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Produktinformationen "ë"
  • Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch
  • Kicaj, Jehona
  • 978-3-8353-5949-9
  • 23.07.2025
  • Hardcover
  • 176 Seiten
  • 120 x 20 x 200 (B/T/H)
  • 279
  • deutsch
  • 5
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
  • Entspannen
  • Auseinandersetzen
  • Entspannen
  • Buch gebunden
  • Hardcover

Eine bewegende Reise zwischen Sprachen, Identitäten und den Traumata des Kosovokrieges

Ein stilles und zugleich sprachmächtiges Buch, das vom Verlust der Heimat durch Krieg, von Schmerz und Sprachverlust erzählt. In diesem ergreifenden Debüt findet die Autorin eine großartige eigene Sprache Der ungewöhnliche Titel »ë« steht für einen Buchstaben, der in der albanischen Sprache eine wichtige Funktion hat, obwohl er meist gar nicht ausgesprochen wird. Als Kind von Geflüchteten aus dem Kosovo ist die Erzählerin auf der Suche nach Sprache und Stimme. Sie wächst in Deutschland auf, geht in den Kindergarten, zur Schule und auf die Universität, sucht nach Verständnis, aber stößt immer wieder auf Zuschreibungen, Ahnungslosigkeit und Ignoranz. Als der Kosovokrieg Ende der 90er-Jahre wütet, erlebt sie ihn aus sicherer Entfernung. Doch auch in der Diaspora sind Krieg und Tod präsent – sie werden nur anders erlebt als vor Ort. Der Roman »ë« erzählt von dem in Deutschland kaum bekannten Kosovokrieg und erinnert an das Leid von Familien, die ihre Heimat verloren haben, deren ermordete Angehörige anonym verscharrt wurden und bis heute verschollen oder nicht identifiziert sind. Eine Vergangenheit, die nicht vergehen kann, weil sie buchstäblich in jeder Faser des Körpers steckt, wird von Jehona Kicaj im wahrsten Wortsinn zur Sprache gebracht.

Rezensionen „ë"

»Kicaj schildert in einer Sprache, die einem wirklich unter die Haut geht und traurig macht. Ich würde mir wünschen, dass dieser Roman viele Lesende erreicht, um mit Vorurteilen aufzuräumen und eigenes Handeln zu überdenken.« Ina Hausmann, NetGalley »Ich fand das Buch sehr berührend und emotional aufwühlend. Es hat mir vom Inhalt her sehr gut gefallen, macht nachdenklich und wirft viele Fragen auf. Die Autorin versteht es mit Hilfe einer sehr detailreichen und besonderen Sprache, eine Nähe zum Leser herzustellen.« Steffi Glücklederer, NetGalley »Ein Buch, das mich berührte und beschämte. Zu wenig interessierte mich damals das Schicksal der Betroffenen des Krieges. Aus dem Grund bin ich der Autorin sehr dankbar, dass sie mir auf diese Weise die Augen öffnete.« lielo 99, NetGalley »Ein sehr wichtiges Thema, das nicht in Vergessenheit geraten darf und zu dem dieses Buch einen wertvollen Beitrag leistet, auch wenn es stellenweise natürlich hart zu lesen ist. Insgesamt ist es ein sehr flüssig und gut geschriebenes Buch mit vielen kleinen Geschichten über die Ich-Erzählerin und ihrer Familie, die so gestaltet sind, dass man sich der Familie nah und verbunden fühlt, sich für sie interessiert und gerne weiterliest.« Janina Pollack, NetGalley »Es ist ein verhaltener Text. Was auserzählt wird, kann dennoch Leerstellen haben. Und doch gibt es viele Emotionen, die man als Leser erspüren und verarbeiten muss. Am Ende kann ich ë ein bemerkenswertes Buch nennen!« Klaus Hünken, NetGalley »Jehona Kicaj wird mit dem diesjährigen Literaturpreis der Landeshauptstadt Hannover (HANNA) für diesen Roman ausgezeichnet werden, aus meiner Sicht zu Recht. Diese Geschichten über Flucht, Vertreibung, Diaspora und Integration, von denen es viele gibt, sind sich immer sehr ähnlich, und doch ist ein jedes Schicksal individuell. Die Autorin macht das für den Leser zu einem Ereignis.« Judith Schewe, NetGalley »Gewalt, die sich in Körper und Erinnerungen eingeschrieben hat und der Umgang, dazu die Frage nach dem, was Wörter ausdrücken können, wenn sie doch eigentlich fehlen, das sind die die Themen, die Jehona Kicaj in ihrem Roman bravourös umkreist und sichtbar macht. Mit ë gelingt ihr ein fabelhaftes Debüt, das die Erinnerung an den Kosovokrieg wachhält und geradezu universell von Versehrung und Sprachlosigkeit nach dem Erleben solcherlei Gewalt erzählt, die bis heute fortwirkt.« Marius Müller, NetGalley »Historisch ein Lehrstück. Die Prosa prägnant. Kein Wort zu viel. Das Schicksal berührend. Eine absolut fesselnde Lektüre.« Christina Kliem, Pustet, Augsburg


»Ein Text, der komplett von der Sprache und all ihren Aspekten her konstruiert und gedacht ist. (…) Dieser Text ist wirklich sehr fein, hochpoetisch erzählt.« (Lara Sielmann, Deutschlandfunk Kultur, 11.08.2025) »Ein kraftvoller Debütroman« (Laura Tiedemann, Göttinger Tageblatt, 20.08.2025) »Der Roman steht verdientermaßen auf der Longlist zum den Deutschen Buchpreis (…). Jehona Kicaj hat Worte für das Unsagbare gefunden.« (Bernd Melichar, Kleine Zeitung, 23.08.2025) »Den vielen Büchern (...), die zuletzt vom Ankommen und Aufwachsen in Deutschland berichtet haben, fügt dieses eine Farbe hinzu, die bislang gefehlt hat.« (Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2025) »Kicaj (…) hat das eindringlichste Debüt dieses Herbstes geschrieben, einen Roman, der schon mit seinen ersten Szenen klarmacht, was er kann.« (Marc Reichwein, Welt am Sonntag, 08.09.2025) »Jehona Kicaj ist ein atemberaubendes Romandebüt gelungen, das einen in der deutschsprachigen Literatur noch kaum beleuchteten Krieg mitten in Europa ins Licht rückt.« (Cornelius Hell, Die Presse, 20.09.2025) »›ë‹ ist ein erstaunlicher, bisweilen großartiger Wurf: klug, klar, gekonnt komponiert.« (Arno Orzessek, rbb radio3, 29.09.2025) »›ë‹ ist ein Roman über Leerstellen, den Versuch der Auslöschung und die Widerstandskraft der Sprache.« (Sara Maleš, SR Kultur, 07.10.2025) »Jehona Kicaj schafft es in ihrem Roman, Sprachlosigkeit durch Sprache sichtbar zu machen.« (FluxFM, 08.10.2025) »Obwohl fast nichts den Buchmarkt so sehr flutet und (…) nur wenig derzeit so angesagt ist wie Geschichten von Flucht und Heimatlosigkeit, sind Erzählungen aus dem Kosovokrieg erstaunlich selten und gerade deswegen wichtig, weil dieser Krieg eine stille Diaspora hervorgebracht hat.« (Sarah Pines, ZEIT, 09.10.2025) »Jehona Kicajs eindrucksvolles Debüt findet Wege aus dieser Sprachlosigkeit und stellt sich dem Vergessen entgegen.« (Carola Ebeling, taz, 09.10.2025) »Die Sorgfalt, das Geschick, aber auch Timing und Passgenauigkeit der Autorin sind beeindruckend, geradezu modellhaft. (…) (Sie) steht damit zu Recht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.« (Hubert Winkels, Süddeutsche Zeitung, 10.10.2025) »(Kicaj) schreibt sprachlich virtuos und eindringlich über Sprachmacht, Sprachheimat und Sprachlosigkeit.« (Stefanie Wirsching, Augsburger Allgemeine Zeitung, 11.10.2025) »(K)unstvoll arrangiert (…) Kicaj gelingt mit ihrer klaren, knappen, aber filmisch wirkenden Sprache das Porträt einer Heranwachsenden, die ans Herz wächst.« (Susanne Schütz, Die Rheinpfalz, 11.10.2025) »(Ein) herausragender Debütroman.« (Christina Hoffmann, Frankfurter Rundschau, 11.10.2025) »Kicaj findet Worte für die Sprachlosigkeit angesichts der Gräuel eines weithin kaum beachteten Krieges, sie findet Klänge für Erinnerungen, die nicht die eigenen sind, und entfaltet Bilder für das Ausgesetztsein in dieser Welt.« (Martina Kothe, NDR Kultur, 13.10.2025) »›ë‹ (...) fügt auf kluge und erschütternde Weise die Geschehnisse und Folgen des Kosovo-Kriegs zusammen, erkundet still in die körperlichen und mentalen Spätfolgen eines brutalen Konflikts, der weit weg schien.« (Oliver Creutz, stern.de, 13.10.2025) »(Ein) beeindruckende(r) Roman« (Karin Großmann, Sächsische Zeitung, 17.10.2025) »Das Buch ist eine Einladung, sich in eine Familie hinein zu fühlen, die geprägt wurde von einem Krieg, der überhaupt nicht lange her ist. (...) Ein sehr, sehr beeindruckendes Debüt.« (Nina Kunze, SRF Literaturclub, 11.11.2025) »Ihr (Jehona Kicajs) starkes literarisches Debüt kreist um die albanische Sprache, um Sprachlosigkeit und den Krieg im Kosovo.« (Martina Läubli, NZZ am Sonntag, 30.11.2025) »Eine ebenso erschütternde wie literarisch brilliant konstruierte Spurensuche.« (ORF Bestenliste, 01.12.2025) »(Jehona Kicaj) kämpft um die sprachlose Sprache der Traumata und entschlüsselt in luzider eigener Sprache, wie sie sich in die Körper, Erinnerungen und Träume einschreiben konnten.« (Bücher Magazin, Februar/März 2026) »›ë‹ ist ein kraftvolles Buch. (…) Es beschreibt eindrücklich, ohne belehrend zu sein.« (Michaela Butz, Haller Tagblatt, 03.02.2026) »Der Roman mit dem markanten Titel ›ë‹ schreibt eindringlich gegen die Auslöschung und das Vergessen an.« (Henrike Blum, bn bibliotheksnachrichten, 2026 (1)) »ë ist ein Roman, der vermutlich noch lange im Gespräch sein wird. Jehona Kicaj zeigt uns hier auf eindrucksvolle Weise: Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schreiben.« (Litlog, 06.03.2026) »Es gelingt (der Autorin), komplexe Themen und Emotionen authentisch und berührend zu vermitteln und die Leserinnen und Leser so in eine Realität mitzunehmen, die in Deutschland weitgehend unbekannt ist.« (Leibniz Campus, Ausgabe 35, Mai 2026)


Biografie – Kicaj, Jehona

K
Kicaj, Jehona
Jehona Kicaj, geb. 1991 in Kosovo und aufgewachsen in Göttingen, studierte Philosophie, Germanistik und Neuere deutsche Literaturwissenschaft in Hannover. Nach wissenschaftlichen Publikationen erscheinen von ihr seit 2020 auch literarische Texte. Sie ist Mitherausgeberin der Anthologie »›Und so blieb man eben für immer‹. Gastarbeiter:innen und ihre Kinder« (2023). Mit ihrem mehrfach ausgezeichneten Debütroman »ë« stand sie auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2025.
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