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Ewig aktuell

Walser, Martin (24.03.2017)
Produktinformationen "Ewig aktuell"
  • Rowohlt
  • Walser, Martin
  • 978-3-498-07393-0
  • 24.03.2017
  • Hardcover
  • 640 Seiten
  • 131 x 49 x 210 (B/T/H)
  • 717
  • deutsch
  • 1. Auflage
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
  • Buch gebunden
  • Hardcover

Ein großer Schriftsteller und seine Zeit.
Vom Beginn seines schriftstellerischen Schaffens an hat Martin Walser das politische und gesellschaftliche Geschehen begleitet, er hat beobachtet, teilgenommen und sich eingemischt. "Ewig aktuell" versammelt Äußerungen, Aufsätze und Reden, die in mehr als einem halben Jahrhundert aus aktuellen Anlässen entstanden sind. In den sechziger Jahren protestierte er gegen die deutsche Haltung zum Vietnamkrieg der Amerikaner, ab den siebziger Jahren wollte er sich nicht mehr mit der Anerkennung der deutschen Teilung als Resultat einer Katastrophe zufrieden geben; dann die Wiedervereinigung, die Golfkriege und der Flüchtlingsstrom. Immer wieder stellte er sich der deutschen Schuld, beschäftigte sich mit der Ungeheuerlichkeit, dass Auschwitz menschenmöglich war. Er setzte sich mit Zeitgenossen – dem, was andere taten, dachten – rege auseinander, wurde zu einem scharfen Kritiker der Instrumentalisierung der Medien durch die Politik.

"Ewig aktuell" ist eine Reise durch nahezu sechzig Jahre Zeitgeschichte aus dem Blickwinkel eines großen Schriftstellers und zugleich das persönliche Zeugnis eines Beobachters, der das Geschehen nicht von einem fernen Planeten aus beschreibt, sondern sich selbst immer auch als Teil des Geschehens verstanden hat. Die politische Entwicklung der Bundesrepublik von den Anfängen bis in die Gegenwart, sie wird in diesem Band lebendig.

Rezensionen „Ewig aktuell"

Das Buch ist ein Statement, ein Banner, und irgendwie mehr als das: Es dokumentiert Geschichte – von den Auschwitz-Prozessen bis zum Mauerfall. Diese 600 Seiten lassen erahnen, warum Martin Walser jüngst unter den 500 wichtigsten Intellektuellen hierzulande auf Platz eins gewählt wurde.
Rheinische Post (Lothar Schröder)

Martin Walser ist einer, den wir nicht genug wertschätzen können, ein luzider, skrupulöser, scharfsinniger Autor: der unverführbare Gegenwartsdiagnostiker, der mutige Zeitkritiker, der einzig-, ja großartige Essayist. (…) Die Sammlung zeigt Walser brillantes intellektuelles Genie. (…) der Essayist Walser ist ein einsamer Gigant.
Frankfurter Neue Presse (Lothar Schröder)

Über 600 Seiten Wirklichkeit.
Leipziger Volkszeitung (Janina Fleischer)

Wer als Mitdenker durch die von Chabbi und dem Autor klug zusammengestellten Texte wandelt, bewegt sich am Treppengeländer aus authentischen Dokumenten auf den Stufen unserer Historie. (…) Eine lehrreiche und unterhaltsame Schnitzeljagd.
Münchner Merkur (Simone Dattenberger)

60 Essays aus 60 Jahren: Das ist eine stürmische Lektüre. Es wird klar: Walser, der empfindsame Bekenner, der gegen verordnete Moral und Tugend streitende Ich-Sager, eignet sich für die politische Arena hervorragend.
Mitteldeutsche Zeitung (Christian Eger)

Eine Sammlung von Texten, die Martin Walser an Scharfsinn eher über als neben Böll und Grass stellen. (…) Wer so intelligent und risikofreudig den 'Wahrheitsbesitzern' ins Wort fällt, wird hierzulande gebraucht. Dringender denn je.
Kölnische Rundschau (Hartmut Wilmes)

Ohne die vielen Walseriana wäre die Republik ärmer.
Handelsblatt (Hans-Jürgen Jakobs)

Biografie – Walser, Martin

W
Walser, Martin

Martin Walser, 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren, war einer der bedeutendsten Schriftsteller der deutschen Nachkriegsliteratur. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 1981 den Georg-Büchner-Preis, 1998 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2015 den Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis. Außerdem wurde er mit dem Orden «Pour le Mérite» ausgezeichnet und zum «Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres» ernannt. Martin Walser starb am 26. Juli 2023 in Überlingen. 

Thekla Chabbi, 1968 geboren, studierte Sinologie in Trier und Nanjing. Sie übersetzte u.a. die Romane des chinesischen Schriftstellers Li Er ins Deutsche. Für ihr Lehrwerk „Liao Liao“ erhielt sie den Friedhelm-Denninghaus-Preis.

Weitere Ausgaben:

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