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Königin der Nacht

Bärfuss, Lukas (15.05.2026)
Produktinformationen "Königin der Nacht"
  • Rowohlt
  • Bärfuss, Lukas
  • 978-3-498-00321-0
  • 15.05.2026
  • Hardcover
  • 128 Seiten
  • 125 x 205 (B/H)
  • 249
  • deutsch
  • 5. Auflage
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
  • Entspannen
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • Lukas Bärfuss, Träger des Büchner-Preises und des Schweizer Buchpreises, ist einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart.

Nach "Vaters  Kiste" wendet sich Lukas Bärfuss nun in einem bewegenden autobiografischen Essay dem Leben seiner Mutter zu.

Eine kleine Stadt in der Schweiz. Ein Haushalt mit einer Frau und ihrem Sohn. Es gibt keinen Mann, es gibt Männer. Und an Geld herrscht immer Mangel, an Zärtlichkeit erst recht.

Die Mutter von Lukas Bärfuss war eine Frau ohne Bildung und ohne Perspektiven, dafür mit einem unstillbaren Freiheitsverlangen. Das Kind sah sie als Fessel, sie hatte sich dieses Leben nicht ausgesucht. Eine Rabenmutter, so nannte sie sich selbst; ihr Sohn landete auf der Straße. Sie hatte nur die Waffe der Ohnmächtigen, das böse Maul. Und im Alter blieb ihr kein anderer Ausweg als die Armutsmigration in die Dominikanische Republik, aus einem der wohlhabendsten Länder der Welt, in dem der Lebensabend unerschwinglich für sie war.

Der Sohn musste sich früh in der Kunst üben, seine Mutter zu überleben. Und in der Rückschau stellt er sich die Frage, wo in einem elenden Leben die persönliche Verantwortung aufhört und die einer ganzen Gesellschaft beginnt. Ein aufrüttelndes Buch, für Leserinnen und Leser von Edouard Louis und Annie Ernaux.

Rezensionen „Königin der Nacht"

Diesmal ist ihm sein bestes Buch überhaupt gelungen, und das liegt ganz einfach an der unerhörten Vielfalt des Buches. Meisterhaft.
3Sat "Kulturzeit" (Andreas Isenschmid)

Wenn man Literatur auch dokumentarisch definiert als das, was erzählt werden muss, weil es noch nicht erzählt wurde, dann muss diese starke Geschichte nicht nur erzählt, sondern auch gelesen werden.
NZZ am Sonntag (Martina Läubli)

Was dann auf gerade einmal 120 Seiten folgt, ist tatsächlich 'Ein kurzes Buch über meine Mutter', und doch viel mehr: eine ganze Gesellschaftsanalyse anhand ihres individuellen Falls. Die aber literarisch höchsten Ansprüchen genügt.
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Ândreas Platthaus)

Was für ein ungeheuerliches, schonungsloses, ehrliches und lesenswertes Buch!
rp-online.de (Lothar Schröder)

Es ist bedrückend und beeindruckend zugleich, mit welcher Ehrlichkeit und mit welcher Wortgewalt Bärfuss über die Mutter schreibt.
Freie Presse (Welf Grombacher)

Im Zentrum dieses lesenswerten Essays steht der weibliche Überlebenskampf. Dass dieser nicht selten scheitert, so kann man den Autor verstehen, hat System.
Deutschlandfunk "Büchermarkt" (Angela Gutzeit)

Zugleich persönliche Trauerarbeit, Selbstreflexion und literarische Annäherung an eine komplexe Frau
RBB Radioeins "Favorit Buch" (Thomas Böhm)

Mit diesem Buch ist Lukas Bärfuss ein herausragendes Werk gelungen. Er lässt das Politische und das Private in seiner unverwechselbaren Sprache ineinanderfliessen.
SRF 2 Kultur-Aktualität (Thomas Böhm)

Ein harter, ein roher und ein unglaublich naher Bericht aus dem Inneren einer Kindheit in Armut.
Basler Zeitung (Nora Zukker)

Eine brillant geschriebene und ergreifende Lektüre
SRF Radio 2 (Felix Münger)

Ein bewegendes Zwiegespräch mit einer Toten, eine Geschichte, die mit dem Sterben erst beginnt.
SWR Kultur lesenswert Magazin (Holger Heimann)

Eine Mutter, die von ihrem Sohn glühend verteidigt wird. Trotz allem.
Neue Zürcher Zeitung (LEONIE C. WAGNER)

Biografie – Bärfuss, Lukas

B
Bärfuss, Lukas

Lukas Bärfuss, geboren 1971 in Thun, ist Dramatiker, Romancier und streitbarer Publizist. Seine Stücke werden weltweit gespielt, die Romane sind in zwanzig Sprachen übersetzt. Lukas Bärfuss ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und lebt in Zürich. Für seine Werke wurde er u.a. mit dem Berliner Literaturpreis, dem Schweizer Buchpreis und dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschienen Vaters Kiste (2022) und Die Krume Brot (2023).

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