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Der junge Mann

Ernaux, Annie (17.04.2024)
Produktinformationen "Der junge Mann"
  • Suhrkamp
  • Ernaux, Annie
  • Finck, Sonja
  • 978-3-518-47398-6
  • ST 5398
  • 17.04.2024
  • Taschenbuch
  • 48 Seiten
  • 118 x 6 x 190 (B/T/H)
  • 54
  • deutsch
  • Le jeune homme
  • fre
  • 1
  • 7 %
  • Entspannen
  • Taschenbuch
  • Taschenbuch
  • Nobelpreis für Literatur 2022SPIEGEL-BestsellerBestseller in FOCUS, stern und Börsenblatt

Annie Ernaux bricht ihr letztes Tabu – radikal pointiert und prägnant erzählt sie von einer skandalösen Liebesbeziehung, einer ambivalenten Rückkehr in die eigene Vergangenheit und der triumphalen Überwindung einer lebenslangen Scham.

Sie ist Mitte fünfzig und beginnt ein Verhältnis mit einem dreißig Jahre jüngeren Mann. Einem Studenten, noch dem Milieu verhaftet, aus dem sie sich emanzipiert zu haben glaubt. Er verlässt die gleichaltrige Freundin und liebt sie mit einer Leidenschaft wie keiner zuvor. Entrückte Tage und Nächte in seinem kargen Zimmer, Matratze auf dem Boden, löchrige Wände, defekter Kühlschrank. Doch die intime Episode ist zugleich etwas Politisches, auf der Straße, in den Restaurants und Bars: fast ständig böse Blicke, wütende Reaktionen. Sie ist wieder das »skandalöse Mädchen« ihrer Jugend, nun aber ganz ohne Scham, mit einem Gefühl der Befreiung. Irgendwann erträgt er ihre frühere Schönheit nicht mehr, und sie erlebt bloß noch Wiederholung, obwohl er »ihr Engel ist, der die Vergangenheit heraufbeschwört, sie ewig leben lässt«. Und was heißt das für die Zukunft?

Rezensionen „Der junge Mann"

»Durch die vorliegende Erzählung ist für die Literaturnobelpreisträgerin des vergangenen Jahres somit ein weiteres Kapitel ihres Lebens abgeschlossen, dem hoffentlich noch viele weitere folgen werden.«
neues deutschland (Luca Glenzer)

»Ein ausgeglichenes Spiel, kein Liebesroman, aber doch ein Buch, in dem man etwas über Liebe lernt.«
Frankfurter Rundschau (Judith von Sternburg)

»So unerschrocken sind die ödipalen Dramen der Weltliteratur wohl noch nie auf ihren existenziellen Kern gebracht worden.«
Süddeutsche Zeitung (Marie Schmidt)

»Der junge Mann ist, und dafür kann man Ernaux nicht hoch genug schätzen, ein in sich perfekt konstruiertes, aber nie abgeschlossenes Miniaturkunstwerk.«
DER SPIEGEL (Xaver von Cranach)

»Wenig Worte, Riesenwirkung ... Dieser schmale Band revolutioniert Frankreich!«
Süddeutsche Zeitung (Nils Minkmar)

»Der junge Mann ist Annie Ernaux’ Meisterstück, eine perfekte Miniatur, in der sie mit einer schwindelerregend schönen Proust’schen Geste all ihre vorigen Bücher verdichtet.«
Les Inrockuptibles (Nils Minkmar)

»Die erzählerische Raffinesse dieses Textes besteht darin, dass sich in ihm das biografische Lebensthema der Autorin - ihr sozialer Aufstieg aus dem Proletariat - in der Gestalt eines anderen, eines Mannes, noch einmal materialisiert … Die besondere literarische Qualität des Jungen Manns besteht darin, dass die Autorin kunstvoll diesen mit einem anderen ihrer Texte verknüpft.«
WDR 5 (Nils Minkmar)

»Ernaux liefert den Beweis, dass es möglich ist, auf wenig Raum alles zu erzählen. Wie man es von der Französin gewohnt ist: Kein Wort zu viel, keines fehlt.«
sonntagszeitung.ch (Nora Zukker)

»Wie sehr Annie Ernaux die Dinge in ihren autofiktionalen Texten auf den Punkt bringt, ist immer wieder überwältigend.«
Kölnische Rundschau (Welf Grombacher)

»Der junge Mann kondensiert alle Themen, die für Ernaux wichtig sind: das Nachdenken über soziale Herkunft und gesellschaftlichen Aufstieg, übers Frausein und auch nochmal über die Abtreibung, die in ihrem Buch Das Ereignis zentral stand.«
SWR2 (Welf Grombacher)

»Der große Genuss dieses Textes stellt sich ein, wenn man weiß, dass er um die Jahrtausendwende spielt und Annie Ernaux Anlauf nimmt für ihren wunderbaren Roman das Ereignis.«
WDR 3 (Denis Scheck)

»Ein rigoroses Buch, das schmerzt. Auch das eine Aufgabe großer Literatur.«
Kleine Zeitung, Graz (Bernd Melichar)

»Wieder ein gelungenes Stück Erinnerung mit tiefenscharfem Blick! Im Grunde hat sie beim Schreiben immer ihr Leben zum Thema ihrer literarischen Betrachtungen gemacht. Das ist ihr hervorragend gelungen.«
leselupe.de (Claudine Borries)

Biografie – Ernaux, Annie

Autorenbild
Ernaux, Annie
Annie Ernaux, geboren 1940, bezeichnet sich als »Ethnologin ihrer selbst«. Sie ist eine der bedeutendsten französischsprachigen Schriftstellerinnen unserer Zeit, ihre zwanzig Romane sind von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert worden. Annie Ernaux hat für ihr Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt den Nobelpreis für Literatur.
Sonja Finck übersetzt aus dem Französischen und Englischen, darunter Bücher von Jocelyne Saucier, Kamel Daoud, Chinelo Okparanta und Wajdi Mouawad. Für ihre Ernaux-Übersetzungen wurde sie mit dem Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis ausgezeichnet.

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