Im Schatten zweier Sommer
Koneffke, Jan (08.02.2024)Im Schatten zweier Sommer · Koneffke, Jan
Roman
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- Verlag: Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch
- Autor: Koneffke, Jan
- ISBN: 978-3-86971-270-3
- Veröffentlichung: 08.02.2024
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 304 Seiten
- Maße: 125 x 205 (B/H)
- Gewicht: 418
- Sprache: deutsch
- Auflage: 2. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Nebenlesemotive: Eintauchen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
Eine tragische fiktive Liebesgeschichte in Wien und Paris, eingebettet in die Biographie Joseph Roths
- Für alle Leser von Büchern wie Volker Weidermanns Ostende
Von der Leichtigkeit eines Wiener Sommers 1914 – und dem drohenden Gewitter des Krieges im Paris der späten Dreißiger.
Es wird Frühjahr in Wien, und bei der jüdischen Familie des Schuhmachers Fischler wird ein Zimmer zur Untermiete frei. Der neue Mieter ist ein schüchterner, etwas verquerer Student aus Galizien. Sein Name: Joseph Roth.
Bald lernen Fanny, die ältere Tochter der Familie, und er sich kennen, und für die beiden beginnt ein heimlicher verliebter Sommer. Der allerdings endet in einer Trennung – und in geschichtlicher Dimension in einer Menschheitskatastrophe: Der Erste Weltkrieg bricht aus.
Lange Jahre werden die beiden sich nicht wiedersehen – bis es Fanny nach abenteuerlicher Flucht aus Wien 1938 nach Paris verschlägt, wo sie zufällig im Deutschen Hilfskommitee ihren ersten Sommerschwarm wiedertrifft. Roth ist inzwischen berühmter Schriftsteller geworden, befindet sich ebenfalls im Exil in Paris und gerade hat Irmgard Keun, seine letzte Geliebte, die Flucht vor ihm ergriffen. Fanny wird den cholerischen, mit sich und der Welt zerstrittenen charismatischen Autor, der in seinem Kreis Hof hält wie ein Fürst und doch gerade keinen Pfennig mehr hat, bis kurz vor seinem Tod begleiten.
Rezensionen „Im Schatten zweier Sommer"
Es ist eine Qualität dieses Romans, dass er Ambivalenzen der Liebe greifbar zu machen versteht.Frankfurter Rundschau (Stefan Michalzik)
Jan Koneffke hat diese Fastliebesgeschichte mit allen Zutaten des begnadeten Erzählers erfunden. (...) Ergreifende Lektüre, toll erzählt!
Das Magazin (Erhard Schütz)
Ein Roman, der das Zeug zu einem veritablen neuen Österreich-Mythos hat.
Der Standard (Bert Rebhandl)
Koneffke schreibt über patriarchalische Frauenbilder, Roths Opportunismus, seine Selbstzerstörung, seine Habsburg- und Europafantasien – und entdeckt dabei einen unglaublich reichen Menschen.
Der Freitag (Michael Hametner)
Ausgesprochen lesenswert - nicht nur wegen der Liebesgeschichte, sondern auch wegen der historischen Dimension.
hr2-kultur (Daniella Baumeister)
Eine unterhaltsame und gefühlsstarke Liebesgeschichte, in der man nebenbei auch noch so einiges über den möglichen Joseph Roth erfährt.
Deutschlandfunk Kultur Lesart (Jörg Magenau)
Sehr gelungen, wie Koneffke Roths politische Haltung mit seiner zunehmenden Verelendung verflechtet. Ein hellsichtig rückwärts Gewandter, der dem Vielvölkerstaat das Wort redet, weil er den Nationalismus verachtet. Dass die frappierende Aktualität des Buches die spielerische Leichtigkeit nie überlagert, sondern elegant mitläuft, ist eine weitere Qualität des Romans … sehr empfehlenswert!
Deutschlandfunk Büchermarkt (Angela Gutzeit)
Koneffke verwebt historische und biographische Fakten mit Fiktion und macht daraus mitreißende Literatur.
3sat Kulturzeit (Sophie Weilandt)
Koneffke erzählt, gestützt auf authentische Berichte, von der problematischen Seite Joseph Roths, von Roths Opportunismus und seiner bedenklichen Einstellung Frauen gegenüber. Und er hat mit seiner [Erzählerin] Fanny die perfekte Stimme geschaffen, um Roth aus nächster Nähe zu beobachten und ihm gegebenenfalls auch scharf Kontra zu geben.
Ö1 Morgenjournal (Wolfgang Popp)
Detailreich recherchiert und mit viel Liebe zu seinen Figuren erzählt. (...) Ein lebendiges Porträt des Künstlers und seiner Zeit.
Kleine Zeitung (Karin Waldner-Petutschnig)
Biografie – Koneffke, Jan
Jan Koneffke, geboren 1960 in Darmstadt, studierte und arbeitete ab 1981 in Berlin. Nach seinem Villa-Massimo-Stipendium 1995 lebte er für weitere sieben Jahre in Rom und pendelt heute zwischen Wien, Bukarest und dem Karpatenort Măneciu. Koneffke schreibt Romane, Lyrik, Kinderbücher, Essays und übersetzt aus dem Italienischen und Rumänischen. Er wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt dem Uwe-Johnson-Preis 2016. Zuletzt erschienen bei Galiani Ein Sonntagskind (2015), 2020 sein von der Presse gefeiertes Erzählkunststück Die Tsantsa-Memoiren.
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