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Das Ende ist nah

Gudarzi, Amir (17.08.2023)
Produktinformationen "Das Ende ist nah"
  • dtv Verlagsgesellschaft
  • Gudarzi, Amir
  • 978-3-423-29034-0
  • 17.08.2023
  • 416 Seiten
  • 128 x 32 x 210 (B/T/H)
  • 516
  • deutsch
  • 1. Auflage
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
  • Entspannen
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • Die Vorgeschichte dessen, was heute im Iran passiert – und ein beklemmender Einblick in das, was Menschen auf sich nehmen, wenn sie flüchtenEin tief bewegendes, kostbares DokumentDas Romandebüt des preisgekrönten Dramatikers, dessen Stücke weit über den deutschsprachigen Raum hinaus gespielt werden

Ein seltener Einblick in das, was Menschen auf sich nehmen, wenn sie flüchten.

Ein bedeutender Roman über Fremdheit und Außenseitertum, über Mut, die Macht der Sprache, Liebe. Und ein kostbares, tiefbewegendes literarisches Dokument.

Während der Proteste im Iran 2009 ist der ehemalige Student A. gezwungen, sein Land zu verlassen. Die Erinnerungen an eine Kindheit und Jugend voller Gewalt nimmt er mit. Aus einem Künstler wird ein Flüchtling in Österreich, der offen und heimlich verachtet wird und in Lagern und Heimen nicht nur Einsamkeit und Verzweiflung, sondern auch Hunger und Demütigung ertragen muss. In Wien trifft er auf Sarah, die sich Hals über Kopf in ihn verliebt. A., der sich nicht öffnen kann, ist für sie Studienobjekt und Halt zugleich, obwohl er selber Halt sucht. 

Eindringlich und mit großer literarischer Kraft erzählt Amir Gudarzi vom Durchhaltewillen eines Menschen nach der Flucht. 

»Amir Gudarzis Roman zielt ins Herz der Gewalt, der unsichtbaren und unhörbaren, der gleißenden wie der rohen. Es sind die Worte eines jungen Mannes, der aus Teheran und vor seiner Muttersprache flieht, der den Schmerz der erlittenen Repressionen nicht loswird. Seine Haut kann er nicht retten, aber eine Hoffnung und seine Geschichte.«
Julia Franck

Rezensionen „Das Ende ist nah"

Eine bemerkenswerte Geschichte des Ankommens nach einer Flucht. (…) Als Leser möchte man an den Umständen schier verzweifeln, die Europa Schutzsuchenden schon 2009 zugemutet hat (…). Gudarzis Ton – und das macht seine Schilderungen so wahrhaftig und anrührend – ist oft traurig, aber nie anklagend.
Süddeutsche Zeitung (Moritz Baumstieger)

Dieser Roman vermag etwas, was nur Literatur zu leisten imstande ist: uns in die Schuhe eines anderen zu versetzen, uns aus seiner Perspektive Wirklichkeit wahrnehmen zu lassen. (…) Dieses Nachvollziehbarmachen, das kann nur Literatur, das kann nur Kunst leisten, und das schafft Amir Gudarzi auf sehr hohem Niveau.
WDR 3 (Denis Scheck)

Mit scharfem Blick erzählt ›Das Ende ist nah‹ von den Hürden, die ein Mensch, der zum Flüchtling wurde, bewältigen muss. Der Roman erinnert daran, dass auch in allgegenwärtigen Asyl- und Migrationsdebatten demokratische Werte und Menschenrechte verteidigt, hinterfragt und eingefordert werden müssen – immer wieder, von allen.
SWR Kultur (Nina Wolf)

Ein dichter Roman, der nachdenklich macht.
Vormagazin (Nina Wolf)

Kleine, schwarzhumorige Bemerkungen können ein Lächeln auf unsere Lippen zaubern. Aber dann gibt es auch das Gegenteil, (...) Schilderungen von Gewalt (und Tod), meist in Iran, aber durchaus auch in Wien und Niederösterreich verortet. Und dann ist es nicht mehr nur „A.“ oder jemand anderes im Roman, der Tränen vergießt. Diese Warnung zu einem ziemlich lesenswerten Buch sei also gestattet.
Frankfurter Allgemeine Magazin (Martin Lhotzky)

Eindringlich und zwingend.
3sat, Kulturzeit (Martin Lhotzky)

Ein kosmopolitisches Buch. Eines, das nicht gefallen oder unterhalten möchte, sondern sich mitteilen. Man spürt diese existentielle Dringlichkeit, die überbrückten Kilometer, die vergossenen Tränen, die gemachten Erfahrungen auf jeder Seite. (...) Amir Gudarzi ist ein außergewöhnlicher Bote aus einer anderen Welt. "Das Ende ist nah" ist sein Geschenk an uns, eine ausgestreckte Hand. Ergreifen wir sie.
WDR 5 (Moritz Holler)

Das komplexe Bild eines Menschen, der irrt, sucht, lernt, verzweifelt, hofft. Ein Bild wie ein Haus mit vielen Zimmern und mehreren Stockwerken, die man mit dem Erzähler gemeinsam durchschreitet. Dass man ihm so gerne folgt, liegt auch an der klaren, schnörkellosen Sprache, die nicht verwässert, sondern die Erfahrungen und die verschiedenen Formen von Gewalt manchmal beinahe schmerzlich deutlich macht.
BÜCHER Magazin (Katharina Manzke)

Selten wohl in der jüngsten Zeit hat ein Autor die Alltagserfahrungen von Flüchtlingen so schonungslos in Worte gefasst wie Amir Gudarzi. (...) Ein eindrucksvolles, verstörendes Debüt.
Frankfurter Rundschau (Petra Pluwatsch)

Seine Sätze sind knapp, zugleich oft blumig und poetisch. Stark, originell, stellenweise schwer zu ertragen ist dieses Buch. Aber niemals wehleidig.
Kurier Wien (Petra Pluwatsch)

Was Literatur leisten kann, wird hier beispielhaft vorgeführt (…). «Das Ende ist nah» ist ein Roman wie ein assoziatives Erinnerungs- und Tagebuch, eindringlich und harte Kost.
St. Galler Tagblatt (Hansruedi Kugler)

Geschichten wie diese machen einem bewusst, dass man beim nächsten Pizzaboten mal nachfragen sollte, wie es ihm geht, statt verlegen lächelnd den Karton entgegenzunehmen und die Tür zu schließen.
die tageszeitung (Thomas Hummitzsch)

"Das Ende ist nah" romantisiert Flucht und Exil nie und ist auch deshalb ein wichtiges Buch. Es (...) überzeugt dabei auf allen Ebenen.
Der Standard (Thomas Wallerberger)

Man könnte Amir Gudarzis Roman „Das Ende ist nah“ als Kommentar zu den Protesten im Iran und dem Schicksal Geflüchteter lesen. Doch er bezeugt nicht nur Zeitgeschichte, sondern auch die ungeheure Kraft, mit der sich Literatur ihr widersetzt.
Stuttgarter Zeitung (Stefan Kister)

Gudarzi lässt einen wirklich mitfühlen, was es heißt, fliehen zu müssen und alles hinter sich zu lassen (…). Ein absolut relevanter, lesenswerter Roman.
rbb Radio 3 (Julia Riedhammer)

Ein fulminanter Debütroman.
Galore (Patrick Wildermann)

Die geschilderte Innen- und Außenwelt (...) ist bestens geeignet, der Mehrheitsgesellschaft die Schamesröte ins Gesicht zu treiben. Ein wirklich dringliches Debüt.
Deutschlandfunk, Büchermarkt (Shirin Sojitrawalla)

"Das Ende ist nah" nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine fesselnde Reise in eine Parallelwelt, die mit großer literarischer Kraft nicht nur von Fremdheit und den vielen Spielarten von Gewalt erzählt, sondern auch von Mut, Hoffnung, Liebe und der Macht der Sprache.
ORF TV (Sandra Krieger)

Im Kern geht es um Gewalt, um Einsamkeit, um das Gefühl, nirgendwo so richtig zu Hause zu sein. Eine Empfehlung? Ja, unbedingt. Dieser Roman bietet eine ziemlich wichtige Perspektive.
Radio Bremen 2 (Anna Maria Stock)

Ein Werk, das eindrucksvoll klar macht, welches Schicksal jene Menschen erlitten haben, von denen wir hierzulande meist nur noch als anonymisierte Masse Geflüchteter sprechen.
buch-haltung.de (Marius Müller)

Biografie – Gudarzi, Amir

G
Gudarzi, Amir
Amir Gudarzi, 1986 in Teheran geboren, ging auf die damals einzige Theaterschule im Iran und studierte danach Szenisches Schreiben. Seit 2009 lebt er in Wien, wo er als vielfach ausgezeichneter (inzwischen) österreichischer Dramatiker und Autor arbeitet. 2021 war er Stipendiat im Literarischen Colloquium in Berlin und erhielt den Förderungspreis für Literatur der Stadt Wien, 2022 wurden ihm der Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker*innen und der Christian-Dietrich-Grabbe-Preis verliehen, in der Spielzeit 2023/24 war er Hausautor am Nationaltheater Mannheim. ›Das Ende ist nah‹, ausgezeichnet mit dem Hermann-Hesse-Förderpreis, ist sein erster Roman.
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