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Brandung

Kerangal, Maylis (11.03.2026)
Produktinformationen "Brandung"
  • Suhrkamp
  • Kerangal, Maylis
  • Spingler, Andrea
  • 978-3-518-43278-5
  • 11.03.2026
  • Hardcover
  • 238 Seiten
  • 134 x 24 x 210 (B/T/H)
  • 368
  • deutsch
  • Jour de ressac
  • fre
  • Deutsche Erstausgabe
  • 7 %
  • Entspannen
  • Nervenkitzeln
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • 100 000 verkaufte Exemplare in Frankreich

Am Hafen von Le Havre wird ein Mann tot aufgefunden. In der Jackentasche ein Kinoticket und auf dessen Rückseite ihre Telefonnummer. Sie erhält einen Anruf des ermittelnden Polizisten. Nur: Was soll sie – Synchronsprecherin in Paris, Mutter und Ehefrau – mit diesem ermordeten Mann in der 200 Kilometer entfernten Stadt zu tun haben?
Sie reist sofort nach Le Havre. Verlangt, die Leiche zu sehen. Angelangt in der Stadt ihrer Kindheit, begegnet sie unwillkürlich den Bildern ihrer Vergangenheit. Der Hafenkai, das Lichtspielhaus, jeder Ort trägt Spuren vergessener Episoden. Und immer mehr drängt sich ihr die Erinnerung an ihre erste verlorene Liebe auf. Was, wenn der Tote diese Jugendliebe ist, die damals von heute auf morgen wie vom Erdboden verschwunden war?

Ein mysteriöser Tod, eine Spurensuche an den Orten der Jugend und eine Hafenstadt, in der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschwimmen. In ihrem literarischen psychologischen Thriller Brandung verwandelt Maylis de Kerangal einen Kriminalfall in einen Schauplatz innerlichen Aufruhrs und biografischer Erkundungen.

Rezensionen „Brandung"

»Der Roman war in Frankreich ein großer Erfolg ... Im deutschsprachigen Raum wäre ... ein ähnlicher Erfolg zu wünschen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Barbara von Machui)

»Ein Bravourstück. Schön, stark, bewegend, für alle Leserinnen und Leser, die sich von der Kunst, ein Leben zu schreiben, begeistern lassen.«
Le Figaro (Barbara von Machui)

»Brandung ist ein von Geistern bevölkerter Roman, der sich zwischen Kriminalroman und intimer Erzählung bewegt. Eine Archäologie der Sinne und der Erinnerung.«
Le Devoir (Barbara von Machui)

»Ein Buch wie eine ausgeschüttete Handtasche, mit interessanten Passagen, viel Atmosphäre und unzähligen Details – für Leserinnen, die einer französischen Protagonistin bei ihrer (ergebnislosen?) Suche begleiten wollen.«
Evangelisches Literaturportal e.V. (Gabriele Kassenbrock)

»Ich hatte vor einiger Zeit das Vergnügen, eine Lesung mit Maylis de Kerangal zu moderieren und war nachhaltig beeindruckt von ihrer Art, präzise, fast politjournalistisch zu recherchieren und dann eine literarische Form dafür zu finden. ... Der Roman [Brandung] changiert zwischen Autobiografie, Kriminalroman und Reisebericht und ist für mich ihr bis dato bestes Buch.«
Der siebte Tag (Nils Minkmar)

»In Erinnerung bleibt am Ende vor allem, wie es Maylis de Kerangal immer wieder gelingt, Situationen und innere Zustände plastisch vor Augen zu führen.«
Saarbrücker Zeitung (Christoph Schreiner)

»Die Wahrnehmungen und Erinnerungen verdichten sich [hier] zu einem Netz aus ›Zeichen‹ ... und wie der Roman dieses ›Tüllgewebe‹ zu einer literarischen Textur verarbeitet, ist das eigentlich Spannende dieses Buches. ... Dass sich aus all den Bruchstücken ... kein festes Ganzes, ... entwickelt, gehört zu den größten Vorzügen dieses feinen, von Andrea Spingler feinfühlig übersetzten Romans ...«
Die Furche (Andreas Wirthensohn)

»[Kerangal ist] interessiert am Phantomesken, an individuellen und kollektiven Erinnerungen, die sich an Orten schichten, in einer Sprache, die kristallin und bildhaft ist wie die Konturen einer architektonischen Zeichnung. Und in der sogar Immaterielles, das Licht, die Stille, haptisch werden können, ›transparent, perlend, eine Glasur‹ oder ›hart wie Gips an der Luft‹.«
Berliner Morgenpost (Valerie Bäuerlein)

»Mit französischer Leichtigkeit schreibt [Kerangal] über die großen Fragen.«
Märkische Allgemeine Zeitung (Welf Grombacher)

»Brandung ist stilistisch und sprachlich gelungen und erzeugt mit seiner melancholischen Stimmung eine ganz eigene Intensität. Die Schichten, die die Autorin frei legt, sind eine gelungene Hommage an Le Havre und machen neugierig auf die Hafenstadt an der Seinemündung.«
Märkische Allgemeine Zeitung (Susanne von Schenck)

»Maylis de Kerangal vereint viele sprachliche Register von historischer Erzählung bis zu mythischem Raunen souverän. Brandung ist ein anspielungsreicher, vielschichtiger, schillernder Roman, der vor allem den Resonanzen nachlauscht, die frühe prägende Erlebnisse auch nach Jahrzehnten noch in Menschen auslösen können.«
Deutschlandfunk (Dina Netz)

»Toller Mix aus literarischer Spannung und starken Landschaftsbildern.«
Für Sie (Dina Netz)

»Wer so eindrücklich schreiben kann, hat nicht ohne Grund eine ganze Palette von Literaturpreisen ...«
Frankreich Magazin (Ulrike Grafberger)

»Es ist eher ein Seelendrama als ein Krimi, was die französische Autorin Maylis de Kerangal hier äußert. Es ist die Geschichte der vielen kleinen Teile, aus denen wir alle zusammengesetzt sind. ... Wir fühlen uns wie Archäologen, die verborgene Schichten freilegen, und fragen uns, wie weit wir Erinnerungen trauen dürfen.«
Bunte (Elke Heidenreich)

»[B]eeindruckend ... [Und] Andrea Spingler, mehrfach ausgezeichnete Übersetzerin, fängt den markanten Rhythmus von de Kerangals Sprache perfekt ein.«
Buchkultur (Maria Leitner)

Biografie – Kerangal, Maylis

K
Kerangal, Maylis
Maylis de Kerangal, geboren 1967 in Toulon, zählt zu den einflussreichsten Gegenwartsautorinnen Frankreichs. Sie hat zahlreiche Romane, Essays und Erzählungsbände veröffentlicht. Für ihren 2010 erschienenen Roman Die Brücke von Coca wurde sie mit dem Prix Médicis ausgezeichnet, Die Lebenden reparieren gewann zahlreiche Preise und wurde 2016 verfilmt. Kerangal lebt mit ihrer Familie in Paris.

Andrea Spingler, geboren 1949 in Stuttgart, ist seit 1980 als freie Übersetzerin tätig. Sie hat unter anderem Werke von Marguerite Duras, Alain Robbe-Grillet, Patrick Modiano, Jean-Paul Sartre, André Gide ins Deutsche übertragen. 2007 wurde sie mit dem Eugen-Helmlé-Preis für herausragende deutsch-französische Übersetzungen ausgezeichnet, 2012 mit dem Prix lémanique de la traduction und 2021 mit dem Paul-Celan-Preis für ihr Gesamtwerk an Übersetzungen. Sie lebt in Oldenburg und Südfrankreich.


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