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Ein sterbender Mann

Walser, Martin (15.12.2017)
Produktinformationen "Ein sterbender Mann"
  • ROWOHLT Taschenbuch
  • Walser, Martin
  • 978-3-499-27216-5
  • 15.12.2017
  • Taschenbuch
  • 288 Seiten
  • 115 x 21 x 191 (B/T/H)
  • 232
  • deutsch
  • 1. Auflage
  • 7 %
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  • Leichtlesen
  • Taschenbuch
  • Taschenbuch

Der Roman eines Verrats - da will der, um den es geht, nicht mehr leben. Er ist dem Tod so nah wie noch nie. Dann passiert etwas, jetzt will er leben wie noch nie. Diese Erfahrung: Je näher du dem Tod bist, desto schöner ist es zu leben. Oder genauer gesagt: desto schöner wäre es zu leben.
Martin Walsers Roman über das Altsein, die Liebe und den Verrat ist beeindruckend gegenwärtig, funkelnd von sprachlicher Schönheit und überwältigend durch seine beispiellose emotionale Kraft.

Rezensionen „Ein sterbender Mann"

Die Wörter sind nun frei für neue Geschichten, neue Romane. Zum Beispiel für diesen herrlich leichten, selbstironischen, tragisch-schönen Roman des Theo-Erfinders Martin Walser.
Der Spiegel (Volker Weidermann)

Walser und die Liebe und die Ehe und die Abhängigkeit und die Niederlage – das ist eine alte Literaturgeschichte. Wie der Autor diesen Themen in seinem langen Wirken … immer wieder neue Wendungen und Weiterungen hat zukommen lassen, ist phänomenal. Auch diesmal gelingt es ihm, neue Akzente zu setzen. Ja, dieser Roman ist verblüffend radikal und erstaunlich reich an Themen und Tonlagen. … Ein starker Roman. Vielleicht sogar der stärkste und berührendste Walser-Text seit dem autobiografischen Roman 'Ein springender Brunnen'.
Berliner Zeitung (Martin Oehlen)

Ein … bewundernswert verrückter und verwilderter Liebesroman … ein großartiges shakespearehaftes Lebensschauspiel und ein energisches und in dieser Energie beeindruckendes Nichtsterbenwollen-Buch eines Achtundachtzigjährigen.
Die Zeit (Iris Radisch)

Ein sterbender Mann ist Alters- und Weltverbesserungsgroteske, Lebens und Sterbebüchlein, verschmitzt-autobiografischer Bericht, geistreiche Attacke auf das Genre des Liebesromans, als vielfach verspiegelte Farce erzählt.
Profil (Wolfgang Paterno)

Was kann man mehr verlangen von einem Roman, als dass er uns lebendiger werden lässt?
Lausitzer Rundschau (Ida Kretzschmar)

Früher war Martin Walser ein Wissender, jetzt ist er ein Suchender. … Jetzt ist ihm der Roman zum Denkinstrument geworden, das ohne abstrakte Begrifflichkeit, die ihre eigene Denkwirklichkeit entwickelt, nicht auskommt. Walser findet Sätze, die vor den Kopf stoßen, dem Hausverstand eins auswischen.
Salzburger Nachrichten (Anton Thuswaldner)

Souverän belebt Walser mit diesem Briefroman ein altes Genre und erzählt trotzdem mit Witz und Pathos gleichermassen einen kecken Plot.
Neue Zürcher Zeitung (Roman Bucheli)

Martin Walser ist ein fulminanter, komischer Roman über das Nicht-sterben-Wollen gelungen. Lesenswert!
B.Z. am Sonntag (Roman Bucheli)

Das Buch ist von einer inneren Spannung und sprachlichen Dynamik, die selbst für Walsers Verhältnisse ungewöhnlich wirkt. … Es ist schon eine hohe Kunst, aus all dem einen ganz leicht erscheinenden Roman zu fügen.
Mannheimer Morgen (Thomas Groß)

Ekstatisch, virtuos, sinnlich-handfest …, vor allem jedoch: rücksichtslos.
Kölnische Rundschau (Hartmut Wilmes)

Was fasziniert, sind die Reden und gedanklichen Selbstreflexionen des Roman-Personals … Walser decouvriert die vielen Egos in einer Person, dieses schillernde Knäuel aus menschlicher Bedingtheit und Sehnsucht nach Idealen, die unerreichbar sind. Er breitet genüsslich die glitzernden Rituale einer Wohlstandsgesellschaft aus. … Mit seiner Wortmagie, seinen Spracherfindungen versucht er, den Schrecken der Leere in jeder menschlichen Existenz zu bannen.
Mittelbayerische Zeitung (Harald Raab)

Martin Walser befragt kompromisslos nicht nur die Basis des menschlichen Seins, sondern auch die der Dichtkunst – und das mal verzweiflungsvoll, mal subversiv komisch – und immer als (Sprach-)liebender Mann.
Münchner Merkur (Simone Dattenberger)

Muss ich das gelesen haben? Ja. Es lohnt sich, das Spätwerk Martin Walsers zu entdecken.
Bild (Simone Dattenberger)

Grandios ist es, wie Walser in unterschiedlichste Rollen und Charaktere schlüpft und seine Figuren dirigiert wie in einer in all ihrem Sprachrhythmus unnachahmlichen Schicksalssymphonie … Liebe und Lüge, tückische Illusionen, Todesahnungen und -sehnsüchte, befristetes Dasein – nur wenigen Schriftstellern gelingt es, große und kleine, falsche und richtige Gefühle auf ähnliche Weise zum Schwingen zu bringen und all dies zu einer ebenso soghaften wie entlarvenden Dreiecks-, nein, Vielecksgeschichte zu verdichten. … Eine prallvolle poetische Wundertüte.
Kleine Zeitung (Werner Krause)

Mit wie viel Feuer lässt Martin Walser seine Spielfigur noch mal auf das Leben los! Wie viel Genuss am Dasein wird hier erzählt! Und mit welcher Intensität prallen Wunsch und Wirklichkeit aufeinander!
Sächsische Zeitung (Karin Großmann)

Walser umkreist in einer brillanten Sprache auf wunderbare Weise, mit immer neuen Wendungen und Überraschungen sein Thema. Ein großartiges Alterswerk.
Frankfurter Neue Presse (Wolf Scheller)

Da sind Schätze zu entdecken, satte Aphorismen, satirische Betrachtungen, Landschaftsbeschreibungen, schmerzlich kluge Erkenntnisse.
WDR 5 "Scala" (Jutta Duhm-Heitzmann)

Bitter und hart, poetisch und zart, dunkel funkelnd vor Ironie. Komisch oft. … Sein todeskluger Liebesroman vom sterbenden Mann steht zwischen Humoreske und Tragödie wie das Zünglein an der Waage zwischen Liebe und Tod.
Basler Zeitung (Christine Richard)

Die Vielstimmigkeit ist nicht nur die – erneut kaum widerstehliche – Virtuosität des Romanciers, sondern sie besteht auch wirklich.
Frankfurter Rundschau (Judith von Sternburg)

Martin Walser ist ein wohlaustarierter Balanceakt zwischen Tragik, Komik und ganz großen Gefühlen gelungen.
Abendzeitung München (Peter Mohr)

Ein Buch wie ein Gefühlsrausch, das den Leser in Trance versetzt. … Wer dem Wortmagier Walser durch diesen schwindelerregenden Roman folgt, den erwartet wahrlich ein Leseabenteuer.
Rhein-Neckar-Zeitung (Heribert Vogt)

Im Schreiben konzentriert sich die ganze Lebens- und Welterschöpfungs-Gier – in weiten rhetorischen Schwüngen, in sinnlich anmutenden Nebensatz-Verwicklungen und Wortfindungs-Steigerungen. … Ein veritabler Sonntagsbraten, der in seinem eigenen Saft schmurgelt und schmort.
Süddeutsche Zeitung (Helmut Böttiger)

Wer wissen will, warum es sich zu leben lohnt, obwohl das schmerzlich und am Ende zweifellos tödlich ist, der sollte dieses Buch lesen.
Deutschlandfunk Kultur "Studio 9" (Jörg Magenau)

'Ein sterbender Mann' enthält vieles von dem, womit Martin Walser seit sechzig Jahren Leser zu Liebhabern macht … – und eine Fülle von Sätzen, die der Schönheit auf der Spur sind.
Stuttgarter Zeitung (Julia Schröder)

Ein trickreiches Kunststück.
FAZ.NET (Friedmar Apel)

Biografie – Walser, Martin

W
Walser, Martin

Martin Walser, 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren, war einer der bedeutendsten Schriftsteller der deutschen Nachkriegsliteratur. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 1981 den Georg-Büchner-Preis, 1998 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2015 den Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis. Außerdem wurde er mit dem Orden «Pour le Mérite» ausgezeichnet und zum «Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres» ernannt. Martin Walser starb am 26. Juli 2023 in Überlingen. 

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