Zsömle ist weg
Krasznahorkai, László (10.12.2025)25,00 €
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Verlag: S. FISCHER
Autor: Krasznahorkai, László
ISBN: 978-3-10-397667-0
Veröffentlichung: 10.12.2025
- Verlag: S. FISCHER
- Autor: Krasznahorkai, László
- Übersetzer: Flemming, Heike
- ISBN: 978-3-10-397667-0
- Veröffentlichung: 10.12.2025
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 304 Seiten
- Maße: 125 x 205 (B/H)
- Gewicht: 392
- Sprache: deutsch
- Originaltitel: Zsömle odavan
- Originalsprache: hun
- Auflage: 5. Auflage
- MwSt: 7 %
»Zsömle trage er im Herzen« – der neue Roman des Nobelpreisträgers
- »Krasznahorkais Bücher sind eine Welt für sich. […] Wer einmal in sie eingetaucht ist, wird sie nicht so schnell wieder los.«Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel
»Zsömle trage er im Herzen« – der neue Roman des Literaturnobelpreisträgers
In »Zsömle ist weg« überrascht László Krasznahorkai mit einem Roman voll milder Melancholie, sarkastischem Humor und großer Seltsamkeit.
Wer vor der Politik flieht, den sucht sie heim. Onkel Józsi hat alles getan, um vor den Augen der Welt zu verschwinden, seine Familie und seine Herkunft hat er geheim gehalten: Er ist Spross einer jahrhundertealten Adelslinie, die auf verschlungenen Wegen bis Dschingis Khan zurückreicht. Sogar Anspruch auf den ungarischen Thron könnte er erheben, aber er will sich nicht in die Politik einmischen und lebt, wie alle seine Vorfahren, im Verborgenen.
Bis er von einer merkwürdigen Schar vermeintlicher Anhänger aufgespürt wird – von unverbesserlichen Monarchisten und verschrobenen Archivaren. Mit Ungarn gehe es bergab, der Glanz sei dahin, alles sei verloren, da sind sich alle einig. Als sie ihre Pläne enthüllen, zerreißt das Gespinst. Die Nähte des Lebens sind verschlissen, die Gedanken jagen sich im Kreis, das Glück gibt es nur noch retrospektiv. Bleibt nur die Flucht …
In seiner episch-melodischen Sprache, die sich dem Schlusspunkt verweigert und wie ein fließender Strom voranschreitet, erzählt László Krasznahorkai in »Zsömle ist weg«, seinem neuen Roman, die Geschichte eines geheimen Thronfolgers, der im politischen Wirrwarr der ungarischen Gegenwart für stabile Verhältnisse sorgen soll – und der nicht bereit ist, diese Verantwortung zu übernehmen.
Biografie – Krasznahorkai, László
»Jedes meiner Bücher soll die literarische Landkarte verschieben«, sagt László Krasznahorkai, dem 2015 der International Man Booker Prize verliehen wurde. 1954 in Gyula/Ungarn geboren, gilt er als einer der innovativsten Schriftsteller Europas, dessen Romane »Satanstango« und »Melancholie des Widerstands« überall auf der Welt begeistert aufgenommen werden. Die internationale Beachtung begann jedoch 1993 in Deutschland mit dem SWR-Bestenliste-Preis für »Melancholie des Widerstands«. In den letzten Jahren erschienen die Erzählbände »Seiobo auf Erden« (Brücke-Berlin-Preis und Literaturpreis Leuk 2010) sowie »Die Welt voran« (2014). Für seinen Roman »Baron Wenckheims Rückkehr« (2018) wurde er mit dem National Book Award 2019 for Translated Literature ausgezeichnet. 2021 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur sowie 2024 den spanischen Literaturpreis Prix Formentor. 2025 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Zuletzt erschienen der Roman »Herscht 07769« und der Erzählband »Im Wahn der Anderen«. Heute lebt László Krasznahorkai in Triest, Italien.
Heike Flemming studierte in Leipzig, Wien und Budapest, lebt als freischaffende Übersetzerin in Berlin und hat 2014 über den ungarischen Gegenwartsroman promoviert. Zu den von ihr übersetzten Autoren zählen Péter Esterházy, Imre Kertész, Szilárd Borbély und László Krasznahorkai. 2010 erhielt sie den Brücke-Berlin-Preis, 2014 den Förderpreis zum Straelener Übersetzerpreis. 2021 wurde sie mit dem Übersetzerpreis Ginkgo-Biloba für Lyrik 2021 sowie dem Hieronymusring der Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Stiftung ausgezeichnet.
Rezensionen „Zsömle ist weg"
Man fliegt mit größtem Vergnügen durch seine EndlossätzeKölner Stadt-Anzeiger (Christian Bos)
Ein ebenso witziger wie scharfsinniger Roman
ORF Bestenliste Januar 2026 (Christian Bos)
Falls es irgendwelche Zweifel gegeben haben sollte, ob [...] Krasznahorkai wirklich ein nobelpreiswürdiger Weltliteratur ist, dürften sie mit diesem neuen Roman endgültig ausgeräumt sein.
Welt am Sonntag (Matthias Heine)
Niemand versteht sich besser als Krasznahorkai auf die Manipulation des Erzählflusses.
Der Standard (Ronald Pohl)
[...] Krasznahorkai [findet] treffende Worte und herrlich endlose Sätze [...] für die politischen wie psychologischen Verblendungen unserer Zeit
Der Spiegel (Arno Frank)
›Zsömle ist weg‹ ist ein so komisches wie trauriges Buch.
Saarländischer Rundfunk Kultur (Jörg Magenau)
[...] ein tolles Buch
eat.read.sleep-Podcast (Jan Ehlert)
Es stimmt ja, man darf nicht so viel loben, [...] [a]ber hier, im Fall dieser ungeheuer guten Literatur, käme jedes Herummäkeln einer frechen Lüge gleich.
Die Zeit (Adam Soboczynski)
[...] bisweilen abgrundtief bitterböse und grotesk, wird in der für ihn so charakteristischen rhythmisch-elliptischen Prosa erzählt, in atemlosen und zugleich eindrücklichen Bewusstseinsströmen.
Bayerischer Rundfunk, Bayern 2 (Niels Beintker)
Gerade das satirisch und sarkastisch Aufgehellte illuminiert hier das das dunkel Irrlichternde.
Der Tagesspiegel (Gregor Dotzauer)
Es ist ein Traumwandeln durch die Geschichte Ungarns und die Labyrinthe des Ichs.
Neue Zürcher Zeitung (Paul Jandl)
[...] eine muntere Burlesque, die der hoffnungslos scheinenden Gegenwart mit parodistischem Humor begegnet und keinen Raum fürs Jammern lässt
Südwest-Presse (Welf Grombacher)
Und immer wieder ist man außer sich, was diese reißenden Satz-Ströme transportieren. Krasznahorkai zu lesen versetzt einen in einen Ausnahmezustand, wird zu einer Ekstase.
Die Presse (Cornelius Hell)
[...] [zeigt noch einmal], was große Literatur ist. Dass sie ganz einfach ist. Dass sie es immer möglich macht, für einen armen Dummkopf eine Träne zu vergießen.
Frankfurter Rundschau (Judith von Sternburg)
[...] In jedem Fall ist es eine tragische Geschichte über den klaffenden Abgrund, der sich in der Gesellschaft und in der Wunschökonomie der Menschen auftut.
SWR Kultur (Jörg Magenau)
[...] ein so komisches wie trauriges Buch.
SWR Kultur (Jörg Magenau)
[...] reißt [...] einen auf den Stromschnellen sprachlicher Eigenheiten [...] fort in neue unwiderstehliche Absurditäten
Stuttgarter Zeitung (Stefan Kister)
Krasznahorkais verfremdete Wirklichkeitsvision sind der Gegenzauber zu dem utilitaristischen Hokuspokus, der gerade überall an die Macht drängt
Stuttgarter Zeitung (Stefan Kister)
Man fühlt sich als Passagier auf einem Floß im Strom der Erzählung
Berliner Morgenpost (Uwe Sauerwein)
Mit […] seiner freundlichen Ironie und seinem Interesse für den Moment, [...] fügt sich ›Zsömle ist weg‹ gut ins Gesamtwerk des diesjährigen Literaturnobelpreisträgers ein.
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Tilman Spreckelsen)
Krasznahorkais Prosa lässt im Inneren seiner Figuren die weltpolitischen Verhältnisse aufleuchten und führt in den zwischenmenschlichen Beziehungen die Grunddynamiken politisierbarer Gefühle vor Augen.
Republik (Daniel Graf)
In seiner charakteristischen episch-melodischen Sprache, die [...] wie ein fließender Strom voranschreitet.
Frankfurter Rundschau (Sven Trautwein)
Immer wenn man glaubt, man kann es in irgendeiner Weise interpretieren, klappt sich die nächste Deutungsebene aus.
ZDF/Das Literarische Quartett (Eva Menasse)
Einfach wunderbar.
ZDF/Das Literarische Quartett (Wolfram Eilenberger)
Das ist natürlich von einer literarischen Virtuosität, wie man sie wirklich ganz, ganz selten hat und auch von Heike Flemming kongenial übersetzt.
ZDF/Das Literarische Quartett (Thea Dorn)
[...] einer der burleskesten, lustigsten und fantastischsten Romane, die ich seit ganz langer Zeit gelesen habe
ZDF/Das Literarische Quartett (Adam Soboczynski)
| Hauptlesemotive: | Entspannen |
|---|---|
| Produktart: | Buch gebunden |
| Produktform: | Hardcover |
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