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Der Ort − Roman (Ortsumgehung 4)

Maier, Andreas (13.07.2016)
Produktinformationen "Der Ort − Roman (Ortsumgehung 4)"
  • Suhrkamp
  • Maier, Andreas
  • 978-3-518-46689-6
  • ST 4689
  • 13.07.2016
  • Taschenbuch
  • 153 Seiten
  • 107 x 13 x 176 (B/T/H)
  • 134
  • Ortsumgehung (4)
  • deutsch
  • 2
  • 7 %
  • Entspannen
  • Taschenbuch
  • Taschenbuch
  • Die erste Liebe, das erste Bewusstsein, der erste Entwurf der eigenen Person»Die Melange aus Selbstanalyse, Größenwahn und einem knochentrockenen Sinn für Komik hat sich als perfekt erwiesen.« Ina Hartwig, Die Zeit

Der Beginn der Liebe ist der Beginn der Macht. Die einen kommen in Frage, die anderen nicht. Selbst wenn sie, noch einmal wie Kinder, Gummitwist spielen, wissen sie doch bereits um ihre eigene Schönheit, denkt der Erzähler, der im Zimmer seines verstorbenen Onkels sitzt und an einer »Ortsumgehung« schreibt, während draußen die Ortsumgehung gebaut wird. Und er erinnert sich an einen Spaziergang, den er vor Jahrzehnten oft gegangen ist, als das steinerne Kreuz noch nicht mitten im Ort, sondern noch draußen auf dem Feld mitten in der Wetterau stand. Und als die Mädchen Gummitwist spielten. Er erinnert sich an die Liebe zu Katja Melchior und an die erste Nacht, die er mit dem Mädchen verbracht hat.

Dieses Buch ist Teil der Ortsumgehung.
Seit 2010 können Leserinnen und Leser Andreas Maier bei seiner Ortsumgehung begleiten. Der Autor hat sie in den letzten Jahren auf eine Reise durch die Familien- und Heimatgeschichte mitgenommen: vom ehemaligen Zimmer seines Onkels in Bad Nauheim, wo er den Romanzyklus in Das Zimmer beginnt, über die Friedberger Schuljahre in Die Straße und die ersten Liebes- und Schreibversuche in Der Ort und Der Kreis, bis zu den Reisen, von denen er in Die Städte erzählt. Elf Bücher wird es nach Abschluss des autofiktionalen Romanprojekts geben. Andreas Maier wurde für seine Ortsumgehung-Romane mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Wilhelm-Raabe-Preis, Hugo-Ball-Preis und Arno-Schmidt-Stipendium.
Jeder Band ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig voneinander gelesen werden.

Rezensionen „Der Ort − Roman (Ortsumgehung 4)"

»Die zärtlichste Entfremdung, seit es Heimatromane gibt.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Christian Metz)

»Andreas Maiers Archäologie des Heimatgefühls birgt viele verstörende Geschichten rund um das ›Wetterauer Blau‹, diesen mittelhessischen Kosmos aus zerbrochenen Biografien und zersiedelter Landschaft. Am Ende, so hat der Autor angekündigt, wird er bei dem Teufel und dem lieben Gott landen. Es lohnt sich, ihn dabei zu begleiten.«
Neue Zürcher Zeitung (Michael Braun)

»Die Melange aus Selbstanalyse, Größenwahn und einem knochentrockenen Sinn für Komik hat sich als perfekt erwiesen.«
DIE ZEIT (Ina Hartwig)

»Freuen wir uns auf Maiers ›Stadt‹, ›Kreis‹, ›Gegend‹, oder wo auch immer er seine Selbsterkundung fortsetzen wird.«
Süddeutsche Zeitung (Jörg Magenau)

»Der Ort ist ein erzählerischer Essay, nachdenklich und melancholisch.«
DER SPIEGEL (Tobias Becker)

»Maiers Ortsumgehung ist jetzt schon literarisch so unverzichtbar, wie es Edgar Reitz’ Film-Serie Heimat aus den 80er-Jahren ist.«
rbb kultur (Jörg Magenau)

»Andreas Maier tut es wie gehabt in kleinen, aber großartigen Romanen, die in kluger Detailgenauigkeit und leicht ironischer Sprache funkeln. ... Man möchte nicht genug kriegen davon.«
Sächsische Zeitung (Ulrich Steinmetzger)

»Das Besondere bei Maier ist, wie unauflösbar dieses Ich mit seiner Umgebung verbunden ist, mit dem geographischen Ort, bestimmten Lokalitäten, der Natur. Insofern ist dieses große Projekt namens Ortsumgehung nicht nur eines der Erinnerung und der Selbsterkundung, sondern auch eine faszinierende literarische Heimatkunde.«
WDR 3 (Andreas Wirthensohn)

»Kühl mag der schmale Roman in Satzstruktur und Wortwahl wirken. Doch steckt seine Kraft in genau solchen Sätzen. Wer die ersten drei Teile des Roman-Zyklus noch nicht kennt, wird sie lesen wollen, und auf die Fortschreibung wartet man nun neugierig.«
NZZ am Sonntag (Regula Freuler)

»Der Schriftsteller Andreas Maier setzt mit dem Roman Der Ort seine großartige Erinnerungssaga fort über die Wetterau, seine Kindheit und Jugend in Hessen.«
ARD Druckfrisch (Denis Scheck)

»Maier schreibt, wenn man so will, an einer zeitgenössischen Suche nach der verlorenen Zeit, an einer modernen Éducation sentimentale, an einer Welt von gestern. ... wenn wir diese Bücher lesen, begegnen wir uns auch selber, wir sehen uns größer werden neben dem Kind Andreas und wir werden Teil dieser Geschichten, durch die wir blättern wie in einem Familien-Fotoalbum.«
Nürnberger Nachrichten (Bernd Noack)

»Wie Maier die spezielle An- und Hackordnung im Partykeller schildert, das ist so eindringlich und fast beklemmend beschrieben, dass jedem Leser sofort Erlebnisse aus der Jugend einfallen. Andreas Maier seziert solche Gefühlszustände lakonisch und oft unbarmherzig wie im Mikroskop … Die Bilder gewinnen dadurch erst ihre atmosphärische Dichte.«
FOCUS online (Bernd Noack)

»Es ist ein eindringliches Buch, das mich vom ersten Absatz an gefangen genommen hat. Die Natur- und Milieubeschreibungen, der Kampf des Helden gegen die Welt und sich selbst. Es hat mich zurückgeleitet in die Zeit meiner eigenen Pubertät. Ich habe Empfindungen erinnert, Haltungen, Posen, die ich längst vergessen hatte. Das ist einfach bezaubernd.«
Hessischer Rundfunk (Frank Statzner)

»Mit der Innensicht, aus der heraus Andreas Maier schreibt, legt er das Wunder frei: in seiner Schönheit, Größe - und seinen Gefahren sowie seiner lachhaften Absurdität zugleich.«
Frankfurter Neue Presse (Dierk Wolters)

Biografie – Maier, Andreas

M
Maier, Andreas

Andreas Maier, 1967 im hessischen Bad Nauheim geboren, studierte Philosophie und Germanistik, anschließend Altphilologie. Er lebt in Frankfurt am Main.


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