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Ein Sohn von zwei Müttern

Dobler, Franz (17.02.2024)
Produktinformationen "Ein Sohn von zwei Müttern"
  • Tropen
  • Dobler, Franz
  • 978-3-608-50422-4
  • 17.02.2024
  • Hardcover
  • 224 Seiten
  • 143 x 215 (B/H)
  • 372
  • deutsch
  • 1. Auflage 2024
  • 7 %
  • Entspannen
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • Für Leserinnen und Leser von Joachim Meyerhoff und Daniela Dröscher

»Ein emotionaler wie kluger Roman über all das, was einen zu dem Menschen macht, der man ist.« Iris Berben

Der Junge ist Adoptivkind. Doch seine Erziehung ist nicht nur Sache seiner Adoptiveltern, eines Eisenbahners und einer Hausfrau. Der New Yorker Jazz, das »Roaring Munich« der 80er prägen ihn mindestens genauso. Ein Sohn von zwei Müttern ist ein Roman, der vom Aufwachsen eines bayrischen Jungen mit persischen Wurzeln erzählt. Und von der Entwicklung eines Landes vom Provinzialismus der Nachkriegszeit zur modernen Bundesrepublik.

Als seine Geschichte ihn einholt, ist der Junge schon ein erwachsener Mann und selbst Vater. Er sitzt im Flugzeug nach New York auf dem Weg zu seiner leiblichen Mutter, die er seit dreißig Jahren nicht gesehen hat. Seine Adoptivmutter ist seit zwanzig Jahren tot, sie hat nie ein Flugzeug bestiegen. Während des scheinbar endlosen Fluges drängt seine Adoptionsgeschichte, die er immer mürrisch beiseite gewischt hat, weil er zu beschäftigt war, das Leben zu bewältigen, plötzlich an die Oberfläche. Er muss sich ihr stellen.
Er ist ein Sohn von zwei Müttern. Oder waren es noch mehr? Ist nicht jeder auch ein Kind seiner Zeit, geprägt von einer Musik, von Lektüren und von den unzähligen Zufällen des Lebens? Franz Dobler geht der Sache auf den Grund. Er beginnt ganz am Anfang, als der kleine Junge in den späten 60ern im sogenannten bayrischen Pfaffenwinkel bei seinen Adoptiveltern abends in der Badewanne sitzt und ruft: »Ich bin ein Adoptivkind.« Der Beginn einer Geschichte, die genauso tief in das Leben des Münchner Unikats eintaucht wie in die Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik.

»Ambivalent, unabhängig, kick-ass, und immer mit hochelegantem Strich gezeichnet – Franz Dobler ist der Mann mit den besten Frauenfiguren.« Simone Buchholz

»Franz Dobler ist im besten Sinne ein Unterhaltungskünstler, seine Bücher besitzen auch immer eine besondere Leichtigkeit.« Friedrich Ani

Rezensionen „Ein Sohn von zwei Müttern"

»Auch in diesem Roman bleibt er seinem coolen, an amerikanischer Literatur, an Filmen und Popsongs gewachsenen, knappen, direkten und immer leise ironischen Tonfall treu. […] Dobler aber bringt Coolness und Wärme in Einklang. So streng er gegen sich selbst und jeden Kitsch ist, so offen bleibt er in jedem Satz für Gefühle, auch wenn diese die Souveränität des Welt erzeugenden Autors zu unterminieren trachten. Franz Dobler ist ein Mensch, im jiddischen Wortsinn, und sein Buch ist schön, berührend, große Kunst.« Ulrich Gutmair, Wochentaz, 17. – 23. Februar 2024
Wochentaz (Ulrich Gutmair)

»Doblers Schreibstil ist lakonisch, auch pragmatisch im Tonfall. Seine Sprache vermeidet überflüssige Schnörkel, ist geprägt von Rhythmus, manchmal auch atemlos. Musikalisch.« Christiane Wechselberger, Münchner Feuilleton, August/September 2024
Münchner Feuilleton (Christiane Wechselberger)

»Dobler schreibt lakonisch, elegant, souverän und lustig über ein Dasein, das kein Schicksal ist. Es ist schlussendlich schon auch ein Buch über eine Adoption, vor allem aber eines über die Suche nach dem Eigenen im Leben.« Frédéric Valin, nd, 18. Juli 2024
nd (Frédéric Valin)

»Dobler legt die Hauptfigur in Ein Sohn von zwei Müttern wie die scheinbar hartgesottenen Ermittler in seinen Krimis an, sie ist so ruppig wie einfühlsam. Und so wie der Protagonist zu Beginn im Flugzeug sitzt, aber gar nicht so recht am Ziel ankommen mag, verhält es sich auch mit diesem intellektuell anregenden, aber auch emotional tiefgründigen Roman, bei dem der Erzähler weiß, dass er „keinen Abschluss, kein Ende finden und nicht fertig werden würde“.« Holger Moos, Goethe Institut, Juni 2024
Goethe Institut (Holger Moos)

»Klingt nicht nach Dobler, ist aber ein perfekter Dobler. Lang hat sich der Autor gegen die eigene Geschichte gesträubt; es ist ein Glück, dass er sie nun doch aufgeschrieben hat.« Thomas Kretschmer, MUH, Ausgabe 52, Frühling 2024
MUH (Thomas Kretschmer)

»sehr spannend geschrieben, sehr gut zu lesen« Elke Heidenreich, Spiegel Kultur, 05. April 2024
Spiegel Kultur (Elke Heidenreich)

»[A]uch bei solch einem persönlichen Thema kann Dobler überaus elegant ausweichen und beweisen, welch großer Stilist er ist.« Irene Schwingenschlögl, Film, Sound & Media, April 2024
Film Sound & Media (Irene Schwingenschlögl)

»Franz Dobler schert sich […] nicht um Genres und deswegen ist dieses Buch auch in weiten Teilen eine Materialsammlung zum Thema Adoption, wie es sie vielleicht in der toll erzählten Fülle und Dichte noch gar nicht gibt.« Martin Gaiser, FreeFM, 22. März 2024
Freunde reden Tacheles - Radio freeFM (Martin Gaiser)

»Diese tastende Unsicherheit ist vom ersten Moment an da, und diese charmante Transparenz macht aus einer scheinbaren Schwäche eine souveräne Stärke des Buchs. Das nachvollziehbare Zögern gräbt sich tief in die Struktur des Romans, bis in die Syntax mancher abgehackter Sätze.« Andreas Lesti, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 17. März 2024
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Andreas Lesti)

»Doblers Versuch, sich schreibend eines Themas zu entledigen, das sich innerlich so lange aufgestaut hatte, ist eine hochinteressante Auseinandersetzung mit den großen Fragen des Lebens.« Volker Isfort, Abendzeitung, 15. März 2024
Abendzeitung (Volker Isfort)

»Es ist geradezu anrührend, wenn Dobler, gewissermaßen der Cowboy unter den deutschen Literaten, über seine „Mama“ schreibt – der ganz harte Mann und sein weicher Kern.« Hartmut Horstmann, Westfalen-Blatt, 06. März 2024
Westfalen-Blatt (Hartmut Horstmann)

»[D]er Erzähler kreist […] nicht nur um sich selbst und deshalb ist ›Ein Sohn von zwei Müttern‹ weit entfernt von sich entblößender Bekenntnisliteratur. Persönlich und emotional ist er dennoch, dieser erzählerisch ganz und gar aufregende Roman, diese "Geschichte in Fetzen", die sich zu einem großartigen Gewebe zusammenfügt.« Birgit Müller-Bardorff, Augsburger Allgemeine, 01. März 2024
Augsburger Allgemeine (Birgit Müller-Bardorff)

»Franz Dobler hat ein ebenso kluges, wie anrührendes Buch über seine eigene Adoption geschrieben.« Knut Cordsen, Bayerischer Rundfunk, 28. Februar 2024
Bayerischer Rundfunk (Knut Cordsen)

»Ein Lebens-Roman mit viel bundesrepublikanischem Zeitkolorit aus den 60er, vor allem aber aus den 70er und 80er Jahren, der einen richtig mitreißt. So landet man beim Lesen denn auch schnell beim Nachdenken über das eigene Leben und die eigene Identität.« Udo Feist, WDR, 20. Februar 2024
WDR (Udo Feist)

»[D]iejenigen, die Doblers so charakteristischen kunstvoll-lakonischen Stil lieben, der sowohl seine Kriminalromane wie seine feuilletonistischen Arbeiten prägt, kommen bei diesem Sprachkunstwerk ohnehin auf ihre Kosten. […] Dieses Buch ist […] ein echter Dobler und fügt dem Werk des Autors eine überraschende und bereichernde neue Facette hinzu.« Gerald Fiebig, Auxlitera, 18. Februar 2024
Auxlitera (Gerald Fiebig)

»Franz Doblers ›Ein Sohn von zwei Müttern‹ ist ein nicht sehr umfangreicher, flott und schnörkellos erzählter Roman, der ehrlich und authentisch wirkt, mit Szenen von der Kindheit bis zur Gegenwart. Wolfgang Seibel, Ö1, 18. Februar 2024
ORF Ö1 (Wolfgang Seibel)

»[D]as Buch dreht sich […] darum, wie jemand selbst für sich und seine Verfasstheit Verantwortung übernehmen und über seinen Schatten springen will. Eine Befreiung.« Cornelia Geißler, Beliner Zeitung, 17./18. Februar 2024
Berliner Zeitung (Cornelia Geissler)

»[Dobler ist ein Beat-Poet], der den Country-Swing hat. […] [Sein] Roman ist keine breite Straße zum Ich, sondern ein bereitwillig dem Reiz der kleinen Abschweifung erliegender Streifzug durch eine Biografie, in deren Eckchen Geschichten hocken.« Christian Jooß-Bernau, Süddeutsche Zeitung, 16. Februar 2024
Süddeutsche Zeitung (Christian Jooß-Bernau)

Biografie – Dobler, Franz

D
Dobler, Franz
Franz Dobler lebt in Bayern und hat seit 1988 neben Romanen und Gedichtbänden, für die er u. a. mit dem Bayerischen Literaturförderpreis ausgezeichnet wurde, auch Erzählungen und Musikbücher veröffentlicht. Für seine Kriminalromane Ein Bulle im Zug und Ein Schlag ins Gesicht erhielt er jeweils den Deutschen Krimi Preis. Letzterer wurde von Nina Grosse als Nicht tot zu kriegen mit Iris Berben und Murathan Muslu verfilmt.
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