Nach der Flucht
Trojanow, Ilija (24.05.2017)Nach der Flucht · Trojanow, Ilija
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- Verlag: S. FISCHER
- Autor: Trojanow, Ilija
- ISBN: 978-3-10-397296-2
- Veröffentlichung: 24.05.2017
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 128 Seiten
- Maße: 121 x 16 x 195 (B/T/H)
- Gewicht: 201
- Sprache: deutsch
- Auflage: 3. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
Nach der Flucht - Ein bewegendes Zeugnis über die lebenslangen Auswirkungen des Flüchtlingsdaseins
»Es gibt ein Leben nach der Flucht, doch die Flucht wirkt fort, ein Leben lang.« Nach der Flucht ist das persönliche Zeugnis von Ilija Trojanow, der als Kind zusammen mit seiner Familie aus Bulgarien geflohen ist. In virtuosen, poetischen und klugen Reflexionen erzählt er von den Prägungen, die ihn als lebenslang Geflüchteten begleiten.
Trojanow beschreibt eindrücklich die Einsamkeit, die das Anderssein für den Flüchtling bedeutet, und wie wenig die Vergangenheit des Geflüchteten am Ort seines neuen Daseins zählt. Er reflektiert, was das Existieren zwischen zwei Sprachen mit ihm macht, welche Lügengeschichten man als Geflüchteter den Daheimgebliebenen auftischt, und dass man vor der Flucht wenigstens wusste, warum man unglücklich war.
Zugleich zeichnet Trojanow eine behutsame Topographie des Lebens nach der Flucht. Sein existentielles Porträt eines Menschenschicksals ist exemplarisch für die Erfahrung unzähliger Geflüchteter, die unser 21. Jahrhundert bestimmen. Ein Buch von großer literarischer Kraft und Aktualität.
Rezensionen „Nach der Flucht"
Ein wunderbares Buch, in dem dieser Autor in meinen Augen ein neues, ein unerhörtes Niveau erreicht. Er verblüfft mich immer wieder, dieser Trojanow.Südwestrundfunk/lesenswert (Denis Scheck)
Trojanow holt den Flüchtling aus der häufig beschworenen Opferrolle.
Deutschlandfunk (Isabel Fannrich-Lautenschläger)
Ilija Trojanow ist ein dichtes, hochkonzentriertes Buch gelungen - eine poetische Meditation über eine der grundlegenden Erfahrungen der Gegenwart: das Fremdsein.
Österreichischer Rundfunk (Günter Kaindlstorfer)
Und wenn es überhaupt möglich ist, dann bietet dieses schmale Buch wie kaum ein anderes die Möglichkeit, [...] das existenzielle Gefühl des Fremdseins zu vermitteln.
Fuldaer Zeitung (Björn Gauges)
Wer sich in den kommenden Wochen auf den sicheren Bahnen des Fremdenverkehrs in die Ferne begibt, dem mag Trojanows gedankenvolles Büchlein ein guter Begleiter sein.
NZZ am Sonntag (Nathanael Schindler)
In kurzen prägnanten Beobachtungen erweist sich der Autor als messerscharfer, durchaus provokanter Analytiker, der paradoxe Empfindungen auf den Punkt bringt.
profil (Karin Cerny)
Alle Selbstverständlichkeiten [...] gehen dem Geflüchteten ab, und nie habe ich das so eindrucksvoll und unprätentiös gelesen wie in Trojanows Buch.
Futurzwei - Magazin für Zukunft und Politik (Harald Welzer)
Biografie – Trojanow, Ilija
Ilija Trojanow, geboren 1965 in Sofia, floh mit seiner Familie 1971 über Jugoslawien und Italien nach Deutschland, wo sie politisches Asyl erhielt. 1972 zog die Familie weiter nach Kenia. Unterbrochen von einem vierjährigen Deutschlandaufenthalt lebte Ilija Trojanow bis 1984 in Nairobi. Danach folgte ein Aufenthalt in Paris. Von 1984 bis 1989 studierte Trojanow Rechtswissenschaften und Ethnologie in München. Dort gründete er den Kyrill & Method Verlag und den Marino Verlag. 1998 zog Trojanow nach Mumbai, 2003 nach Kapstadt, heute lebt er, wenn er nicht reist, in Wien.
Seine bekannten Romane wie z.B. »Der Weltensammler« und »Macht und Widerstand« sowie seine Reisereportagen wie »An den inneren Ufern Indiens« sind gefeierte Bestseller und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erschienen bei S. Fischer der literarisch-politische Essay »Nach der Flucht« und die Romane »Doppelte Spur« und »Tausend und ein Morgen«.
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