetztzeit. Beispielhaft und wie unter dem Brennglas erzählt sie vor allem von einer kollektiven Übereinkunft, nach der man unangenehme Altlasten aus dem Nationalsozialismus lieber mit dem Mantel des Schweigens bedeckt, als Initiativen zur Aufklärung und des Gedenkens zuzulassen.«
Nürnberger Zeitung (Birgit Nüchterlein)
»[...] spannend zu lesen, sehr gut aufgebaut und nie langweilig. Ein absolutes Muss nicht nur für an der Zeitgeschichte Österreichs Interessierte.«
Bibliotheksnachrichten (Karl Vogd)
»Was den Roman zum Meisterwerk macht, ist aber Eva Menasses Sprache [...]. Selten konnte man eine NS-Geschichte so farbig und lebensnah lesen.«
Bücherschau, Österreich (Brigitte Winter)
»[Einer] der besten österreichischen Romane der letzten Jahre. [...] der bisherige Höhepunkt ihres beeindruckenden literarischen Werks.«
Bücherschau, Österreich (Brigitte Winter)
»Man kann nicht aufhören, zu lesen, so witzig, turbulent, scharfzüngig geht es hier zu; die Akteure ersparen sich gegenseitig nichts, so dass man sich keine Sekunde langweilt.«
Die Weltwoche (Pia Reinacher)
»Eva Menasse entwirft einen gigantischen Romankörper mit vielen Figuren, Dorfbewohnern, Beteiligten, Nachfahren, die an der Erzähloberfläche auftauchen und wieder verschwinden. Erzählt wird – und das verstärkt den sarkastischen Erzähluntergrund – in einer Kunstsprache: einer Art gemütlichem österreichischem Dialekt, was dem Erzählkörper eine scheingemütliche Aura verleiht.«
Die Weltwoche (Pia Reinacher)
»Eva Menasses Erzählkunst ist nicht nur von einzigartig poetischer Schönheit, sondern absolut überwältigend ab dem ersten Satz. [...] ›Dunkelblum‹ gehört zu den Büchern, die man in seinem Leben unbedingt gelesen haben muss. Um dieses Highlight kommt niemand herum. Für ihre schriftstellerische Glanzleistung hat die österreichische Autorin mindestens einen Literaturpreis verdient [...].«
literaturmarkt.info (Susann Fleischer)
»Eine Lektüre, die nicht mehr loslässt und lange nachwirkt.«
kommbuch.com (Ruth Roebke)
»So grausam die Geschichte der Ermordeten und ihrer Mörder, die aus Niedertracht, Habgier und Opportunismus handelten, auch ist, Menasse gelingt ein sehr kommensurabler Ton, da sie Ironie und Sarkasmus nicht scheut, was die spannende Lektüre zu einem Lesevergnügen macht.«
neues deutschland (Matthias Reichelt)
»Damit hatte man nicht gerechnet: dass dem gut abgehangenen Genre der NS-Vergangenheitsbewältigung literarisch noch mal richtig neues Leben einzuhauchen ist. Das ist Eva Menasse mit ihrem Meisterwerk gelungen – und zwar dank ihrer Sprache.«
Die Zeit Literatur (Matthias Reichelt)
»Bissig, meist aber entlarvend nüchtern beschreibt Menasse, wie das Vergangene immer gegenwärtiger wird. Der Roman macht Täter und ihre Nachbarn sichtbar, das ganze Panorama menschlicher Möglichkeiten zwischen Vertuschen und Aufklären.«
Ruhr Nachrichten (Peter Zschunke)
»Das literarisch Großartige an ›Dunkelblum‹ ist der Sog, den die Geschichte entwickelt.«
Jüdische Allgemeine (Sophie Albers Ben Chamo)
»Dies Buch zu lesen macht trotz aller Grausamkeit Spaß. [...] Jede Figur dieser Stadt hat ihre ganz eigene Sprache und dies zeigt nur ein weiteres Mal, wie ambitioniert Eva Menasse erzählt.«
WDR 2 Buchtipp (Denis Scheck)
»Ein großartiger, sehr anderer Heimatroman [...]. Dunkelblum hat ein dunkles Geheimnis. Eva Menasse kreist es ein, entwirrt es wie ein verfilztes Knäuel in ihrem sehr anderen Heimatroman.«
Hessische/Niedersächsische Allgemeine (Ulrich Steinmetzger)
»Eva Menasse überzeugt mit historischer Genauigkeit, einem feinen Gespür für die mentalen Schräglagen ihrer Figuren und einer höchst komplexen Handlungsführung.«
Oberösterreichische Nachrichten (Christian Schacherreiter)
»Menasse ist eine großartige Sprachkünstlerin, die ihr Thema bis in den letzten Winkel durchleuchtet. [...] Menasses Mischung aus feiner Beobachtung, hoher Reflexion und schwarzem Humor trägt fast jedes Thema.«
Aachener Zeitung (Andrea Zuleger)
»Die Erfolgsautorin [versteht] es meisterhaft wie kaum eine andere, Vergangenheit und Gegenwart zu verknüpfen«
Kurier (Andreas Bovelino)
»Eva Menasse wählt für ihren fesselnden, bisweilen auch bitterkomischen Roman die verschiedenen Perspektiven der Dorfbewohner – und eine mit Austriazismen gespickte Sprache.«
ARD druckfrisch (Andreas Bovelino)
»Das Erzähltalent und die einzigartige Ausdrucksstärke [von Eva Menasse] werfen das Kopfkino an: Die Charaktere und Schauplätze nehmen vor dem inneren Auge unvermittelt Gestalt an. Das Buch lässt sich, einmal begonnen, kaum aus der Hand legen, bis sich viele Puzzleteile zum Ganzen fügen.«
Leo (Gisela Huwig)
»Eine der großen Stärken des Romans liegt denn auch in den ganz feinen Verästelungen, den Enden der Blutbahnen, die das fiktive Dunkelblum seit hundert Jahren durchdringen.«
NZZ am Sonntag (Sacha Batthyany)
»[Menasse] gelingt es, das Grauen in eine schöne, fast schon warmherzige Sprache zu packen – ohne es freilich zu banalisieren.«
Badische Zeitung (Dominik Bloedner)
»Einmal mehr zeigt die österreichische Autorin ihr großes Erzähltalent.«
SRF (Dominik Bloedner)
»Eva Menasse ist eine geschickte und stilsichere Erzählerin, die zu unterhalten weiß und Spannung erzeugt.«
SWR Kultur Buchkritik (Jörg Magenau)
» Ein ehrgeiziges, hinreißend mokantes Erzählvorhaben, das von Eva Menasse beeindruckend gemeistert wird.«
Literaturhaus Wien (Alexander Kluy)
»Dunkelblum hat ein dunkles Geheimnis. Eva Menasse kreist es vieldimensional ein, entwirrt es wie ein verfilztes Knäuel in ihrem sehr anderen Heimatroman.«
Mannheimer Morgen (Ulrich Steinmetzger)
»Eva Menasse ist ein unaufdringlicher dichter Roman gelungen, der das Schweigen tosen lässt. Man kann sich nicht entziehen.«
Kurier (Peter Pisa)
»All diese Motive, die Eva Menasse aufruft, hat man schon einmal gelesen, und doch ist es, als erlebe man sie zum ersten Mal in voller Farbe und in Dolby Stereo. Wie gelingt ihr das? Nur durch die Sprache. Und deshalb ist ›Dunkelblum‹ ein Roman, der bleiben wird.«
Die Zeit (Ijoma Mangold)
»Hochkomisch [...] doch zugleich ist es – dem Titel gemäß – eine tieffinstere Geschichte.«
FAZ (Andreas Platthaus)
»Eva Menasse hat lange recherchiert und aus dem Material einen umfangreichen Roman gemacht, der eine Art von Antiheimat-Geschichte liefert, mit vielen ineinander verflochtenen Handlungsfäden.«
3sat Kulturzeit (Andreas Platthaus)
»Gelungene historische Romane können große Stränge der Geschichte verdichten und das Zusammenwirken von gesellschaftlichen Strukturen und individuellem menschlichem Handeln besonders spür‐ und verstehbar machen. Wenn dies dann auch noch in herausragender literarischer Qualität wie bei Eva Menasse gelingt, dann soll man von einem Meisterwerk sprechen.«
buchmarkt.de (Jury des Karl-Renner-Preises)
Biografie – Menasse, Eva
Eva Menasse, geboren in Wien, lebt seit über 25 Jahren in Berlin. Ihrem Debüt »Vienna« (2005) folgten Romane und Erzählungen (»Lässliche Todsünden«, »Quasikristalle«, »Tiere für Fortgeschrittene«), die vielfach ausgezeichnet und übersetzt wurden. Preise (Auswahl): Heinrich-Böll-Preis, Friedrich-Hölderlin-Preis, Österreichischer Buchpreis, Bruno-Kreisky-Preis, Jakob-Wassermann-Preis, Ludwig-Börne-Preis und das Villa-Massimo-Stipendium in Rom. Ihr letzter Roman »Dunkelblum« war ein Bestseller und wurde in zehn Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien der Essay »Alles und nichts sagen. Vom Zustand der Debatte in der Digitalmoderne« (2023). 2025 wurde sie mit dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet.
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