Die Familie - Roman (Ortsumgehung 7)
Maier, Andreas (22.06.2021)Die Familie - Roman (Ortsumgehung 7) · Maier, Andreas
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- Verlag: Suhrkamp
- Autor: Maier, Andreas
- ISBN: 978-3-518-47144-9
- Bestellnummer: ST 5144
- Veröffentlichung: 22.06.2021
- Produktform: Taschenbuch
- Umfang: 166 Seiten
- Maße: 120 x 15 x 190 (B/T/H)
- Gewicht: 166
- Reihe: Ortsumgehung (7)
- Sprache: deutsch
- Auflage: 1
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Nebenlesemotive: Leichtlesen
- Produktart: Taschenbuch
- Produktform: Taschenbuch
- »Mit jedem Band erweist sich dieses auf den ersten Blick so konventionelle, vermeintlich harmlose autobiografische Projekt als eine radikale Zersetzung von Identität, als Auslöschung der eigenen Herkunft, und Andreas Maier als ein würdiger Erbe Thomas Bernhards.« Die Welt»Der Autor beginnt noch einmal; ›ganz von vorn‹ puzzelt er sich seine Herkunft zusammen. Spätestens im Epilog wird deutlich, wie klug er dabei vorgegangen ist.« Frankfurter Allgemeine Zeitung»Vor Maiers entlarvendem Humor ist nichts sicher, da wird jedes Steinchen mehrfach umgedreht.« Deutschlandfunk
Andreas Maier schildert in hochkomischer und abgründiger Weise die komplette Selbstzerstörung eines Familien-Idylls. Tranken die Vorfahren noch in scheinbar gemütlichster Weise familieneigenen Apfelwein miteinander, umgeben von Obstbäumen und Hühnern und Ziegen, geht es in den späteren Generationen – ebenso scheinbar – ständig um Erbfälle, ein riesiges Grundstück, ein böswilliges Denkmalschutzamt mitsamt Baggerführer, um schräge Kinder und chaotische Enkel. Irgendwann wird dem 1967 geborenen Erzähler stellvertretend für seine Generation klar: »Wir sind die Kinder der Schweigekinder.« Das Begreifen der eigenen Familiengeschichte setzt vor einem Grabstein ein, weit außerhalb der Stadt Friedberg in der Wetterau.
Dieses Buch ist Teil der Ortsumgehung.
Seit 2010 können Leserinnen und Leser Andreas Maier bei seiner Ortsumgehung begleiten. Der Autor hat sie in den letzten Jahren auf eine Reise durch die Familien- und Heimatgeschichte mitgenommen: vom ehemaligen Zimmer seines Onkels in Bad Nauheim, wo er den Romanzyklus in Das Zimmer beginnt, über die Friedberger Schuljahre in Die Straße und die ersten Liebes- und Schreibversuche in Der Ort und Der Kreis, bis zu den Reisen, von denen er in Die Städte erzählt. Elf Bücher wird es nach Abschluss des autofiktionalen Romanprojekts geben. Andreas Maier wurde für seine Ortsumgehung-Romane mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Wilhelm-Raabe-Preis, Hugo-Ball-Preis und Arno-Schmidt-Stipendium.
Jeder Band ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig voneinander gelesen werden.
Rezensionen „Die Familie - Roman (Ortsumgehung 7)"
»Der Autor beginnt noch einmal; ›ganz von vorn‹ puzzelt er sich seine Herkunft zusammen. ... Er, das ›Kind der Schweigekinder‹, stellt fest: ›Ich schreibe die ganze Zeit Nachkriegsliteratur, ohne es zu merken.‹ Spätestens im Epilog wird deutlich, wie klug er dabei vorgegangen ist.«Frankfurter Allgemeine Zeitung (Marlene Grunert)
»Andreas Maier arbeitet an einem der größten und großartigsten Projekte der deutschsprachigen Literatur.«
Neue Zürcher Zeitung (Paul Jandl)
»Das neue kommunikative Handeln, das im Westen bald gefragt war, musste man sich, wenn man zur Generation der ›Kinder der Schweigekinder‹ gehörte, mühsam selber beibringen. Am staunenden, störrischen Ton dieser eindrücklichen Erinnerung lässt sich ermessen, wie weit der Weg dahin war.«
DIE ZEIT (Iris Radisch)
»Mit jedem Band erweist sich dieses auf den ersten Blick so konventionelle, vermeintlich harmlose autobiografische Projekt als eine radikale Zersetzung von Identität, als Auslöschung der eigenen Herkunft, und Andreas Maier als ein würdiger Erbe Thomas Bernhards.«
DIE WELT (Richard Kämmerlings)
»Schon immer war der Titel [der Reihe] Ortsumgehung genial gewählt. Er erinnert nicht nur an Landschaftsvernichtung durch Zivilisationsfortschritt, sondern auch daran, dass man stets nur auf Umwegen ans Ziel kommt und oft das Eigentliche umkurvt.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Florian Balke)
»Maiers Ortsumgehung ist jetzt schon literarisch so unverzichtbar, wie es Edgar Reitz’ Film-Serie Heimat aus den 80er-Jahren ist.«
rbb kultur (Jörg Magenau)
» ... vor Maiers entlarvendem Humor ist nichts sicher, da wird jedes Steinchen ... mehrfach umgedreht.«
Deutschlandfunk (Martin Krumbholz)
»Dass Maier ein herausragender Schriftsteller ist, ist spätestens seit den ersten Bänden seiner ›Ortsumgehung‹ bekannt. Sein Talent zur Komik findet dagegen noch wenig Aufmerksamkeit. Sein neuer Roman ist voll von entlarvendem Humor.«
MDR (Tino Dallmann)
»Andreas Maier setzt seine spektakuläre Familiensaga mit einem neuen Band fort ... «
Freie Presse (Ulf Heise)
»Maiers literarische Kunst besteht darin, gewichtige Fragen amüsant zu verpacken. Er blickt mit kühler Distanz auf seine Figuren, legt gnadenlos ihre (und seine eigene) Schrulligkeit offen. Unter der vermeintlichen Normalität lauern Abgründe.«
profil (Ulf Heise)
»Andreas Maier tut es wie gehabt in kleinen, aber großartigen Romanen, die in kluger Detailgenauigkeit und leicht ironischer Sprache funkeln. ... Man möchte nicht genug kriegen davon.«
Sächsische Zeitung (Ulrich Steinmetzger)
»Wie einen die Geschichte immer noch einholen kann; wie einer ›die ganze Zeit Nachkriegsliteratur schreibt, ohne es zu merken‹: Davon erzählt ... dieser beeindruckend schnörkellos erzählte Roman.«
Badische Zeitung (Bettina Schulte)
Biografie – Maier, Andreas
Andreas Maier, 1967 im hessischen Bad Nauheim geboren, studierte Philosophie und Germanistik, anschließend Altphilologie. Er lebt in Frankfurt am Main.
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