Monde vor der Landung
Setz, Clemens J. (22.05.2024)Monde vor der Landung · Setz, Clemens J.
Roman | Ein faszinierender, unorthodoxer Blick auf Querdenkertum und alternative Wahrheiten | Österr… mehr lesen Roman | Ein faszinierender, unorthodoxer Blick auf Querdenkertum und alternative Wahrheiten | Österreichischer Buchpreis 2023 weniger
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Verlag: Suhrkamp
Autor: Setz, Clemens J.
ISBN: 978-3-518-47415-0
Produktform: Taschenbuch
Veröffentlichung: 22.05.2024
- Verlag: Suhrkamp
- Autor: Setz, Clemens J.
- ISBN: 978-3-518-47415-0
- Bestellnummer: ST 5415
- Veröffentlichung: 22.05.2024
- Produktform: Taschenbuch
- Umfang: 519 Seiten
- Maße: 116 x 26 x 190 (B/T/H)
- Gewicht: 372
- Sprache: deutsch
- Auflage: 1
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Lesemotiv: Entspannen
- Nebenlesemotive: Auseinandersetzen
- Nebenlesemotive: Entspannen
- Produktart: Taschenbuch
- Produktform: Taschenbuch
- Bestseller in Focus, stern und BörsenblattPlatz 1 der ORF-Bestenliste Spiegel-Bestseller SWR-Bestenliste
Worms, Anfang der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Peter Bender, ehemals Fliegerleutnant des Deutschen Heeres, macht sich als Gründer einer neuen Religionsgemeinschaft und mit der Proklamation der sogenannten Hohlwelt-Theorie einen Namen: Die Menschheit lebe nicht auf, sondern in einer Kugel, außerhalb derselben existiere nichts. Benders Gemeinde bleibt überschaubar, dennoch wird er wegen der Verbreitung aufwieglerischer und gotteslästerlicher Flugschriften zu einer mehrmonatigen Kerkerhaft verurteilt. Als sich nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten herumspricht, dass seine Frau Jüdin ist, wenden sich selbst seine engsten Gefolgsleute von ihm ab. Die Benders verarmen, die Repressionen besonders gegen seine Frau werden bald unerträglich.
Bestürzend aktuell, von unüberbietbarer sprachlicher und gedanklicher Originalität: Dieser Roman erzählt von Querdenkertum und alternativen Wahrheiten und rekonstruiert eine so bewegende wie verstörende Lebensgeschichte.
Rezensionen „Monde vor der Landung"
»Die kulturell, historisch und sprachlich ausgesprochen sensible Erzählinstanz ergreift niemals Partei und legt kein Urteil nahe. Auf diese Weise können Leser:innen ihren eigenen Zugang in die komplexe Thematik entwickeln und das soziale Abtriften eines trotz allem einnehmenden Menschen ›von Innen‹ erleben.«Jury des Österreichischen Buchpreises 2023
»[Setz] beschert dem Lesepublikum einen monumentalen Roman.«
DIE ZEIT (Florian Eichel)
»Setz schafft es ... mit [seinen] Bildelementen im Roman spielerisch, seine Nacherzählung sanft und in einem historischen Schwebezustand zu halten, holt sie aber zugleich wieder nah an die Gegenwart heran.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Tobias Rüther)
»Clemens J. Setz erzählt in seinem fulminanten Roman Monde vor der Landung von einem verrückten Menschen und bösen Zeiten.«
Frankfurter Rundschau (Judith von Sternburg)
»Der grandiose Roman Monde vor der Landung von Clemens J. Setz erzählt vom Wormser Hohlwelt-Verfechter Peter Bender und der Frage, wie eine offene Gesellschaft mit kruden Theorien umgehen soll.«
taz am wochenende (Carsten Otte)
»Man merkt, mit wie viel Vergnügen sich Setz auf seine Hauptfigur eingelassen hat und seine spinnerten Ideen ausbreitet, ohne sie zu werten oder sich darüber lustig zu machen.«
Der Tagesspiegel (Gerrit Bartels)
»Das ist das Erhellende am neuen Roman von Clemens Setz: Gegenwart und Vergangenheit werden nicht in einen Zustand wechselseitiger Denunziation gebracht. Der Roman fällt weder Urteile, noch zieht er seine Schlüsse. Er beobachtet und beschreibt.«
Neue Zürcher Zeitung (Paul Jandl)
»... mittels kühner Metaphern und synästhetischer Verknüpfungen [wird] noch das alltäglichste Realitätsfragment als Ausnahmefall individueller Wahrnehmung dargestellt. Kaum jemand in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur kann diese Verrückung des Blicks so suggestiv vorführen wie Setz ...«
WELT AM SONNTAG (Richard Kämmerlings)
»Immer wieder gewinnt er grandiose Sprachbilder aus der Weltwahrnehmung seines Protagonisten und auch viel Witz aus dem Zusammenstoß mit der ›Realität‹.«
Die Presse (Wien) (Richard Kämmerlings)
»Monde vor der Landung ist ein grandioser Roman: unterhaltsam und lustig wie eine Komödie, bitterernst und traurig wie eine Tragödie. Ein gelungener Spagat und vielleicht sogar Setz' bisher bester Roman.«
MDR Kultur (Kais Harrabi)
»Setz gelingt es, deutsche Geschichte durch die Augen eines Menschen zu erzählen, der in einem völligen Paralleluniversum lebt.«
ORF (Kais Harrabi)
»Monde vor der Landung ist ein packender Roman mit erstaunlichen Sprachbildern, mit einem schillernden Protagonisten, dessen Kopf »voller Geraschel« ist, »da drin ging’s zu wie im Eulennest«.«
Die Presse, Spectrum (Karin S. Wozonig)
»Ein großes, wichtiges Werk, geprägt durch geniale Erzählkunst und klare Bezüge zur Gegenwart. Sie führen eindringlich vor Augen, wie porös einige Gesellschaftsschichten in Krisenzeiten für alternativen Denk-Kram und ideologisches Geschwafel sein kann. Und das keineswegs nur bei Neumond. Pflichtlektüre, kristallklar.«
Kleine Zeitung Graz (Werner Krause)
»Sanft, fast zärtlich entwirft sein Erzählton ein Deutschlandbild zwischen engstirniger Querdenkerei und der Gnadenlosigkeit kleinbürgerlichen Anstands. Dieser Roman schafft sich seine eigene geschlossene Welt, verspielt in seiner Lust am pseudowissenschaftlichen Fabulieren und hermetisch wie eine gläserne Kugel.«
Kölnische Rundschau (Thomas Linden)
»Büchner-Preisträger Clemens J. Setz hat ein vielschichtiges, humorvolles, bitterernstes und irritierendes Buch geschrieben: Das Porträt von Peter Bender, der in einer wahnhaften Zeit überzeugt war, auf der Innenseite einer Kugel zu leben ... ein gewitztes und ernsthaftes Porträt einer widersprüchlichen Person. «
Badische Zeitung (René Zipperlen)
»Peter Bender und seine himmlische Partnerin Charlotte bezahlten teuer für ihre Glaubenstreue – aber sie haben von Clemens Setz diesen schönen Roman geschenkt erhalten.«
literaturkritik.de (Beat Mazenauer)
Biografie – Setz, Clemens J.
Clemens J. Setz wurde 1982 in Graz geboren, wo er Mathematik und Germanistik studierte. Heute lebt er mit seiner Frau und seiner Tochter als Übersetzer und freier Schriftsteller in Wien. 2011 wurde er für seinen Erzählband Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Sein Roman Indigo stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2012 und wurde mit dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2013 prämiert. 2014 erschien sein erster Gedichtband Die Vogelstraußtrompete. Für seinen Roman Die Stunde zwischen Frau und Gitarre erhielt Setz den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2015. Mit drei seiner Stücke war Setz bei den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Zuletzt 2023 mit Der Triumph der Waldrebe in Europa. Zuletzt wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis 2021 und dem Österreichischen Buchpreis 2023 geehrt.
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