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Ich komme nicht aus der Dunkelheit raus

(16.04.2025)
Produktinformationen "Ich komme nicht aus der Dunkelheit raus"
  • Suhrkamp
  • Finck, Sonja
  • 978-3-518-22564-6
  • BS 1564
  • 16.04.2025
  • Hardcover
  • 106 Seiten
  • 143 x 14 x 220 (B/T/H)
  • 265
  • Bibliothek Suhrkamp (1564)
  • deutsch
  • Je ne suis pas sortie de ma nuit
  • fre
  • Deutsche Erstausgabe
  • 7 %
  • Entspannen
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • Einer der eindringlichsten literarischen Texte über AlzheimerDas Komplementärbuch zu Eine FrauDie Nobelpreisträgerin so unmittelbar wie seltenErstmals in deutscher Übersetzung

Annie Ernaux erzählt von ihrer Mutter und dem aussichtslosen Kampf gegen die Alzheimer-Erkrankung, von einer großen Liebe und der Zerstörungskraft des Vergessens. Und sie verewigt so, im Moment ihres Verschwindens, den Menschen, der ihr das Leben geschenkt hat.

Die Mutter verliert das Gedächtnis – mehr und mehr scheinen ihr die Familie, die Welt, das Leben abhandenzukommen. Annie Ernaux hält die Gespräche mit ihr fest, schreibt sie auf, intuitiv, aus der existenziellen Angst vor dem Verlust, wie gejagt von der Gewalt des Verfalls und der Erinnerungswucht an diese Kranke, die noch immer ihre Mutter ist. Mehr als ein Jahrzehnt bleiben diese Aufzeichnungen in der Schublade.

Und doch entschließt sich Ernaux später, diese Seiten zu veröffentlichen, weil es nicht nur ein Bild ihrer Mutter geben soll: sondern die Vielheit der Wahrheiten. So wird die Chronik eines langsamen Abschieds und einer schrecklichen Zerstörung lesbar – aber auch die Pionierleistung Annie Ernaux`, die schmerzhafte Suche nach der Sprache für eine Krankheit, die damals noch kaum beschrieben war.

Rezensionen „Ich komme nicht aus der Dunkelheit raus"

»Es ist ein zärtliches Buch, das doch mit einer Wucht wehtut ... Weil wir spüren und verstehen, wie der Tod sich hier schleichend Bahnbricht über gut zwei Jahre hinweg.«
Berliner Zeitung (Stefan Hochgesand)

»Ohne Scham, schonungslos beschreibt [Ernaux] die Gier der Mutter beim Essen, die zunehmende Verwahrlosung, aber auch ihren unbändigen Lebenswillen.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Stefan Hochgesand)

»Nüchtern legt Ernaux die Anatomie einer Krankheit frei – und das Gerüst einer Beziehung, die bis zuletzt dauert ...«
NZZ am Sonntag (Martina Läubli)

»Wenn man nur ein Buch über Demenz lesen mag, könnte es dieses sein: ... Annie Ernaux erzählt in ihrem unvergleichlich knappen Ton vom Sterben ihrer Mutter.«
Süddeutsche Zeitung (Reinhard J. Brembeck)

»Was Ernaux’ Erzählung von [anderen] Texten unterscheidet, ist die Unmittelbarkeit: Nichts sei überarbeitet, schickt sie im Vorwort voraus, das sie über ein Jahrzehnt später verfasst hat. Ernaux entgeht so der Gefahr der verklärenden Narrativierung im Nachhinein.«
DIE ZEIT (Ann-Kristin Tlusty)

»Es ist eines jener Bücher, die man jeder und jedem ans Herz legen möchte ...«
Der Tagesspiegel (Oliver Pfohlmann)

»Es ist [Ernaux'] Versuch, zu retten, was von der Mutter bleibt – einzelne Sätze, Erinnerungen, und der Versuch, zu begreifen, was mit einem Menschen geschieht, der sich selbst verliert.«
Kölner Stadt-Anzeiger (Elke Heidenreich)

»Ernaux legt hier die Chronik einer zeitlosen Erfahrung vor: der endgültigen Trennung von der Frau, die sie geboren hat.«
Neue Zürcher Zeitung (Birgit Schmid)

»Es ist eine Lektüre, die wie mit dem Hammer trifft.«
WELT AM SONNTAG (Marlen Hobrack)

»Annie Ernaux führt in ihrem neuen Buch Ich komme nicht aus der Dunkelheit raus auf schonungslose Weise Protokoll über den Verfall und das Sterben ihrer Mutter, die an Alzheimer erkrankt war.«
DIE ZEIT (Marlen Hobrack)

»[Ein] schmales, hochdosiertes Buch ... Sonja Finck, Ernaux’ deutsche Stimme, findet ... wieder einen zeitlosen Ton, der der nach Genauigkeit wie Ehrlichkeit suchenden Sprache der Autorin entspricht.«
Frankfurter Rundschau (Judith von Sternburg)

»Die französische Schriftstellerin ist – wie wir es aus vielen ihrer Texte kennen – unerschütterlich ehrlich mit sich selbst. ... Kein Wort ist zu viel ...«
literaturkritik.de (Michael Fassel)

»Ernaux schreibt dicht an der Realität, lapidar, ohne Umschweife, eindringlich.«
Falter, Wien (Kirstin Breitenfellner)

»Sich mit Leben und Werk des Anti-Gandhi Frantz Fanon auseinanderzusetzen ist auch heute noch eine lohnende Aufgabe ...«
Falter, Wien (Klaus Nüchtern)

»... hautnah, spontan, ganz den Eindrücken ausgeliefert.«
Nürnberger Nachrichten (Klaus Nüchtern)

»... ein Buch, das einen umhaut.«
Berliner Zeitung (Stefan Hochgesand)

»Es ist das eindrucksvolle Zeugnis einer nicht immer leichten Mutter-Tochter-Beziehung.«
Nordkurier (Welf Grombacher)

»In bewährter Ernaux-Manier bewahrt sie die ethnologische Distanz, die es Leserinnen und Lesern unmöglich macht, sich davonzustehlen.«
Kleine Zeitung (Susanne Rakowitz)

»Das Buch ist ein literarisches Dokument existenzieller Sprachlosigkeit in der Sprache.«
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Susanne Rakowitz)

»Ihr neues Buch Ich komme nicht aus der Dunkelkammer raus – wie immer sparsam erzählt und von Sonja Finck fantastisch übersetzt – packt und berührt ab der ersten Seite.«
Kurier.at, Wien (Susanne Rakowitz)

»Erschütternd und hellsichtig ...«
Kölnische Rundschau (Thomas Linden)

»... mehr als aufwühlend. Ernaux erzählt schonungslos, auch sich selbst gegenüber.«
Der Kurier (Barbara Beer)

»Es ist ein schmaler, radikal ehrlicher Text über den Zerfall von Identität und einer Tochter, die versucht, etwas festzuhalten, das ihr gleichzeitig entgleitet. Ernaux gibt der Angst, der Sprachlosigkeit, die viele Angehörige von Alzheimer-Kranken erleben, eine Stimme.«
dpa (Sabine Glaubitz)

»Das nicht Vorstellbare, das erzählt Ernaux wie immer unsentimental und eindrücklich in großer Präzision.«
RBB radio3 (Anne-Dore Krohn)

»Ein Buch wie ein Denkmal. ... wie immer [eine] hervorragende Übersetzung von Sonja Finck.«
WDR 3 (Judith Heitkamp)

»Die nahezu unerträgliche emotionale Wucht des Textes trifft die Leserin aus beiden Perspektiven: Da ist zum einen die Frage, wie mit dem eigenen Alter und Krankheit umgehen, aber auch die, die Gedanken an Abschied und Verlust der Eltern oder geliebter Menschen aufwerfen.«
Zeitzeichen (Kathrin Jütte)

»Ein Text, der ans Herz geht, schonungslos und einfühlsam und für viele sehr aktuell.«
Frankreich Magazin (Britta Behrendt)

Biografie

Autorenbild
Annie Ernaux, geboren 1940, bezeichnet sich als »Ethnologin ihrer selbst«. Sie ist eine der bedeutendsten französischsprachigen Schriftstellerinnen unserer Zeit, ihre zwanzig Romane sind von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert worden. Annie Ernaux hat für ihr Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt den Nobelpreis für Literatur.
Sonja Finck übersetzt aus dem Französischen und Englischen, darunter Bücher von Jocelyne Saucier, Kamel Daoud, Chinelo Okparanta und Wajdi Mouawad. Für ihre Ernaux-Übersetzungen wurde sie mit dem Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis ausgezeichnet.

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