Verdunstung in der Randzone
Matusko, Ilija (22.08.2023)Verdunstung in der Randzone · Matusko, Ilija
Die Geschichte eines Bildungsaufsteigers
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- Verlag: Suhrkamp
- Autor: Matusko, Ilija
- ISBN: 978-3-518-12810-7
- Bestellnummer: ES 2810
- Veröffentlichung: 22.08.2023
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 238 Seiten
- Maße: 108 x 15 x 178 (B/T/H)
- Gewicht: 154
- Reihe: edition suhrkamp (2810)
- Sprache: deutsch
- Auflage: Originalausgabe
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Nebenlesemotive: Entdecken
- Produktart: Taschenbuch
- Produktform: Taschenbuch
- Über die Widersprüche des sozialen Aufstiegs»Ausgehend von einem Satz eines Mitschülers spürt Ilija Matusko in […] Verdunstung in der Randzone der Kunst des Frittierens und dem Geruch als sozialem Unterscheidungsmerkmal nach. Aus der Halbdistanz des Bildungsaufsteigers – ›vom Tellerwäscher zum Autor, der übers Tellerwaschen schreibt‹ – schaut er auf die Erfahrungswelt seiner Eltern und legt die Mechanismen frei, die sein und deren Leben so subtil wie wirkmächtig geprägt haben.« Jury-Begründung des Fritz-Hüser-Instituts 2022
»Kein Ruhetag« – so steht es auf der Tafel am Eingang. Ilijas Eltern betreiben eine Gastwirtschaft in Bayern. Er hilft schon als Kind in der Küche, wächst mit Pommes und Fritteusen auf. Wenn das Restaurant nicht mehr läuft, eröffnen die Eltern woanders ein neues.
Weil sein Vater gerne Tennis spielt, ermöglicht er seinem Sohn Tennisstunden. Im Verein findet Ilija neue Freunde und will wie sie aufs Gymnasium. Sein Leben entkoppelt sich zunehmend von dem seiner Eltern, besonders als sein Vater nach Kroatien zurückgeht. Doch etwas begleitet ihn durch die Jahre: »Es riecht nach Pommes, Ilija kommt!« Der Satz eines Mitschülers, der ihn bis heute nicht mehr loslässt, wird zum Ausgangspunkt einer Selbstbefragung: Verrät der Geruch die eigene soziale Herkunft?
Ilija Matusko verknüpft in seinem Debüt persönliche Erinnerungen mit soziologischen Beobachtungen. In zehn essayistischen Kapiteln erzählt er die Geschichte eines Bildungsaufsteigers – mit wachem Blick für die feinen Unterschiede, mit Witz und literarischer Schlagkraft.
Rezensionen „Verdunstung in der Randzone"
»[Es] gelingt Matusko ein genuin sinnlicher Zugang zu dem, was ein Klassenaufstieg permanent produziert: Am Ende bleibt nach dem Frittierbad zwischen oben und unten eine Kruste.«ZEIT ONLINE (Katharina Walser)
»[Ilija Matusko] hat in Verdunstung in der Randzone die Geschichte seiner Kindheit, sein Fremdeln mit dem eigenen Milieu und sein immerwährendes Gefühl, nirgendwo dazuzugehören zu Papier gebracht – und dies auf eine sehr kluge, anregende wie auch unterhaltende Weise.«
Badische Zeitung (Dominik Bloedner)
»Matusko sucht in einfachen Verhältnissen die Schönheit von Küchendüften und Gastfreundlichkeit und wie sie dem vermeintlich gehobenen Duft bestimmter Parfüms in nichts nachsteht. Im versöhnlichen Blick, mit dem Matusko auf seine Vergangenheit schaut, liegt der Charme dieses Buches. Es ist der eines Aufsteigers, der nicht mit seiner Herkunft gebrochen hat. ... Und so liest man Matuskos fragmentarische Collage sehr gerne ...«
DIE ZEIT (Torben Becker)
»Die Frage, ob es sich bei Verdunstung in der Randzone um einen Roman oder ein Sachbuch handelt, ist müßig. Wichtiger ist zu fragen, ob es ein gutes Buch ist. Und das ist es!«
neues deutschland (Guido Speckmann)
»Aus der Halbdistanz des Bildungsaufsteigers schaut Matusko auf die Erfahrungswelt seiner Eltern und legt die Mechanismen frei, die sein und deren Leben so subtil wie wirkmächtig geprägt haben.«
Jury-Begründung des Fritz-Hüser-Instituts 2022 (Guido Speckmann)
»Muss er das Erbe seiner sozialen Herkunft antreten? Kann er sich diesem überhaupt entziehen? Ilija Matuskos nuancierte Reflexionen darüber finden sich in seinem absolut lesenswerten Debüt.«
Politik & Kultur (Anna Göbel)
Biografie – Matusko, Ilija
Leseprobe
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