Drei Kameradinnen
Bazyar, Shida (15.04.2021)Drei Kameradinnen · Bazyar, Shida
Roman
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- Verlag: Kiepenheuer & Witsch
- Autor: Bazyar, Shida
- ISBN: 978-3-462-05276-3
- Veröffentlichung: 15.04.2021
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 352 Seiten
- Maße: 131 x 30 x 209 (B/T/H)
- Gewicht: 429
- Sprache: deutsch
- Auflage: 3. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Lesemotiv: Entspannen
- Nebenlesemotive: Auseinandersetzen
- Nebenlesemotive: Entspannen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
- Ein hochaktueller, brisanter Text und eine Erzählstimme, die man nicht mehr vergisst: leidenschaftlich, wütend, radikalNach dem vielfach ausgezeichneten Debüt »Nachts ist es leise in Teheran« (über 70.000 verkaufte Exemplare) der neue große Roman von Shida Bazyar»Es tut gut, dass Shida Bazyar, sicher eine der großen jungen Autorinnen, so politisch denkt.« taz
Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2021
Was Freundschaft bedeutet, wenn die Gegenwart Feuer fängt.
In ihrem neuen Roman erzählt Shida Bazyar voller Wucht und Furor von den Spannungen und Ungeheuerlichkeiten der Gegenwart – und von drei jungen Frauen, die zusammenstehen, egal was kommt. Seit ihrer gemeinsamen Jugend in der Siedlung verbindet Hani, Kasih und Saya eine tiefe Freundschaft. Nach Jahren treffen die drei sich wieder, um ein paar Tage lang an die alten Zeiten anzuknüpfen. Doch egal ob über den Dächern der Stadt, auf der Bank vor dem Späti oder bei einer Hausbesetzerparty, immer wird deutlich, dass sie nicht abschütteln können, was jetzt so oft ihren Alltag bestimmt: die Blicke, die Sprüche, Hass und rechter Terror. Ihre Freundschaft aber gibt ihnen Halt. Bis eine dramatische Nacht alles ins Wanken bringt.
Shida Bazyar zeigt in aller Konsequenz, was es heißt, aufgrund der eigenen Herkunft immer und überall infrage gestellt zu werden, aber auch, wie sich Gewalt, Hetze und Ignoranz mit Solidarität begegnen lässt. »Drei Kameradinnen« ist ein aufwühlender, kompromissloser und berührender Roman über das außergewöhnliche Bündnis dreier junger Frauen – und das einzige, das ein selbstbestimmtes Leben möglich macht in einer Gesellschaft, die keine Andersartigkeit duldet: bedingungslose Freundschaft.
»Uns gibt es in dieser Welt nicht. Hier sind wir weder Deutsche noch Flüchtlinge, wir sprechen nicht die Nachrichten und wir sind nicht die Expertinnen. Wir sind irgendein Joker, von dem sie noch nicht wissen, ob sie ihn einmal zu irgendetwas gebrauchen können.« Aus: »Drei Kameradinnen«
Rezensionen „Drei Kameradinnen"
»Eine starke Geschichte feministischer Solidarität.«Zeit Wissen
»Es geht um die Frage nach der Wahrheit und wer eigentlich bestimmt, was wahr ist. Welcher Verdacht letztlich berechtigt ist und welcher nicht, lohnt sich bei der Lektüre selbst herauszufinden.«
litlog.de (Lisa Marie Müller)
»Der Text zeugt von Intelligenz und politischem Wissen, er scheint atemlos und wie in einem Guss geschrieben, er klingt wütend, kraftvoll, drängend und auch anklagend.«
Rheinische Post (Sigrid Blomen-Radermacher)
»Bazyar entfaltet aus dieser Wiederbegegnung mit zahlreichen Rückblenden ein eindringliches Porträt (post-)migrantischen Lebens in Deutschland, aber auch vom Erwachsenwerden und Jungsein überhaupt. Besonders stark ist ihr Text in den Alltagsszenen, der Begegnung mit der Familie des (weißen) Freundes, dem Gespräch mit einer inkompetenten Chefin.«
Der Freitag (Tom Wohlfarth)
»Wütend, scharfsichtig und präzise. [...] Der Roman ist eine radikale Form die Deutungshoheit an sich zu reißen und die Erzählmacht umzukehren.«
Deutschlandfunk Büchermarkt (Mithu Sanyal)
»Den zweiten Roman von Shida Bazyar, ›Drei Kameradinnen‹, kann man als kraftvollen literarischen Beitrag zur aktuellen Identitäts- und Rassismusdebatte lesen. [...] Dabei verleiht sie Kasih eine Erzählstimme von erstaunlicher Authentizität, verwirrend, widersprüchlich und berührend.«
FAZ (Mithu Sanyal)
»Ein satirisch-wütender Roman über Alltagsrassismus. [...] Ein radikales Buch mit einem wahnsinnig langen Nachhall.«
WDR 2 Buchtipp (Mithu Sanyal)
»Ein großartiges Buch mit einer beeindruckenden Erzählweise, obendrein spannend wie ein Krimi. Vor allem aber ist es ein Buch, das man lesen sollte, weil es die Sichtweiseverändert – die eigene.«
Oberösterreichische Nachrichten (Roswitha Fitzinger)
»Die Erzählerin spricht die Leserinnen und Leser direkt an, vermischt Fakten und Fiktion, verunsichert. Das hat Methode. Man muss nachdenken, über seine Haltung.«
Südwest Presse (Jürgen Kanold)
»Ich habe das Buch geliebt. […] Aber das liegt nicht daran, dass es leicht verdaulich wäre, ganz im Gegenteil. Es lässt die Lesenden die eigenen Annahmen immer wieder hinterfragen.«
SRF 1 Literaturclub (Anna Rosenwasser)
»[Ein] geschickt erzählter Roman.«
Deutschlandfunk Kultur (Jörg Plath)
»Ein Roman wie ein Showdown.«
Bayern 2 Zündfunk (Caroline von Lowtzow)
»Shida Bazyars Roman ist [...] eine raffinierte literarische Versuchsanordnung, zu der die kalkulierte Herausforderung der Leser ebenso gehört wie die Zurückeroberung der Autorschaft jener, die sonst erdulden müssen, beschrieben zu werden.«
Stuttgarter Zeitung (Caroline von Lowtzow)
»Wütend, ungestüm, elliptisch. [...] das Gegenteil einer linearen Erzählung: Autorin Shida Bazyar attackiert nicht nur weiße Vorurteile und Rassismus, sondern auch die konventionelle Erzählstruktur.«
Radio fm 4 (Caroline von Lowtzow)
»Die Geschichte, die Shida Bazyar erzählt, behandelt aktuelle Diskurse anhand der Erzählung einer Dreier-Freundschaft so, dass man mitfühlen muss.«
Deutschlandfunk Kultur (Christine Watty)
»[Der] Roman über die drei Kameradinnen liest sich spannend wie ein Krimi und ist gleichzeitig eine Geschichte über Ausgrenzung und das Sicherheitsnetz, das Freundschaft bildet.«
Nürnberger Nachrichten (Gabi Eisenack)
»Ein Buch, das aufwühlt und fordert, unterhält und quält.«
1LIVE Stories (Gabi Eisenack)
»Die literarische Überraschung in diesem Jahr [...]. Kompromisslos und berührend.«
SWR Lesenswert (Gabi Eisenack)
»Shida Bazyars Roman ist ein literarisches Sensibilisierungsprogramm - ein starker Roman.«
SWR 2 lesenswert (Denis Scheck)
»Eine moderne Publikumsbeschimpfung, die zum Fragenstellen anregt, ein gewitztes Spielmmit dem Erzählen und vor allem ein kluger literarischer Beitrag zur Empathiesteigerung.«
rbb Kultur (Denis Scheck)
»Ein wuchtiger Roman. [...] Shida Bazyar spielt die gesamte Klaviatur der Erzähltricks.«
WDR 3 Mosaik (Hannah Rau)
»›Drei Kameradinnen‹ schickt uns auf eine Erkundungsreise, mitten hinein in den Abgrund deutscher Identitätspolitik - ein furioses zweites Buch.«
Süddeutsche Zeitung (Meike Feßmann)
»Eine raffinierte literarische Versuchsanordnung.«
Stuttgarter Zeitung (Stefan Kister)
» [Ein] großer, aufwühlender, auch witziger Roman, der manche Gewissheit erschüttert, sogar die, dass man sich doch eigentlich gar nicht so gern beschimpfen lässt.«
NDR Buch der Woche (Alexander Solloch)
»Ein sehr intelligent gebauter Roman.«
Podcast Land in Sicht (Alexander Solloch)
»Diese freche, fast unverschämte Erzählstimme, vermischt mit grüblerischen Passagen, Reflexionen und zügigem Handlungsfortgang macht Bazyars Roman zu einem nicht immer leicht bekömmlichen, aber ungemein faszinierenden Erzählkunstwerk.«
Ö1 Morgenjournal (Alexander Solloch)
»[Shida Bazyar] zeigt jene Stärken, die schon ihren Debütroman [...] zum Erfolg machten: das Erzählen davon, wie die Gesellschaft mit jenen umgeht, die aus anderen Kulturen kommen.«
stern (Alexander Solloch)
»Eine Schockpädagogik für die Mehrheitsgesellschaft.«
FAZ (Alexander Košenina)
»›Drei Kameradinnen‹ ist ein berührender Roman über Freundschaft, Zusammenhalt und Selbstbehauptung. Er ist ein wildwüchsiger, widerständiger Text, der sich nicht festnageln lässt, voller Stärke und Hoffnung.«
Buchkultur (Sophie Weigand)
Biografie – Bazyar, Shida
Shida Bazyar, geboren 1988 in Hermeskeil, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim und war viele Jahre in der Jugendbildungsarbeit tätig. Ihr Debütroman »Nachts ist es leise in Teheran« (2016) wurde mehrfach übersetzt und ausgezeichnet, u.a. mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis, dem Uwe-Johnson-Förderpreis und der Nominierung zum International Booker Prize. »Drei Kameradinnen« folgte 2021 und stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. 2023 wurde ihre Arbeit mit dem Ernst-Toller-Preis geehrt.
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