Die Routinen
Lewandowski, Son (17.01.2026)Die Routinen · Lewandowski, Son
Roman | Nominiert für den lit.cologne-Debütpreis
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- Verlag: Klett-Cotta
- Autor: Lewandowski, Son
- ISBN: 978-3-608-96716-6
- Veröffentlichung: 17.01.2026
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 272 Seiten
- Maße: 128 x 210 (B/H)
- Gewicht: 360
- Sprache: deutsch
- Auflage: 2. Druckaufl., 2026
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Lesemotiv: Entspannen
- Nebenlesemotive: Auseinandersetzen
- Nebenlesemotive: Entspannen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
- Für Leserinnen und Leser von Daniela Dröscher und Milena Michiko Flašar 
»Die Geschichte einer Emanzipation – stark und unverwechselbar.« Anne Rabe
»Lewandoskis Stoff ist so ungewöhnlich, die erzählerische Form so wagemutig, dass man sich trotzdem nur dem Staunen überlassen kann, über diese große literarische Kür.« Marie Schmidt, Süddeutsche Zeitung
Ein Gummibärchen essen, heute den Arm, morgen ein Bein. Was sich anhört wie ein Witz, ist Alltag für die Leistungsturnerin Amik. Für sie zählt jedes Gramm, jeder Wettkampf, jede Wiederholung. Und jede überschrittene Grenze nimmt Amik dafür hin. »Die Routinen« seziert eine Welt, von der jeder ahnt, dass sie hart ist, aber niemand sieht oder sehen will, wie ausbeutend ein System ist, auf dem so viel Glitzer und Glanzspray liegt.
München. Montreal. Tokio. Wenn die olympischen Spiele anstehen, blickt die ganze Welt auf eine Stadt, auf eine Mannschaft, auf eine Leistungsturnerin. Die Mädchen und Frauen trainieren ihr gesamtes Leben auf diesen Moment hin. Aus diesem Wir der Turnerinnen, das in olympischen Jahren denkt, vom Training auf die Waage zu den Wettkämpfen gedrängt wird, entspringt ein Ich, die Turnerin Amik. Sie beugt sich den gnadenlosen Wettbewerbsprinzipien ihres Sports und mit jedem weiteren Schritt auf ein Siegerinnenpodest entfernt sie sich mehr von den Mädchen, die sie gestern noch getröstet haben. Auf kraftvolle Weise erzählt Son Lewandowski von Sport und Politik, von fragilen Beziehungen und den Grenzen des eigenen, alternden Körpers. Die Geschichten von berühmten Turnerinnen und der größte Missbrauchsskandal der Sportgeschichte werden in die Geschichte von Amik eingewebt und machen »Die Routinen« zu einer atemlosen Leseerfahrung.
Rezensionen „Die Routinen"
»Mit ›Die Routinen‹ hat Son Lewandowski einen tiefgehenden, eindrücklichen und sehr anspruchsvollen Debütroman vorgelegt, der Höchstnoten verdient.« Norbert Windeck, Aachener Zeitung, 20. April 2026Aachener Zeitung (Norbert Windeck)
»Es sind diese Details, die diesen Roman so intensiv machen – und es ist diese vorwärtsdrängende Sprache Lewandowskis mit ihren Wiederholungen und dringlichen Bildern. Sie entwickelt einen eigenen Sog. […] Am Ende dieser Lektüre sind wir erschüttert, nicht auf diese kurze, erregte Weise, die nichts ändert, sondern profund.« Bettina Steiner, Die Presse, 28. März 2026
Die Presse (Bettina Steiner)
»Son Lewandowski hat einen wirklich exzellenten Roman über Turnen, Machtmissbrauch und unsere Gesellschaft geschrieben. Man sollte ihn lesen, egal, wie beklemmend und bedrückend diese Lektüre auch sein mag.« Antonia Leise, nd Extra, 17. März 20276
nd (Antonia Leise)
»In Lewandowskis protokollarischen Reigen, in dem der Roman sich erzählerisch voranbewegt, spürt man, wie die Sätze stilistisch die Bewegungsmuster und Übungen nachspielen, von denen hier berichtet wird, wie stark die Abläufe, die Wiederholungsqual des Turnens in die Sprache der Erzählerin eingedrungen ist und so den Roman unter eine intensive, bisweilen überanstrengte Spannung setzt.« David Hugendick, Die Zeit, 12. März 2026
Die Zeit (David Hugendick)
»Son Lewandowskis Debüt ist kein Sportroman im klassischen Sinn, sondern eine literarische Analyse von Macht, Körperpolitik und Anpassungsdruck. ›Routinen‹ bringt dazu, genau hinzusehen – nicht nur auf den Schwebebalken, sondern auf die Strukturen, die darunter tragen. Oder eben nicht.« Sophia Zessnik, taz, 27. Februar 2026
taz (Sophia Zessnik)
»Son Lewandowski formuliert ganz wunderbare, kurze Sätze. Wenige Worte nur, die einen Raum für Vorstellungen darüber öffnen, wie es im Inneren dieses hermetischen Systems Kinderhochleistungssport aussieht. Wenige Worte, die – kennt man die Leidensgeschichten von Turnerinnen aus der eigenen journalistischen Arbeit – so verblüffend treffen, dass man geneigt ist, Namen von Turnerinnen, zum Beispiel Betroffene aus dem aktuellen Fall massiven Machtmissbrauchs am Stuttgarter Bundesstützpunkt, am Rand der Buchseite zu notieren.« Sandra Schmidt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. Februar 2026
FAZ (Sandra Schmidt)
»Lewandowskis Stoff ist so ungewöhnlich, die erzählerische Form so wagemutig, dass man sich trotzdem nur dem Staunen überlassen kann, über diese große literarische Kür.« Marie Schmidt, Süddeutsche Zeitung, 23. Februar 2026
Süddeutsche Zeitung (Marie Schmidt)
»Son Lewandowskis Debüt ›Die Routinen‹ erzählt leichtfüßig und zugleich schonungslos von strukturellem Missbrauch im Kunstturnen. […] Lewandowski zeichnet ein ambivalentes Bild der Turnerinnen, deren Erfolgshunger auch aus eigenem Antrieb entsteht. Sie beschreibt die positiven Seiten des Sports, das Fallenlassen in die Konzentration, die berauschende Wirkung einer perfekten Kür. […] Die Wortmächtigkeit vermittelt einen so lebhaften Eindruck, dass man sich fast wundert, dass die Autorin selbst nie bei Olympischen Spielen angetreten ist.« Sophia Coper, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06. Februar 2026
FAZ (Sophia Coper)
»›Die Routinen‹ ist auch deshalb ein grandioser Roman, weil er Fragen stellt, die über das Dokumentarische weit hinausgehen. Mit ihrer insistierenden, hochpräzisen Sprache vermisst Son Lewandowski die Masse zwischen Nähe und Distanz.« Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 22. Januar 2026
NZZ (Paul Jandl)
»Die Autorin entwirft eine Poetik der Wiederholung, Konkretion und Zumutung, der man sich nur schwer entzieht. Faszinierend verschwimmen Gewalt und Zartheit, Grobheit und Präzision.« Marie-Luise Goldmann, Die Welt, 21. Januar 2026
Die Welt (Marie-Luise Goldmann)
»Es ist sehr poetisch, ganz bildreich oft und mit überraschenden Sprachbildern für […] diese körperlichen Vorgänge.« Deutschlandfunk Kultur, 16. Januar 2026
Deutschlandfunk Kultur (Marie-Luise Goldmann)
»Der Sprachgestus ist der einer Klage- und Anklageschrift, eines Lamento über begabte und ehrgeizige Mädchen, die um ihr Teenagerleben betrogen werden und mit deren Gesundheit Schindluder getrieben wird.« Sigrid Löffler, Deutschlandfunk, 15. April 2026
Deutschlandfunk (Sigrid Löffler)
»Lewandowski platziert oft schmucklose Sätze, die gerade durch ihre Schmucklosigkeit mit Wucht treffen. […] So ergibt sich ein fragmentarisches Mosaik aus Stimmen und Eindrücken, das danach ruft, aufgeführt zu werden, eine Bühne zu bekommen, gesprochen zu werden.« Lotte Löhausen, Stadtrevue, Februar 2026
Stadtrevue (Lotte Löhausen)
»Es ist ein Buch, das literarisch eine Menge wagt und gewinnt.« Cornelia Geißler, Berliner Zeitung am Wochenende, 31. Januar/01. Februar 2026
Berliner Zeitung am Wochenende (Cornelia Geißler)
»Der Roman ist bitter, aber was er uns über unsere Zeit zu erzählen hat, ist wichtig. Und es gilt weit über die Welt des Kunstturnens und des Leistungssports hinaus.« Maria Wiesner, Fridtjof Küchemann, FAZ Bücher-Podcast, 25. Januar 2026
FAZ Bücher-Podcast (Maria Wiesner)
»Sie findet [eine Kunstsprache und Leichtigkeit], die eine große Wertschätzung für das Turnen an sich enthält. […] [Ich würde] auf keinen Fall die Wirkung, von so einer Literatur wie dieser […] für eine Gesellschaft, gerade nach #metoo, [unterschätzen].« Miriam Zeh, 3sat Kulturzeit, 22. Januar 2026
3sat Kulturzeit (Miriam Zeh)
»[Die Stärke dieses Buchs ist] die besonders poetische Sprache, die die LeserInnen in verschiedene Turnhallen der Welt trägt und die Brutalität dieser Sportart nahebringt, so dass es allein beim Lesen wehtut.« Sofie Czilwik, Rbb radio 3, 21. Januar 2026
Rbb Radio 3 (Sofie Czilwik)
Biografie – Lewandowski, Son
Son Lewandowski lebt als Autorin und Kuratorin in Köln. 2023 wurde sie zum Klagenfurter Literaturkurs und der Autor*innenwerkstatt des LCB eingeladen. Mit Die kurzen Karrieren stand sie in dem Jahr auf der Shortlist des Edit-Essaypreises. 2024 wurde sie durch das Spaltmaße-Stipendium der Jürgen Ponto-Stiftung gefördert, 2025 durch das Arbeitsstipendium der Kunststiftung NRW.
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