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Harte Jahre

Vargas Llosa, Mario (20.04.2021)
Produktinformationen "Harte Jahre"
  • Suhrkamp
  • Vargas Llosa, Mario
  • Brovot, Thomas
  • 978-3-518-47134-0
  • ST 5134
  • 20.04.2021
  • Taschenbuch
  • 408 Seiten
  • 118 x 28 x 190 (B/T/H)
  • 377
  • suhrkamp taschenbuch (5134)
  • deutsch
  • Tiempos recios
  • spa
  • 1
  • 7 %
  • Entspannen
  • Auseinandersetzen
  • Eintauchen
  • Taschenbuch
  • Taschenbuch
  • SPIEGEL-BestsellerBestseller in Focus, Stern und BörsenblattSWR-Bestenliste

Harte Jahre ist ein vielstimmiges Romanepos über Macht, Verschwörung und Verrat – über die Fallstricke der Geschichte und die dreisten Machenschaften imperialer Politik. Und ein virtuoser literarischer Hochseilakt.

Im Jahr 1954 bringt ein Militärputsch die Regierung Guatemalas zu Fall, mit freundlicher Unterstützung des CIA. Und zwar vermittels einer dreisten Lüge, die als Wahrheit durchgeht: US-Präsident Eisenhower hatte in Umlauf gebracht, Guatemalas Präsident Árbenz billige und unterstütze die Ausbreitung des sowjetischen Kommunismus auf dem Kontinent. Eine Lüge, die das Schicksal ganz Lateinamerikas verändern wird. Diese folgenreiche historische Episode – die uns schmerzlich an unsere Gegenwart erinnert – greift Mario Vargas Llosa auf und erzählt sie lebhaft und packend in ihrer ganzen Vielgestaltigkeit. Wer gründet welche Intrigen? Wer sind die Profiteure? Wer bleibt auf der Strecke?

Rezensionen „Harte Jahre"

»Llosa liefert ... virtuose Aufklärungsarbeit, um solche Zeiten in Zukunft hoffentlich etwas öfter zum Besseren wenden zu können.«
neues deutschland (Tom Wohlfarth)

»... ein eindrückliches Beispiel dafür, was die Kraft des Erzählens an der Schnittstelle zwischen Realität und Fiktion kann: mit prismatischem Blick auf das Einzelne auf die universale Gültigkeit des Anspruchs auf Menschlichkeit verweisen.«
der Freitag (Leander F. Badura)

»Wer unterhaltsam etwas über die politische Geschichte Guatemalas erfahren möchte, sollte Harte Jahre lesen«
taz. die tageszeitung (Ole Schulz)

»Seit er als verschreckter Schüler einer Kadettenanstalt die extremsten Charaktere auf ihre Funktionsweisen reduziert und literarisch dargestellt hat, reflektiert Mario Vargas Llosa grundlegende Elemente lateinamerikanischen Befindens. ... Die gesellschaftliche Relevanz seiner Beobachtungen, ganz abgesehen von seiner Bedeutung für die lateinamerikanische- und Weltliteratur, erweist sich in seinen späteren Werken ...«
Süddeutsche Zeitung (Rudolf von Bitter)

»Den Roman Harte Jahre, so glaubhaft und so wahr wie die sogenannte Historie.«
DER SPIEGEL (Rudolf von Bitter)

»... von einer beeindruckenden Vitalität und Schärfe – und vom Bedürfnis, das komplizierte und teils tragische Schicksal Lateinamerikas zu verstehen.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Hernán D. Caro)

»Diese Geschichte erzählt Geschichte. Das ist lehrreich, das ist spannend, das ist immer noch empörend. Mario Vargas Llosa macht es möglich.«
Frankfurter Rundschau (Martin Oehlen)

»Haben Sie sich auch schon mal gefragt, woher der Begriff von der ›Bananenrepublik‹ kommt? Mario Vargas Llosa hat dazu einen packenden Roman geschrieben.«
ZEITmagazin-Newsletter (Christoph Amend)

»Akribisch zeichnet Mario Vargas Llosa den Putsch gegen Árbenz nach und schildert souverän die Jahre davor und danach, mit zeitlichen Sprüngen. Die und die vielen meist historischen Figuren verlangen dem Leser einiges an Konzentration ab. Belohnt wird man allerdings damit, dass man sich als Augenzeuge einiger Schlüsselmomente im Guatemala der 50er-Jahre fühlt.«
NDR (Tobias Wenzel)

»[Vargas Llosa ist] ein Meister der Recherche, der aus scheinbar unwichtigen Details neue Erkenntnisse zieht. Und er ist ein brillanter Stilist, der neben all dem Horror zärtliche Liebesszenen, wunderschöne Naturbeschreibungen und Momente menschlicher Versöhnung zu gestalten vermag.«
SWR2 (Peter B. Schumann)

»Mario Vargas Llosa gibt in Harte Jahre Einblicke in das politische Flechtwerk Mittelamerikas. Der Roman ... ist zugleich Dokumentation und Thesenroman: voller Spannung und sinnlich erzählt.«
Deutschlandfunk Kultur (Katharina Döbler)

Biografie – Vargas Llosa, Mario

V
Vargas Llosa, Mario

Mario Vargas Llosa, geboren 1936 in Arequipa/Peru, studierte Geistes- und Rechtswissenschaften in Lima und Madrid. Bereits während seines Studiums schrieb er für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen und veröffentlichte erste Erzählungen, ehe 1963 sein erster Roman Die Stadt und die Hunde erschien. Der peruanische Romanautor und Essayist trat stets als politischer Autor auf und war damit auch weit über die Grenzen Perus hinaus sehr erfolgreich. Zu seinen wichtigsten Werken zählen Das grüne Haus, Das Fest des Ziegenbocks, Tante Julia und der Schreibkünstler und Das böse Mädchen.
Vargas Llosa war Ehrendoktor verschiedener amerikanischer und europäischer Universitäten und hielt Gastprofessuren unter anderem in Harvard, Princeton und Oxford. 1990 bewarb er sich als Kandidat der oppositionellen Frente Democrático (FREDEMO) bei den peruanischen Präsidentschaftswahlen und unterlag in der Stichwahl. Daraufhin zog er sich aus der aktiven Politik zurück.
Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen erhielt er 1996 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2010 den Nobelpreis für Literatur. 2021 wurde er in die Académie Française aufgenommen. Mario Vargas Llosa verstarb am 13. April 2025 im Alter von 89 Jahren in Lima/Peru.


Thomas Brovot, 1958 geboren, lebt in Berlin und übersetzt Texte aus dem Englischen, Französischen, Spanischen und Portugiesischen, u. a. von Benjamín Labatut und Mario Vargas Llosa. Für sein Gesamtwerk wurde er mit dem Paul-Celan-Preis ausgezeichnet.
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