Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
📍 Ebertstraße 6, 76137 Karlsruhe | ☎ 0721 38 480 060 | ✉ info@buch-ka.de | 🕐 Öffnungszeiten |

Gewalt und Gedächtnis

Zadoff, Mirjam (23.10.2023)
Produktinformationen "Gewalt und Gedächtnis"
  • Hanser, Carl
  • Zadoff, Mirjam
  • 978-3-446-27807-3
  • 505/27807
  • 23.10.2023
  • Hardcover
  • 240 Seiten
  • 135 x 22 x 208 (B/T/H)
  • 323
  • deutsch
  • 1
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
  • Verstehen
  • Buch gebunden
  • Hardcover

Mirjam Zadoff entwickelt in diesem Werk ein zukunftsweisendes Konzept für eine globale Erinnerungskultur, die verschiedenste historische Gewalterfahrungen – von Kolonialismus über Rassismus bis zu Kriegen – in ihrem Zusammenhang betrachtet. Die Autorin, Direktorin des Münchner NS-Dokumentationszentrums, zeigt auf, wie diverse Gesellschaften ein gemeinsames Gedächtnis für unterschiedliche historische Traumata entwickeln können. Ein essentieller Essay für alle, die verstehen möchten, wie wir verantwortungsvoll mit der Vielfalt historischer Lasten umgehen.

  • Eine globale Welt braucht eine grenzüberschreitende Erinnerungskultur
  • Vielfältige Gesellschaften müssen unterschiedliche Erinnerungen an Gewalt und Diskriminierung wachhalten
  • Mirjam Zadoff leitet das Münchner NS-Dokuzentrum, das immer neue Formen der Auseinandersetzung mit Gewaltgeschichte findet
Gewalt darf nie vergessen werden: Mirjam Zadoff, Leiterin des Münchner NS-Dokumentationszentrums, versammelt Ideen für eine globale Erinnerungskultur. In heutigen Gesellschaften leben Menschen zusammen, deren Biografien durch unterschiedliche Erfahrungen von Krieg oder Diskriminierung geprägt sind – manchmal über Generationen hinweg. Können sie sich auf eine gemeinsame Erzählung verständigen? Mirjam Zadoff versteht Geschichte als Fähigkeit, Fragen der Gegenwart aus der Vergangenheit zu beantworten. Sie versammelt Beispiele aus aller Welt, wie in vielerlei Spielarten die Erinnerung an die Geschichte der Gewalt wachgehalten – oder vergessen – wird: in Italien an die Deportation der Juden, in Japan an die Zwangsprostituierten, in Johannesburg an die Opfer des Holocaust und des Kolonialismus. So knüpft sich eine globale Erinnerungskultur, die alle Menschen einschließt, in deren Leben die Geschichte eine Spur der Gewalt hinterlassen hat.

Rezensionen „Gewalt und Gedächtnis"

„Die Geschichte von "Anne Frank Superstar" und ihren schillernden Off-Label-Nutzungen, die Mirjam Zadoff in ihrem Buch "Gewalt und Gedächtnis" erzählt, zeigt gut, was die Autorin in den 13 Essays beschäftigt, die sie hier versammelt: Zadoff schreibt darüber, wie an unterschiedlichsten Orten der Welt der Kriege, Massaker und Unterdrückungssysteme gedacht wird, welche nationalen Debatten die Gedenkstätten geformt haben, und wie diese Institutionen wiederum den Diskurs prägen.“ Jörg Häntzschel, Süddeutsche Zeitung, 07.11.23 „Zweifellos liegt das große Potenzial des Bandes in der Vermittlung zwischen überaus heterogenen sowohl europäischen als auch außereuropäischen Gedächtnisinitiativen.“ Lukas Böckmann, die tageszeitung, 28.10.23 „Kein leichter Stoff, gewiss. Allerdings gelingt es Zadoff, Jahrgang 1974, durch ihren Reportage-Stil ihr Anliegen eindrücklich zu vermitteln: Das Wissen um die Historie hilft uns beim Gestalten der Gegenwart.“ Michael Schleicher, Münchner Merkur, 09.11.23 “Ein klug recherchiertes und immer wieder den persönlichen Eindrücken Raum gebendes Buch. Man liest es mit Gewinn, aber auch mit Sorge: Wurde und wird doch Geschichte immer wieder verfälscht…“ Wolfgang Seibel, ORF Kontext, 10.11.23


Biografie – Zadoff, Mirjam

Z
Zadoff, Mirjam
Mirjam Zadoff, Jahrgang 1974, studierte Geschichte und Judaistik in Wien und München. 2014 bis 2019 war sie Professorin für Jüdische Studien und Geschichte an der Indiana University Bloomington, seit 2018 leitet sie das NS-Dokumentationszentrum in München. Als Gastprofessorin unterrichtete sie unter anderem in Zürich, Berkeley und Berlin. Sie ist Honorarprofessorin an der Technischen Universität München und außerplanmäßige Professorin an der Ludwig-Maximilians-Universität München.Bei Hanser erschienen »Der rote Hiob. Das Leben des Werner Scholem« (2014), ausgezeichnet mit dem Fraenkel Prize for Contemporary History, und »Gewalt und Gedächtnis. Globale Erinnerung im 21. Jahrhundert« (2023). Mirjam Zadoff lebt in München.
Weitere Ausgaben:

0 von 0 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Bewerten Sie dieses Produkt!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


Produktgalerie überspringen

Ähnliche Bücher entdecken

Gewalt Querengässer, A...
BeBra Verlag
25.11.2025
Kampf um die Moderne Kocka, Jürgen
Klett-Cotta
20.10.2021
Erinnern nicht vergessen Katheder, Doris & ...
ars vivendi
30.04.2025
Gedächtnis und Erinnerung in der jüdischen Geschichte
Wallstein Verlag
18.02.2026
Gewalt Pinker, Steven
FISCHER Taschenbuch
16.05.2013
Fluchtpunkte der Erinnerung Sznaider, Natan
Hanser, Carl
24.01.2022
Die Evolution der Gewalt Meller, Harald & ...
dtv Verlagsgesellschaft
17.10.2024
Die Ilias, oder das Gedicht von der Gewalt Weil, Simone
Matthes & Seitz Berlin
28.08.2025
Ein Mann ohne Titel Le Clerc, Xavier & ...
Merlin Verlag
14.08.2024
Israel, 7. Oktober Yaron, Lee
S. FISCHER
11.09.2024
Das Gedächtnis der Töchter Langemann, Irene
Friedenauer Presse
31.08.2023
Memorial
C.H.Beck
15.05.2025
Macht und Gewalt Arendt, Hannah
Piper
29.02.2024
Opfer Lotter, Maria-S...
Hanser, Carl
17.03.2026
Gewalt – die Fessel der Armen Haugen, Gary A. & ...
Springer Berlin
01.10.2015
Narrative Gewalt Kather, Cara-Julie
Unrast Verlag
12.03.2025
Vom Leben und anderen Zumutungen di Lorenzo, Gio...
Kiepenheuer & Witsch
10.04.2025
Wie Diktaturen funktionieren Simon, Fritz B.
Carl-Auer Verlag GmbH
20.10.2025
Gewalt als Lebensform Reemtsma, Jan P...
Reclam, Philipp
12.10.2016
Produktgalerie überspringen

Weitere Bücher von Zadoff, Mirjam

Wie wir überwintern Zadoff, Mirjam
Hanser, Carl
18.11.2025