Unser Ole
Lange-Müller, Katja (05.09.2024)Unser Ole · Lange-Müller, Katja
Roman
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- Verlag: Kiepenheuer & Witsch
- Autor: Lange-Müller, Katja
- ISBN: 978-3-462-05017-2
- Veröffentlichung: 05.09.2024
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 240 Seiten
- Maße: 115 x 190 (B/H)
- Gewicht: 307
- Sprache: deutsch
- Auflage: 4. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
Drei Frauen, die einander und sich selbst belügen  
- Katja Lange-Müllers lang erwarteter neuer Roman ist messerscharf, lebensklug und von unbändiger literarischer Kraft.
Drei Frauen, die von ihren Müttern nicht geliebt wurden, ein kognitiv beeinträchtigter Junge, der sie verbindet, und ein unerwarteter Tod. Katja Lange-Müller gelingt mit diesem Kammerspiel ein literarisches Wunderwerk.
Die einst bildschöne Ida ist alt und vom Leben, den Männern und sich selbst enttäuscht. Um nicht völlig zu verarmen, arbeitet sie gelegentlich als Model bei Seniorinnenmodenschauen. In einem Kaufhaus begegnet sie Elvira, die ihren Enkel Ole betreut, genauer: ihn abwechselnd schikaniert und verwöhnt. Als Ida ihre Wohnung verliert, lockt Elvira, die den Kontakt zu ihrer Tochter abgebrochen hat und doch nichts mehr fürchtet als die Einsamkeit, die Freundin in ihr Landhaus, denn sie braucht Hilfe mit dem unberechenbaren, spätpubertierenden Hünen Ole.
Eines Morgens kommt es zu einem tragischen Ereignis, das Oles Mutter Manuela auf den Plan ruft. Sie hat ihren Sohn seit dessen erstem Lebensjahr nicht mehr gesehen. Während die Frauen einander misstrauisch umkreisen, entblättern sich ihre Familiengeschichten, ihre Biografien, ihre seelischen Verletzungen.
Katja Lange-Müller ist einzigartig in der literarischen Kraft und Präzision, mit der sie Figuren vom Rande der Gesellschaft unterschiedliche Stimmen gibt. Dieser Roman schärft aufs Feinste unser Denken und Empfinden. Er erzählt von ablehnenden Müttern, von den Widersprüchen, aus denen sich eine Persönlichkeit zusammensetzt, von der heimlichen Sehnsucht nach Zuneigung und all den Lebenslügen, die so gelogen manchmal gar nicht sind.
Rezensionen „Unser Ole"
»In diesem meisterhaft komponierten Kammerspiel zeigt Katja Lange-Müller emotionale Enthaltsamkeit im Rahmen sozialer Provisorien.«Leipziger Volkszeitung (Janina Fleischer)
»Unter der Spitze des Ole-Dramas schlummert der Eisberg einer Gesellschaftskritik der DDR, insbesondere ihrer Familien- und Mutterbilder.«
FAZ (Jan Wiele)
»Ein tragikomischer Roman über lieblose Mütter, Einsamkeit und einen kognitiv beeinträchtigten Jungen.«
SWR Kultur (Jan Wiele)
»Mit ›Unser Ole‹ hat Katja Lange-Müller, Virtuosin des bösen Blicks, abermals bewiesen, wie zeitgemäß und erhellend ein psychologischer grundierter Realismus heute noch ist.«
taz (Carsten Otte)
»Sehr trist, aber so humorvoll, dass man es nicht weglegen will.«
Podcast ZEIT Was liest du gerade? (Adam Soboczynski)
»(...) der Roman (brilliert) mit Slapstick«
Der Tagesspiegel (Ulrike Baureithel)
»Die Autorin entwirft in diesem Roman traurige Figuren und Konstellationen, zeichnet verlorene Leben, die trotzdem von Widerstand geprägt sind.«
WDR Lesestoff – neue Bücher (Manuela Reichart)
»Es ist eine helle Freude, dieses Buch zu lesen.«
WDR 2 Lesen (Denis Scheck)
»Lange-Müller hat einen gnadenlosen Blick für die Abgründe und Wunden, die nicht nur zwischen Frauen unter einem Dach aufreißen.«
Welt am Sonntag (Jan Röhnert)
»Katja Lange-Müller zeichnet ein schonungsloses Szenario, das von emotionaler Unfähigkeit, aber auch von großer Widerstandsfähigkeit erzählt.«
SWR Lesenswert (Manuela Reichart)
»Ihr neuer Roman ›Unser Ole‹ zieht einen mit ihrem typischen trockenen Witz sofort in sein Geschehen.«
Die Zeit (Juliane Liebert)
»Diese Autorin hat einen ungewöhnlich scharfen Blick für die Schwächen und Defekte von Menschen.«
Berliner Zeitung (Cornelia Geissler)
»Ein großer Kunstgriff«
Süddeutsche Zeitung (Michael Krüger)
»Dass sie keinen Traumaplot bedient (…), sondern eine abgründig gewöhnliche Geschichte über fehlende Mutterliebe erzählt, macht dieses Prosadrama zu einem besonderen Roman, den nur diese Schriftstellerin erzählen kann«
Deutschlandfunk Büchermarkt (Meike Feßmann)
»Katja Lange-Müller ist eine begnadete Erzählerin. Pointiert, witzig, mit ostberliner Zungenschlag.«
Deutschlandfunk Büchermarkt (Meike Feßmann)
»(man findet) in ›Unser Ole‹ den Ton, den man von ihr so mag, witzig und weise und geschärft vom Leben in Berlin (Ost wie West)«
FAS (Meike Feßmann)
»lakonisch, genau, niemals beschönigend und mit einem feinen Sinn für die Komik des Scheiterns«
rbb Kultur (Meike Feßmann)
»Wer andere Mütter - Anti-Mütter! - in geballter Form und sprachlich brillant erleben will, der muss unbedingt ›Unser Ole‹ lesen.«
rbb Orte und Worte (Katja Oskamp)
»Ein dicht gestricktes Kammerspiel.«
rbb Orte und Worte (Katja Oskamp)
Biografie – Lange-Müller, Katja
Katja Lange-Müller, geboren 1951 in Ostberlin, lebt als freie Schriftstellerin in Berlin und im Aargau. 1986 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis, 1995 den Alfred-Döblin-Preis für ihre zweiteilige Erzählung »Verfrühte Tierliebe«, 2002 den Preis des ZDF, des Senders 3sat und der Stadt Mainz, 2005 den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, 2008 den Preis der LiteraTour Nord, den Gerty-Spies-Preis und den Wilhelm-Raabe-Preis. In den Jahren 2012/2013 war sie Stipendiatin der Villa Massimo, erhielt den Kleist-Preis und war 2013/2014 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya Istanbul. 2017 erhielt sie den Günter-Grass-Preis, 2023 den Turmschreiberpreis der Stadt Deidesheim.
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