Waterfront Journals
Wojnarowicz, David (17.12.2025)Waterfront Journals · Wojnarowicz, David
Das radikale Kultbuch erstmals auf Deutsch
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- Verlag: Suhrkamp
- Autor: Wojnarowicz, David
- Übersetzer: Gärtner, Marcus
- ISBN: 978-3-518-22563-9
- Bestellnummer: BS 1563
- Veröffentlichung: 17.12.2025
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 186 Seiten
- Maße: 120 x 20 x 180 (B/T/H)
- Gewicht: 232
- Reihe: Bibliothek Suhrkamp (1563)
- Sprache: deutsch
- Originaltitel: The Waterfront Journals
- Originalsprache: englisch
- Auflage: Deutsche Erstausgabe
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
- Wojnarowicz' Kultbuch erstmals auf Deutsch
David Wojnarowicz gibt den Misfits Amerikas eine Stimme
Es sind die späten 70er, Wojnarowicz lebt auf der Straße, zieht kreuz und quer durch ein riesiges, verkommenes Amerika. Die Illusionen ist er los, aber die Menschen, die er trifft, liebt er, unbeirrbar – die Stricher, Pfarrer, Junkies, Soldaten, Trucker, Träumer, Ausreißer, die sich irgendwie durchschlagen, gestrandet in Bars und Stundenhotels, auf Hinterhöfen, an den Rändern der Gesellschaft, auf den gottverlassenen Nebenschauplätzen des Lebens.
Ihnen allen gibt Wojnarowicz Stimme und Würde, indem er ihre Begegnungen in einen grellen Bilderstrom aus fiktiven Monologen verwandelt – es sind unfassbare Geschichten, flirrend fremdartig und verstörend vertraut, über ein Land, das jeden Moment einzustürzen droht.
Mit tiefer Ehrlichkeit und halluzinatorischer Intensität erzählt David Wojnarowicz – der überlebensgroße, legendäre Künstler, Bilderstürmer und Aktivist – von Menschen, die nirgends dazugehören, von Aufbruch und Verzweiflung und von harscher Schönheit, wo niemand sie vermuten würde.
Rezensionen „Waterfront Journals"
»Das, was der Künstler verschriftlichte, zählt innerhalb seines Gesamtwerkes unzweifelhaft zum Herausragendsten ... [E]ine poetische Sozialstudie des randständigen Amerikas in Prosa-Miniaturen. ... Es sind Blitze, die kurz das Vagabundenhafte der Lust erhellen und jeweils für einen kurzen Augenblick die Konturen eines anderen Lebens umreißen.«der Freitag (Vojin Saša Vukadinović)
»Wojnarowicz gelingt es, charakteristische Porträts von Menschen am Rande zu erschaffen ...«
Berliner Morgenpost (Valerie Bäuerlein)
»Verblüffend raue, offenherzige Miniaturporträts von fiktiven oder nichtfiktiven Randfiguren und Ausgestoßenen, von Strichern und Drogenabhängigen der US-amerikanischen Gesellschaft der 1970er-Jahre. [Von ihnen geht] eine solch magnetische Anziehung aus, dass ich dem Sog des Lesens gar nicht erst widerstehen will.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Sebastian Guggolz)
»[R]adikale Monologe, in die finstere Nacht der Repression gesprochen.«
Neue Zürcher Zeitung (Paul Jandl)
»Höchste Zeit, das Werk von David Wojnarowicz wiederzuentdecken.«
queer.de (Paul Jandl)
»Wojnarowicz skizziert hier ein Porträt der durch und durch maroden USA. Es gibt kaum ein überzeugenderes Verfahren, um mit dem amerikanischen Aufstiegsoptimismus, dem ideologischen Klebstoff dieses kaputten Landes, kurzen Prozess zu machen, als den ›Abschaum‹ der Gesellschaft zum Sprechen zu bringen.«
junge Welt (Frank Schäfer)
»Ein Buch wie ein Schlag in die Magengrube. ... [R]oh und unzensiert. ... Umso berührender die eigenen, poetisch zarten Sehnsuchtstexte des schwulen Schriftstellers ...«
Nürnberger Zeitung / Nürnberger Nachrichten (Wolf Ebersberger)
»Wojnarowicz schrieb ... rauschhaft und entflammt. ... [Die Waterfront Journals] zeigen mit den Mitteln der Literatur unmissverständlich auf, was es bedeutet, als Minderheit in einer Welt zu leben, wo die Mehrheit alle Andersartigkeit missachtet. ... Aktueller denn je.«
ORF (Andreas Puff-Trojan)
»[Wojnarowicz] zeigt, wie sich Schönheit und Grausamkeit durchdringen ...«
Deutschlandfunk Kultur (Nico Bleutge)
»Die Waterfront Journals ... verdienen ein möglichst breites Publikum.«
Die Presse (Thomas Ballhausen)
»Die Texte zeugen vom Überlebenswillen und vom Wunschnach dem kleinen, kurzen Glück in einer flüchtigen, unzuverlässigen Welt. Bei aller ungeschönten Drastik, trotz aller grausamen Realität, Wojnaricz versteht es, den Geschichten eine ganz spezifische erzählerische Wärme zu geben – und den Menschen ihre Würde.«
Kölner Stadt-Anzeiger (Michael Hirz)
»Fast rauschhaft erscheinen die Geschichten in den Waterfront Journals von David Wojnarowicz ... Endlich erscheint das Buch auch auf Deutsch.«
Philosophie Magazin (Max Urbitsch)
»Es sind Geschichten, die ein Schlaglicht auf die Schattenseiten des American Way of Life werfen und aus denen die allgegenwärtige Erfahrung von Gewalt spricht: der unterdrückenden Gewalt, die der Staat ausübt, genauso wie jener, die sich die schwächsten Glieder der Gesellschaft selbst antun im Bestreben, ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen. Gerade darin liegt die Kraft dieser Textsammlung. Ihre Bestandteile sind jeweils eine Oral History für sich.«
Siegessäule (Max Urbitsch)
»Diese oft gewaltvollen erzählerischen Miniaturen sind wie Blitzlichter in Prosa und gleichen der Straßenfotografie, die gleichermaßen ein ganzes Leben in ein Bild zu verpacken vermag.«
literaturkritik.de (Nora Eckert)
Biografie – Wojnarowicz, David
Marcus Gärtner ist Lektor bei einem Hamburger Verlag und übersetzt daneben, u.a. Bücher von Roz Chast, Bill Naughton, Brian van Reet.
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